© Roger LeGuen / WWF - Canon
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ARPA – das größte Schutzgebietsprogramm der Welt

Hinter dem nüchternen Namen „Amazon Region Protected Area Programme“ (ARPA) verbirgt sich das größte und umfassendste Tropenwaldschutzgebietsvorhaben, das jemals in Gang gesetzt wurde. Bis 2016 sollen 60 Millionen Hektar brasilia­nischen Amazonas-Regenwaldes durch ein umfassendes Schutzgebietsnetzwerk gesichert werden – eine Fläche so groß wie Deutschland und England. Damit soll der größte Teil der dortigen Artenvielfalt geschützt werden.  

Auslöser für dieses ambitionierte Programm, das unter anderem auf Initiative des WWF zustande kam, war 1998 die Zusage des damaligen brasilianischen Präsidenten Cardoso, bis 2012 zwölf Prozent des Amazonas-Regenwaldes seines Landes unter Schutz zu stellen – doppelt so viel als bisher. Auf der Vertragsstaatenkonferenz der Vereinten Nationen zur Konvention über die biologische Vielfalt in Bonn (Mai 2008) wurde die zweite Phase von ARPA verkündet in dessen Rahmen auch das Flächenziel von 50 auf 60 Millionen Hektar bzw. auf 15% des Regenwaldes erweitert wurde. Über 400 Millionen US-Dollar werden dafür benötigt. Aus diesen Mitteln soll unter anderem ein Umweltfonds aufgebaut werden, aus dessen Erträgen dann auf Dauer die Finanzierung des riesigen Schutzgebietsnetzes gesichert werden soll. Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Weltbank, die KfW Entwicklungsbank und den WWF ist eine erfolgreiche Umsetzung nicht denkbar.

Bislang konnten 32 Millionen Hektar Schutzgebiete Ausgewiesen und Eingerichtet werden. Hiervon sind  gut 9 Millionen Hektar Schutzgebiete die eine nachhaltige Nutzung von Holz und Nichtholzprodukten zulassen. So werden Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung geschaffen und gleichzeitig die wertvollen Regenwaldflächen dauerhaft geschützt.

Der WWF Deutschland wird sich auf die technische und finanzielle Unterstützung mehrerer Schutzgebiete um den Juruena-Nationalpark konzentrieren und hofft hierfür auf die Unterstützung von Spendern, Firmen und Regierungen