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Mehr Schutz auch unter Wasser

Neue Meeresschutzzonen für die Ostsee

© BfN / Krause-Hübner
© BfN / Krause-Hübner

Süßwasser aus den Flüssen und Salzwasser aus der Nordsee mischen sich so, dass zum Beispiel vor Rügen das Wasser nur noch ein Drittel so salzig ist wie das Nordseewasser. Hier gibt es Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen, die beides vertragen, Salz- und Süßwasser. Neben den wertvollen Küstenlebensräumen der Ostsee ist auch unter Wasser die Vielfalt groß: Seegraswiesen, Steinfelder, Laichkrautwälder, Miesmuschelbänke oder Schilfzonen sind nur einige von ihnen. 

Die Ostsee hat nur einen Zugang zum Weltmeer und ist mit 55 Metern im Durchschnitt relativ flach. Natürliche Salz- und Sauerstoffarmut machen sie deshalb besonders empfindlich gegenüber Belastungen: Schnell bleibt ihr die Luft weg. Eingeschwemmte Nährstoffe aus der Landwirtschaft und aus Siedlungen sowie Verkehr, Kiesabbau und Uferverbauung gefährden die Unterwasser Lebensräume und verändern die natürliche Küste. Der Fischreichtum wird durch Überfischung gefährdet. Schadstoffe aus den letzten 60 Jahren belasten immer noch Fische und Robben.

Die flachen Gebiete der Ostsee, besonders die Bodden und Haffe, sind auch Rastplatz für Vögel wie Kraniche, Gänse und Watvögel auf ihrem Zugweg zwischen Nordosteuropa und Atlantikküste. Feuchtwälder bieten Seeadler und Weißstorch Lebensraum, Salzwiesen und tausende von Inseln bieten Raubseeschwalben oder seltenen Watvögeln Bruträume. Drei Robbenarten und der Schweinswal bewohnen noch Teile der Ostsee.

© WWF / Annika Magdorf
Kreideküste Jasmund. © WWF / Annika Magdorf

Ostsee-Nationalparks – einzigartige Naturlandschaften

1990 wurden kurz vor der deutschen Wiedervereinigung zwei Nationalparks an der Ostseeküste eingerichtet: Jasmund und Vorpommersche Boddenlandschaft. Trotz vieler Nutzungsinteressen wurden seither auch mit WWF-Hilfe Störungen in den empfindlichen Lebensräumen gemildert und beseitigt. So konnten wertvolle Buchenwälder vor dem Abholzen gerettet werden. Das Militär bleibt heute außen vor und inzwischen sind die Nationalparks Aushängeschilder für Naturschutz und Tourismus. Das Nationalparkzentrum am Königsstuhl auf Rügen ist ein gutes Beispiel, wie Perlen des Naturschutzes touristische Höhepunkte werden können.

Partnerschaften für mehr Schutz

In einem Wasservogelparadies, das gleichzeitig eines der wichtigsten deutschen Küsten-Angelreviere ist – dem Greifswalder Bodden –, beschreitet der WWF Naturschutz-Neuland: In freiwilligen Vereinbarungen konnte die Umweltstiftung Angler und Wassersportler der Region überzeugen, sich zu mehr Naturschutz zu verpflichten. Sie beteiligen sich sogar an der Kontrolle der Vereinbarungen gemeinsam mit dem WWF. Die bisherigen Erfolge zeigen, dass dieser Weg funktioniert.

Auf Rügen wurde mit der Entwicklung von Qualitätskriterien für Naturtourismus gezeigt, dass Tourismus und Naturschutz Partner sein können.

Das WWF-Projektbüro in Stralsund arbeitet gemeinsam mit anderen WWF-Organisationen und vielen nationalen Fachbehörden an Konzepten, wie die Ostsee-Natur am besten dauerhaft geschützt werden kann – gegen Gefahren durch die  Schifffahrt. Über und unter Wasser. Ein wichtiges Projekt in diesem Zusammenhang ist das Projekt „BALANCE“ für eine nachhaltige Raumnutzung (mher Infomrationen dazu finden Sie rechts).


Weitere Informationen

Balanceakt Ostsee: Das jüngste Meer der Welt >>

Steckbrief Ostsee >>

Die Rippenqualle - gefährlicher Alien? >>

In englischer Sprache

Die Seiten von BALANCE

WWF International: Safeguarding the treasures of the Baltic Sea

Die Seiten der Helsinki Comission (HELCOM)

Typische Tiere der Ostsee und ihrer Küste:

Dorsch >>

Kegelrobbe >>

Seeadler >>

Grauer Kranich >>

Ihre Spende zählt!

Reisen in WWF-Projekte

Downloads

 Hintergrundinformation: Die Arbeit des WWF für die Ostsee

 Projektinformation: BALANCE

 Ostsee-Schweinswal: Kleine Wale in großer Not

Kontakt

WWF-Projektbüro Ostsee
Knieperwall 1
18439 Stralsund
Tel.: 03831 297018
E-Mail schreiben



Titel: Ostsee

Link: http://www.wwf.de/regionen/ostsee/


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