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Klimapolitik der EU mangelhaft

23. November 2010

WWF-Studie untersucht Maßnahmen aller 27 Mitgliedsstaaten

 

Berlin - Die Staaten der Europäischen Union unternehmen nur rein Drittel der Anstrengungen die nötig wären, um den Weg in eine weitgehend CO2-freie Wirtschaft zu ebnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des WWF in Zusammenarbeit mit Ecofys. Die Studie „Climate Policy Tracker for the European Union“ wurde heute in Brüssel vorgelegt und wird ergänzt von dem Internetportal www.climatepolicytracker.eu. Dort können sich Internetuser über die Klimaanstrengungen aller 27 Mitgliedsstaaten der EU und Beiträge einzelner Sektoren zum CO2-Ausstoß informieren.

 

Studie und Website basieren auf einer eingehenden Analyse der politischen Maßnahmen der EU-Staaten, die einen Einfluss auf deren Treibhausgasemissionen haben. Dafür wurden 83 Kriterien zur Messung der Wirksamkeit der Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen für alle Wirtschaftssektoren ermittelt.

 

Das Ergebnis: Es fehlen echte Vorreiter in der Klimapolitik! Die Bewertung zeigt, dass alle 27 Länder der EU Länder noch weit davon entfernt sind, eine im Sinne des Klimaschutzes angemessene Politik definiert zu haben. Auch Deutschland schneidet relativ schlecht ab und kann außer im Bereich der Förderung von Erneuerbaren Energien nur unzureichende Maßnahme vorweisen. Flankierend zu den in dem Bericht beschriebenen Maßnahmen muss ein Bekenntnis zum 30% Treibhausgasemissions-Minderungsziel der EU den Rahmen für eine glaubwürdige Klimaschutzpolitik bieten. Es ist aus Sicht des WWF wichtig, über den Emissionshandel deutlich zu machen, dass alle Sektoren, insbesondere die Industrie und der Energiesektor ihren Beitrag für eine nahezu CO2-freie Wirtschaft liefern müssen.

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