Schnitzel statt Regenwald

- © Anton Vorauer / WWF
Seit einigen Jahren nimmt der Sojaanbau bei der Zerstörung des Amazonasregenwalds eine führende Rolle ein. Die Waldrodung für den Sojaanbau verläuft noch schneller und großflächiger als die Regenwaldzerstörung für die Schaffung von Rinderweiden. Seit kein Tiermehl mehr verfüttert werden darf, ist Soja das wichtigste Futtermittel für Schweine, Hühner und Rinder - auch in Europa. Die meisten Schnitzel, die wir uns schmecken lassen, haben ihren Ursprung also auch im Amazonasregenwald. Dabei gibt es bereits alternatives Soja, für das kein Regenwald gerodet wurde. Unternehmen, die Soja als Futtermittel verwenden, können durchaus ihre Verantwortung wahrnehmen und auf tropenwaldfreundliches Soja umstellen, das nach den "Basler Kriterien" produziert wurde. Diese hat der WWF gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen und namhaften Unternehmen entwickelt. Der größte Teil des Sojaanbaus im Amazonas findet in Mato Grosso statt, dem brasilianischen Bundesstaat mit der höchsten Entwaldungsrate. Hier befindet sich auch der Großteil des WWF-Schutzgebietprojektes Juruena-Apuí.


