Ein Affe namens 'Guter Mann'
Mausmaki auf Madagaskar nach WWF-Experten benannt

- Blumen für den frisch Entdeckten: Der "Goodman-Mausmaki". © WWF
Eine Forschergruppe um den Göttinger Zoologen Peter Kappeler vom Deutschen Primatenzentrum hat auf Madagaskar eine neue Affenart entdeckt. Der bislang unbekannte Halbaffe gehört zur Familie der Mausmakis und wurde im Sommer 2005 auf den wissenschaftlichen Namen 'Microcebus lehilahytsara' getauft. Der schwer auszusprechende zweite Namensteil ist madagassisch und bedeutet übersetzt etwa 'guter Mann', auf Englisch 'good man'.
Die Wissenschaftler ehren damit den Madagaskarexperten und langjährigen WWF-Mitarbeiter Steven M. Goodman. Der Biologe arbeitet seit über 15 Jahren auf Madagaskar und hat in dieser Zeit bereits mehr als ein Dutzend neuer Arten beschrieben – jedoch noch keinen Affen. Auf Deutsch wird die neue Art 'Goodman-Mausmaki' heißen.
Die Familie der Mausmakis kommt nur auf Madagaskar vor. Bisher sind acht Arten bekannt. Der WWF setzt sich auf Madagaskar seit mehr als 40 Jahren für den Erhalt dieser einzigartigen 'Schatzkammer des Lebens' ein.
Die einmalige Natur der Insel ist stark bedroht. Von den einst undurchdringlichen Wäldern ist nicht allzu viel übrig geblieben. Seit die Menschen Madagaskar vor rund 2.000 Jahren besiedelten, ist die Natur auf dem Rückzug: 90 Prozent des Waldes fielen dem stetig wachsenden Bedarf an Äckern und Weiden bis heute zum Opfer.

