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Rettungsaktion für den Elefantenwald

12. April 2006

WWF ruft unter www.wwf.de zu E-Mail-Aktion an den indonesischen Präsidenten auf: Die weitere Abholzung der Regenwälder muss sofort gestoppt werden.

 

Frankfurt, 12. April 2006: Seit Wochen hält das Schicksal von zehn Waldelefanten auf der indonesischen Insel Sumatra die Mitarbeiter des WWF in Atem: Die Tiere waren von der Forstbehörde der Provinz Riau gefangen genommen und in Ketten gelegt worden und vegetieren seither ohne ausreichende Versorgung vor sich hin. Ein Elefant kollabierte bereits und wird nur noch mit Infusionen am Leben gehalten. Zuvor hatten die wild lebenden Elefanten auf der Suche nach Nahrung in Siedlungen und Plantagen gewütet und die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Nach Ansicht der WWF-Waldexpertin Nina Griesshammer sind die Elefanten die unschuldigen Opfer der rigorosen Urwaldzerstörung, die sich seit Jahrzehnten in Indonesien abspielt: 'Die Holz- und Palmölindustrie stößt gnadenlos in die Wälder vor und zerstört die Heimat der Elefanten. Menschen und Tiere machen sich gegenseitig den Platz streitig.'

 

 

 

Der WWF ruft weltweit in einer E-Mail-Aktion die Menschen dazu auf, den indonesischen Präsidenten zum sofortigen Stopp der Abholzung der Regenwälder zu bewegen. Nur so kann die Heimat und das Leben der letzten Waldelefanten auf Sumatra gerettet werden. Auch in Deutschland können die Menschen zur Rettung der vom Aussterben bedrohten Sumatra-Elefanten und der indonesischen Regenwälder beitragen: Unter www.wwf.de/elefantenaktion kann jeder Internetnutzer eine E-Mail an den indonesischen Präsidenten versenden. Darin wird die Regierung aufgefordert, die weitere Vernichtung der Wälder durch illegalen Holzeinschlag und durch die Umwandlung in riesige Plantagen für die Produktion von Holz, Zellstoff und Palmöl zu verhindern. Stattdessen sollen zusätzliche Nationalparks und Wildreservate ausgewiesen werden, in denen die Elefanten und andere Bewohner des Dschungels vom Menschen unbehelligt leben können.

 

 

 

Das aktuelle Elefantendrama in der Provinz Riau spielt sich bereits seit mehreren Wochen ab: Anfang März waren sechs Elefanten, darunter ein Kalb, vergiftet aufgefunden worden. Offensichtlich hatte jemand versucht, sich die 'Eindringlinge' vom Leib zu halten. Eine etwa 51 starke Herde, der auch die zehn in Ketten gelegten Elefanten angehören, vagabundiert seit Wochen durch Dörfer und Plantagen.

 

 

 

Nach Angaben des WWF ist die Zahl der Waldelefanten in der Provinz Riau in den letzten sieben Jahren um die Hälfte auf nur noch etwa 350 bis 400 Tiere gesunken. Schuld sind der Raubbau der Regenwälder und die daraus resultierenden Konflikte zwischen Menschen und Tieren.

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