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Keine Kostbarkeiten aus der Natur in den Koffer!

02. August 2006

WWF warnt Auslandsreisende vor dem Kauf bedrohter Tier- und Pflanzenarten

 

Frankfurt, 2. August 2006: Wenn man im Urlaub die Seele so richtig baumeln lässt, lässt man sich mitunter zu Souvenirkäufen hinreißen, die man hinterher bitter bereut - spätestens bei der Ankunft am heimatlichen Flughafen, wenn das hübsche Mitbringsel vom Zoll beschlagnahmt wird und sogar Strafen drohen. Der WWF rät allen Urlaubern dringend davon ab, am Strand und auf exotischen Märkten Produkte zu erwerben, die aus bedrohten Tier- und Pflanzen hergestellt wurden. Dies ist meist gesetzeswidrig und wird mit hohen Geldstrafen bis zu 50.000 Euro, in besonders gravierenden Fällen sogar mit Gefängnisstrafen, geahndet.

 

"Weltweit landen bedrohte Arten als Haustiere, Lebensmittel, Kleidungsstück, Schmuck oder in fragwürdigen traditionellen Heilmitteln im Handel. Urlauber, die solche Produkte grundsätzlich ablehnen und lieber landestypische Handwerkskunst mit nach Hause bringen, gehen auf Nummer sicher und tragen außerdem aktiv zum Artenschutz bei", sagt WWF-Artenschützer Volker Homes.

 

Die nach Recherchen des WWF am häufigsten aufgrund von internationalen Artenschutzbestimmungen beschlagnahmten Souvenirs sind:

  • Lebende Korallen sowie daraus gefertigte Schmuckstücke und Ziergegenstände
  • Orchideen und Kakteen
  • Lebende Papageien, Reptilien, Raubvögel und Skorpione
  • Kleidung, Schuhe und Accessoires aus illegaler Schlangen- und Eidechsenhaut, Krokodil- oder Elefantenleder sowie Mäntel aus Leoparden- oder Tigerfell
  • Kleidung aus Shahtoosh- oder illegaler Vicuna-Wolle
  • Schnitzereien und Musikinstrumente aus Elfenbein, Schildpatt und seltenen Hölzern
  • Illegaler Kaviar
  • Traditionelle Chinesische Arzneimittel mit Tigerknochen, Rhinozeroshorn, Bärengalle, Moschus

 

Außerdem werden getrocknete Seepferdchen, Spinnen, Schmetterlinge, Hai- und Walrosszähne, Federschmuck von seltenen Wildvögeln und Produkte aus Bären und Seehunden angeboten. Bei allen exotischen Souvenirs gilt nach Meinung von Volker Homes die Devise: Wenn überhaupt, dürfen solche Produkte nur dann nach Hause importiert werden, wenn Dokumente belegen, dass die geltenden Artenschutzbestimmungen eingehalten wurden. Homes: "Wer keine offiziellen Papiere hat, muss damit rechnen, dass sein teures Souvenir spätestens vom Zoll kassiert wird. Da die meisten Urlauber gar nicht wissen, welche Artenschutzgesetze man einhalten muss, rate ich: Finger weg von allen Tieren und Pflanzen!"

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