Gut ankommen
Fast die Hälfte der verkehrsbedingten Umweltbelastungen wird durch Urlaubs- und Freizeitverkehr hervorgerufen. Er trägt zum Beispiel maßgeblich zur Belastung der Atemluft mit schädlichen Stickoxiden und Feinstäuben sowie zum sommerlichen Anstieg der Ozonwerte bei.
Der motorisierte Verkehr ist zudem mit einer Jahresemission von 150.000 Tonnen Kohlendioxid der zweitgrößte Klimaschädling in Deutschland. Die Bahn stößt dagegen pro beförderter Person nur knapp ein Viertel, ein Reisebus sogar nur ein Achtel der Pkw-Emissionen aus.
Doch ungeachtet der ökologischen Vorzüge reisen drei von vier deutschen Urlaubern mit dem eigenen Auto an. Der Bus wird von 10 Prozent der Urlauber bevorzugt, 6 Prozent fahren per Bahn.
Fernreisen per Flugzeug sind für 20 Prozent der Treibhausgasemission der Tourismusbranche verantwortlich, bei einem Marktanteil von 6 Prozent .
Jeder hat es in der Hand, das Verkehrsmittel selbst zu wählen, bei der An- und Abreise ebenso wie bei der Mobilität vor Ort. Viele Urlaubsregionen sind von Deutschland aus gut mit Bus und Bahn zu erreichen. Zahlreiche Veranstalter bieten attraktive Pauschalen für Urlauber ohne Auto, so dass Sie viele Urlaubsorte gut und preiswert per Pedes, Fahrrad oder Bus und Bahn erkunden können. Das entlastet die Umwelt und bietet Reisenden ein Plus an Erholung, Sicherheit und Gesundheit.
Flugzeuge heizen das Klima auf
Fliegen ist die energieintensivste Art sich fortzubewegen. Bei einer Bus- oder Bahnreise wird im Vergleich durchschnittlich nur ein Drittel der Energie benötigt.
Der Flugverkehr entwickelt sich bei den erwarteten Zuwachsraten zum Klimakiller Nummer eins unter den Verkehrsträgern. Beim Verbrennen von Kerosin entstehen Wasserdampf und Kohlendioxid. Die Auswirkungen dieser Stoffe auf das Klima sind in der Höhe dreimal größer als am Boden und verstärken den Treibhauseffekt. Der ausgestoßene Wasserdampf bildet Kondensstreifen und Schleierwolken. Diese vermindern wie das Kohlendioxid die Wärme-Rückstrahlung vom Erdboden.
Bei einem Urlaubsflug nach Mallorca oder Teneriffa wird das Klima so geschädigt wie durch ein Jahr Autofahren – selbst wenn für das Flugzeug ein günstiger Verbrauch von 4 Litern pro 100 Personenkilometer und für den Pkw von 6,5 Litern Benzin pro 100 Fahrzeugkilometer angesetzt werden.


