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Donau-Aue. © WWF-Canon / Michel Gunther
Die blaue Donau und ihre grünen Auen. © WWF-Canon / Michel Gunther

Die Donau – europäische Lebensader

Wiederbelebung der Auen

Von ihrer Quelle im Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer windet sich die Donau auf einer Länge von 2.857 Kilometern durch zehn europäische Staaten. Im Mündungsbereich zum Schwarzen Meer verbreitert sich der zweitlängste Strom Europas zu einem gigantischen Delta, das mit einer Fläche von 4.178 Quadratkilometern nur auf Satellitenbildern in seiner Gesamtheit zu erfassen ist. Vor allem dort ist der WWF Deutschland aktiv.

Dieses riesige Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum und Rastplatz für über 330 Vogelarten, von denen mehr als zwei Drittel streng geschützt sind. Mit ein Grund, weshalb das Donau-Delta als RAMSAR-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung anerkannt ist. Dank der Bemühungen des WWF ist das Donau-Delta auch seit 1990 Biosphärenreservat und die UNESCO erkannte mehr als die Hälfte der Fläche als Weltnaturerbe an.

Der WWF zählt das Donau-Delta zu den Global 200 – den weltweit besonders schützenswerten Ökoregionen.

Zerstörung wertvoller Naturräume

Obwohl die politischen und wirtschaftlichen Umstände in den damaligen Ostblockstaaten einen gewissen Schutz für die Donau bedeuteten, fanden vor 1990 auch dort einschneidende Veränderungen statt. Untersuchungen des WWF ergaben, dass in den letzten 100 Jahren bereits mehr als 80 Prozent aller Feuchtgebiete und Auenregionen entlang der Donau zerstört worden waren. Alleine die Versuche, das Donau-Delta landwirtschaftlich nutzbar zu machen, vernichteten fast ein Fünftel dieser wertvollen Naturflächen.

Auch heute ist die Gefahr entlang der Donau noch nicht gebannt: ein EU-Programm zum Ausbau der Infrastruktur zwischen West- und Osteuropa (Trans-Europäisches Transport-Netzwerk, TEN-T) sieht unter anderem vor, auf einer Länge von etwa 1.000 Flusskilometern Hindernisse und Engstellen an der Donau zu beseitigen. Von diesen Baumaßnamen wären jedoch auch viele Schutzgebiete und wertvolle Naturräume betroffen. Durch unermüdliche Lobbyarbeit bemüht sich der WWF, der Donau dieses Schicksal zu ersparen.

Schutz und Wiederherstellung

Dank der politischen Wende im Jahr 1990 konnte der WWF sein Engagement auf den gesamten Flusslauf der Donau ausdehnen. Dies beinhaltete nicht nur den Schutz wertvoller Naturräume, sondern vor allem auch die Renaturierung umgewandelter Flächen. Bis Mitte 2005 konnte bereits auf 10.000 Hektar im Delta ein natürliches Wasserregime wiederhergestellt werden – das sind fast 10 Prozent der eingedeichten Flächen.

Im Juni 2000 unterzeichneten Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine eine Vereinbarung zum Schutz der Feuchtgebiete an der Unteren Donau und im Delta. Dieser so genannte „Grüne Korridor Untere Donau“ ist das bisher größte grenzübergreifende Renaturierungsvorhaben in Europa. Er wird sich aus bereits existierenden wie auch neu auszuweisenden Schutzgebieten und Renaturierungsflächen zusammensetzen. Durch ein zum Teil grenzübergreifend durchgeführtes Projekt in Rumänien und Bulgarien unterstützt der WWF seit November 2005 die Umsetzung dieses Vorhabens.


Weitere Informationen

Ausbau der Donau: Lasst der Donau ihren Lauf! >>

Renaturierung der Auen >>

Donau-Delta >>

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Die Donau: Fluss durch zehn Länder

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Save the Danube as a lifeline! – steps towards sustainable navigation

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Titel: Donau

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