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Mehr Schutz für Russlands Leos

20. August 2008

Russland verbessert Schutz für seltene Amurleoparden

 

Berlin - Russland stellt das Rückzugsgebiet der seltenen Amurleoparden im fernen Osten des Landes unter strengeren Schutz. Für den WWF ist dies ein wesentlicher Beitrag, das Überleben der seltensten Großkatze der Welt zu sichern. Aktuellen Zählungen zufolge streifen nur noch 35-40 Tiere durch die oft eisige Wildnis im fernen Osten Russlands. Bislang wurde ein effektiver Schutz erschwert, weil die bestehenden drei Schutzgebiete unterschiedlichen Behörden zugeordnet waren, die sich  nicht auf ein einheitliches Management verständigen konnten. Auf Initiative des WWF übernimmt jetzt das Ministerium für natürliche Ressourcen die Verantwortung für die Schutzgebiete im Grenzgebiet zu China und Nordkorea. „Nach einem Treffen des Geschäftsführers von WWF Russland, Dr. Igor Chestin mit dem Russischen Vize-Premierminister Sergei Ivanov und dem Ministerium für natürliche Ressourcen, wurde endlich der Weg frei gemacht, für ein einheitliches Leopardenschutzgebiet“, erläutert Frank Mörschel, Russlandexperte des WWF Deutschland.  

 

Trotzdem ist die Heimat der letzten Amurleoparden ist auch nach der Zusammenlegung der Reservate weiter stark bedroht. Neue Strassen, Eisenbahnschienen und Siedlungen lassen den Lebensraum der Katzen immer stärker schrumpfen. Vorsätzlich gelegte Feuer vernichten den Wald, und Wilderer stellen den Tieren immer noch nach. „Mit einem einheitlichen Management kann man diesen Bedrohungen einfacher begegnen“, betont Frank Mörschel. Im nächsten Schritt solle die Zusammenarbeit mit dem benachbarten chinesischen Naturreservat verbessert werden, um auch auf chinesischer Seite Lebensraum für die letzten Amurleoparden zu erhalten.

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