Was hat mein Büro- und Heimcomputer mit Natur- und Umweltschutz zu tun?

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Rohstoffe: In rasantem Tempo werden alte Computer und andere Elektronikgeräte gegen neue, leistungsstärkere Geräte ersetzt. Dafür werden Rohstoffe benötigt, die teilweise aufwendig gewonnen und aufgearbeitet werden müssen. Um einen kompletten PC mit Monitor zu produzieren, werden durchschnittlich 240 Kilogramm fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung, 22 Kilo Chemikalien und 1,5 Tonnen Wasser verbraucht. Energie: Die Herstellung von Computern und deren Nutzung kostet Energie. Es werden beispielsweise 1,3 Kilogramm fossile Brennstoffe aufgewendet, um einen zwei Gramm schweren Speicherchip herzustellen. Der Energieverbrauch nur für den Betrieb von Computern betrug im Jahr 1999 schon ein Prozent des gesamten Stromverbrauches in den USA. Unnötiger Energieverbrauch wird vor allem durch Geräte verursacht, die ungenutzt weiterlaufen.Umweltschädliche Substanzen: Im Computerbereich sind vor allem Blei und bromierte Flammschutzmittel relevant. Zum Festlöten von Mikrochips und anderen Elektronikbauteilen auf Leiterplatinen wird oft noch bleihaltiges Lot verwendet. Bei Deponierung oder Verbrennung alter Geräte kann Blei aus der Deponie heraussickern bzw. die Rückstände bei der Müllverbrennung belasten. Etwa 40 bis 50 Prozent des Bleis auf der Deponie oder im verbrannten Abfallstrom stammen aus Elektroaltgeräten.Damit Kunststoffteile oder Leiterplatten schwer entflammbar sind, werden zumeist noch bromierte Flammschutzmittel beigefügt. Einige dieser Verbindungen weisen auch eine hormonelle Wirksamkeit auf. Bromierte Flammschutzmittel sind mittlerweile in viele Ökosysteme eingetragen worden. So konnten beispielsweise einige dieser Substanzen in Pottwalen und Ringelrobben nachgewiesen werden. Elektroschrott: Computerschrott gehört zur am stärksten wachsenden Abfallfraktion. Leider wird in Europa der überwiegende Teil der Elektroschrott-Abfälle ohne jede Vorbehandlung beseitigt oder in Entwicklungsländer exportiert und ohne Arbeits- und Umweltschutzmaßnahmen verwertet. Besser ist die Aufarbeitung gebrauchter Geräte in modernen Recycling-Centern, wo alte Computer fachgerecht demontiert, brauchbare Teile weiterverwendet und schadstoffhaltige Abfallfraktionen umweltgerecht entsorgt werden.Lösungen: Die allermeisten der genannten Probleme sind lösbar. Verzicht auf Flammschutzmittel, bleifreie Lötverfahren oder energiesparende Computer sind Ansätze, die einige Unternehmen heute schon aufgegriffen haben (siehe WWF-Partner) und in die Tat umsetzen. Computer sind auch mit dem deutschen Umweltzeichen "Blaue Engel" erhältlich. Seit dem 1. Juli 2006 darf kein Hersteller Elektro- und Elektronikgeräte auf den Markt bringen, die bestimmte Schadstoffe enthalten. Auch können jetzt Privatperson alte Elektrogeräte in kommunalen Sammelstellen abgeben. Die Hersteller übernehmen dann ein umweltgerechtes Recycling. Elektro- und Elektronikgeräte dürfen nicht in den Hausmüll gegeben werden!
Weitere Informationen
Reportage aus dem Recyclingcenter ...
... von Fujitsu Siemens Computers
Das Ende eines Computerlebens: Zerlegung, Entsorgung oder Wiederauferstehung?
von Dr. Bernhard Bauske, WWF
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