Die Ecosia GmbH spendet 80 Prozent ihrer Einnahmen für den Schutz des Regenwaldes in Amazonien. Bislang wurden dafür bereits mehr als 600.000 Euro gesammelt.
Ecosia verdient Geld durch Klicks auf gesponserte Links. Pro Suche sind das umgerechnet 0,13 Cent. Von seinen Einnahmen spendet das Unternehmen 80 Prozent direkt in das Schutzprojekt des WWF – je Suchabfrage rund 0,10 Cent. Inzwischen sind es oft mehr als 600.000 Suchanfragen täglich.
Bereits im ersten Jahr konnte Ecosia mehr als 123.000 Euro an den WWF spenden. Internetuser aus aller Welt haben damit mehr als 235 Millionen Quadratmeter des Nationalparks Juruena in Brasilien geschützt – eine stolze Bilanz nur ein Jahr nach dem Start der alternativen Suchmaschine.
In das zweite Jahr ging die Suchmaschine mit einem Relaunch: Seit Ende 2010 ist die Seite noch benutzerfreundlicher gestaltet und mit weiteren Suchfunktionen ausgestattet.
Zugleich wurde die Zusammenarbeit ausgeweitet. Kooperationspartner ist nun der WWF International. Mindestens 80 Prozent der Einnahmen von Ecosia fließen jetzt in das WWF-Regenwaldschutzprojekt Tumucumaque in Brasilien.
Die hauseigenen Server laufen ausschließlich mit Ökostrom. Ecosia gleicht außerdem die CO2-Emissionen der Suchen durch die Gold-Standard-Projekte von PURE aus.
Rund die Hälfte der Ecosia-Nutzer kommt aus Deutschland; dahinter folgen Frankreich, Italien und die Schweiz. Seine Suchergebnisse und die gesponserten Links bezieht Ecosia von Yahoo und Bing.
Das Projekt Tumucumaque
Der tropische Regenwald Amazoniens ist der größte der Welt und gilt als wichtiger Motor im Getriebe des Weltklimas. Der Nationalpark Tumucumaque in Brasilien ist eines der weltgrößten tropischen Regenwaldschutzgebiete (38.867 Quadratkilometer, etwa so groß wie die Schweiz). Er ist die Heimat von mehr als der Hälfte aller Vogelarten in Amazonien sowie vieler weiterer Tierarten, unter anderem des Jaguars.
Tumucumaque ist auch Teil des Berglands von Guayana und eine der letzten Regionen der Erde, die vom Menschen weitgehend unangetastet ist.
Trotz alledem gibt es Probleme: Illegale Goldminen, Abholzungen, Fischereien, Jagd und illegale Besiedlungen sind immer größer werdende Gefahren für diese Region. Darum errichteten der WWF und das brasilianische Umweltministerium im Jahr 2002 den 38.800 Quadratkilometer großen Nationalpark und versuchen seitdem, diese Regionen vor Zerstörung zu bewahren. Neben der Leitung verschiedener Schutzprojekte wird auch die Umweltbildung in der Region Tumucumaque gefördert – mit einem Bildungsprogramm für Lehrer der Gemeinden.

www.ecosia.org
