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Klimaerwärmung nicht mehr zu ignorieren

06. April 2007

IPCC-Report: Natur reagiert auf Klimaerwärmung – Politiker nicht

 

Berlin, Brüssel - Der neueste Bericht des Weltklimarates (IPCC) prognostiziert weltweit verheerende Auswirkungen auf Umwelt und Volkswirtschaften, wenn nicht schnell etwas gegen den fortschreitenden Klimawandel unternommen wird.   „Die Fakten sprechen für sich: Die globale Klimaerwärmung wird Hungersnöte, Überschwemmungen und Wassermangel verursachen. Besonders die armen Länder mit der geringsten Verantwortung für den Anstieg der Treibhausgase werden am schlimmsten darunter leiden. Die Industrieländer müssen endlich Verantwortung zeigen und Lösungen umsetzen. Die klimaschädlichen Treibhausgase müssen drastisch reduziert werden“, fordert Regine Günther, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.  

 

Der neueste Bericht des Weltklimarates (IPCC) zeigt eindeutig, dass die Auswirkungen durch die Klimaerwärmung bereits begonnen haben und künftig immer dramatischere Auswirkungen zu erwarten sind: Die Lebensgrundlage von 100 Millionen Menschen ist gefährdet, wenn der Meeresspiegel nur einen Meter steigt. Häufigere Dürren werden Ernten unsicher machen, und können Hungersnöte in Indien und China auslösen. Die Wasserversorgung für Hunderte von Millionen von Menschen ist bedroht.  

 

Der globale Temperaturanstieg wird die ökologische Balance des ganzen Planeten aus dem Gleichgewicht bringen. Naturkatastrophen und Artensterben werden die ökonomische Entwicklung der Menschen untergraben.  

 

Die IPCC-Experten haben klar gemacht, dass der Klimawandel nicht mehr zu verhindern ist: aber es gibt immer noch ein Zeitfenster die größten Katastrophen von Menschen und Tieren abzuwehren. „Dazu muss auf breiter Ebene schnell gehandelt werden. Die Politik hat alle Instrumente in der Hand den Klimawandel zu beschränken und der Welt die schlimmsten Auswirkungen zu ersparen – Ein erster wichtiger Schritt wäre eine Einigung auf dem G8-Gipfel, dass man erstrebt ist, die globale Temperaturerhöhung auf unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen“, resümiert Regine Günther.

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