Passt die Schiffe dem Fluss an

Donau: WWF-Aktion gegen überzogenen Ausbau geht weiter


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Veraltete Staustufenpläne und Flussbauprojekte, vorangetrieben von den nationalen Regierungen und finanziell unterstützt durch die Europäische Union, drohen die Donau in einen ökologischen toten Schifffahrtskanal zu verwandeln. Mehr als 1.000 Kilometer des größten Stroms Europas sollen hierfür ausgebaggert, reguliert oder gestaut werden. 

Die Schifffahrt auf der Donau ist wichtig – aber nicht ihre einzige Funktion! Wir wollen einen lebendigen Fluss und keinen Kanal.

Passt die Schiffe dem Fluss an, nicht den Fluss an die Schiffe!

Unter diesem Motto startete der WWF 2007 eine Kampagne für die Erhaltung des naturnahen Stroms. Eine entsprechende WWF-Petition haben bislang mehr als 35.000 Menschen unterzeichnet – herzlichen Dank an alle. Diese Petition soll der Europäischen Kommission, der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau und den nationalen Umwelt- und Transportministerien der Länder, in denen flussbauliche Projekte geplant werden, überreicht werden.

Darin fordert der WWF die Europäische Kommission und die Regierungen der Anrainerstaaten auf:

● Stoppen Sie die einseitigen und überzogenen Ausbaupläne, die die Donau in einen leblosen, Transportkorridor verwandeln würden!

● Schützen, erhalten und fördern Sie die gesamte Vielfalt und den Reichtum des Lebens in der Donau und ihren Auen!

● Entwickeln Sie eine umfassende und nachhaltige Lösung für eine verträgliche Nutzung des Flusses für die verschiedene Bedürfnisse – nicht nur für die Schifffahrt, sondern auch zum Beispiel für Fischerei, Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz.

● Die Schiffe müssen dem Fluss angepasst werden und nicht der Fluss den Schiffen!

Sofern Sie es noch nicht getan haben: Bitte unterzeichnen auch Sie die WWF-Petition – ganz einfach online oder im Ausdruck, wenn Sie mehrere Unterschriften sammeln wollen.

Linz Europa-Tour 2008

Auch diesen Sommer unterstützte Hubert von Goisern die WWF-Aktion  und mit seiner Band per Schiff auf der „Linz Europa-Tour“ den Rhein-Main-Donau-Kanal hinauf bis nach Rotterdam und von dort wieder zurück nach Linz.

23 Stops machte Hubert von Goiserns schwimmende Bühne dieses Jahr, bei viele war das Donau-Kampagnen Team dabei.  So zum Beispiel beim Auftaktkonzert in Österreich, in Obermühl inmitten der beeindruckenden Naturlandschaft der "Schlögener Donauschlinge". Hier vollzieht die Donau eine Kehrtwende um 180 Grad von südlicher in nördliche Laufrichtung und anschließend zurück Richtung Osten. Dieser Flussmäander inmitten einer malerischen Waldlandschaft gilt neben der Wachau zu den schönsten Donauabschnitten Österreichs und ist Teil einer der markantesten Flusslandschaften Mitteleuropas: dem Durchbruchstal der Donau zwischen Vilshofen in Bayern und Aschach in Öberösterreich.

Weiter gings mit einem Konzert in Deggendorf im Zentrum des letzten längeren ungestauten Donauabschnitts in Deutschland. Auf etwa 70 Kilometern Länge, zwischen Straubing und Vilshofen, ist die Donau noch ein frei fließender, lebendiger Fluss, an dem die Aue noch im Takt von Niedrig- und Hochwasser „atmet und gedeiht. Nur etwa vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt das Naturschutzgebiet „Isarmündung. Dieses ist mit gut 800 Hektar Größe eines der bedeutendsten Auegebiete Deutschlands.

Im Sommer 2009 werden alle Künstler, die die Tour mitgestaltet haben, beim Hafenfestival in Linz, der Europäischen Kulturhauptstadt 2009, wieder zusammentreffen. Bis dahin wird bei der Donau-Kampagne zwar die Lautstärke ein bisschen zurückgedreht – aber ruhig wird es noch lange nicht. Mit Ihrer Unterschrift können Sie uns weiterhin beim Schutz der Donau unterstützen.