Warum es dem Aal schlecht geht

Nur Fangverzicht kann die Art retten

© WWF
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Überfischung ist die Hauptbedrohung für das Überleben des Europäischen Aals. Allein in Deutschland wurden 2008 fast 2.400 Tonnen verzehrt.

In den letzten Jahrzehnten wurde die Wanderung der Aale durch starke Bebauung der Flussläufe und Verschmutzung der Süßgewässer erschwert. Immer weniger Aale erreichen zur Fortpflanzung das Meer, und immer weniger junge Glasaale entgehen der Fischerei und wandern aus dem Meer wieder zurück in die Binnengewässer. 

Die Jungtierpopulation ist daher seit den achtziger Jahren auf nur noch ein bis neun Prozent ihrer ursprünglichen Größe geschrumpft. Selbst bei Inkrafttreten eines sofortigen Fangstopps würde es nach wissenschaftlichen Prognosen bis zu 100 Jahre dauern, ehe sich die Aalbestände erholen, da es zu wenige fortpflanzungsfähige Tiere gibt.

Aale lassen sich bislang auch nicht züchten. Für Aale aus Aquakultur werden Jungtiere, so genannte Glasaale, dem Wildbestand entnommen. Auch Besatzmaßnahmen, bei denen Aale als Jungfische gefischt, aufgezogen und als ältere Tiere in Flüsse eingesetzt werden, beurteilen Wissenschaftler kritisch. Es ist ungewiss, ob diese Tiere jemals den Weg zu ihren Laichplätzen in der 5.000 Kilometer entfernten Sargassosee östlich Floridas finden.

Der WWF empfiehlt daher dringend: Verzichten Sie auf Aale!

Lebenslauf der Aale

Aale schlüpfen in der Sargassosee und durchqueren in einer 5.000 Kilometer langen Wanderung  den Atlantik. Als etwa sieben Zentimeter lange Glasaale erreichen sie nach etwa drei Jahren Europa, wandern die Flussmündungen hinauf, wo sie im Süßwasser zehn bis 20 Jahre bis zur Geschlechtsreife heranzuwachsen.

Um sich ein einziges Mal im Leben zu vermehren, kehren die erwachsenen Aale durch Flüsse und Atlantik in die Sargassosee zurück, wo sie nach dem Ablaichen sterben.  

Weitere Informationen

Der Aal im WWF-Fischführer >>

Der Aal im Arten A-Z >>

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