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		<title>www.wwf.de: Aktuelle Nachrichten</title>
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		<lastBuildDate>Sun, 12 Feb 2012 09:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Fischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigt</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/fischen_ohne_grenzen_ein_drittel_der_welt_meere_durch_fischerei_geschaedigt/</link>
			<description>WWF Bericht: EU Flotte verdreifacht ihren Aktionsradius in 50 Jahren</description>
			<content:encoded><![CDATA[Hamburg - Die Fangflotten der Weltfischerei breiten sich über den gesamten Globus aus und hinterlassen dabei Spuren. Seit 1950 haben sie ihren zerstörerischen Aktionsradius verzehnfacht: 100 Millionen Quadratkilometer werden so intensiv befischt, dass die Ökosysteme bereits stark geschädigt sind. Das entspricht einem Drittel der Oberfläche des gesamten Weltmeeres. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute veröffentlichter WWF Bericht, der den über Jahrzehnte wachsenden Druck der Fischerei in einer animierten Weltkarte veranschaulicht.
<br />„Sinkende Fänge in heimischen Gewässern sorgen dafür, dass die Industriestaaten die wachsende Nachfrage mit Fisch aus weit entlegenen Regionen und den Gewässern von Entwicklungsländern decken“, fasst Uwe Johannsen vom WWF zusammen. Trotz stark gewachsenen Fischereiaufwands erbeuten die Flotten seit den siebziger Jahren immer weniger und kleinere Fische. „Wir haben die Meere gründlich ausgebeutet. Es ist ein Zeichen für Überfischung, wenn mit mehr Aufwand nicht auch mehr Fisch gefangen wird und nur noch Jungfisch ins Netz geht“, so Johannsen weiter.<br /><br />Auch die Fangflotte der EU fischt intensiv in fremden Meeren: Bereits 30 Prozent des unter EU-Flagge gefangenen Fisches stammen aus nicht-europäischen Fangregionen. Das intensiv befischte Einsatzgebiet der europäischen Fischer hat sich binnen 50 Jahren verdreifacht. Gefischt wird beispielsweise Seehecht vor Westafrika, aber auch Holzmakrele vor Südamerika sowie Thunfisch im Indischen Ozean. Heute unterhält die EU 13 Fischereiabkommen mit Drittstaaten. Aber der Schaden ist nicht auf die Küstenregionen begrenzt. Auch für die internationalen Gewässer, in denen z.B. die weit wandernden Thunfische anzutreffen sind, weist die Karte große rote Gebiete aus, die durch massive Befischung bereits geschädigt sind. Hochseeflotten aus Europa werden auch in Regionen aktiv, die längst unter starkem Fischereidruck aus aller Welt stehen. „Wir exportieren das Überfischungsproblem“, sagt Uwe Johannsen „Und solange es Treibstoffsubventionen aus Brüssel gibt, bleiben die weiten Fangfahrten für die EU-Fischerei lukrativ.“<br /><br />Der WWF fordert, dass im Rahmen der laufenden EU-Fischereireform diesem zerstörerischen Exportmodell ein Riegel vorgeschoben wird. „Egal, wo Europas Flotte im Einsatz ist, sie muss umwelt- und bestandsschonend fischen, wenn sie eine Zukunft haben will“ so Johannsen. Fischereiabkommen müssen laut WWF als echte Partnerschaften geschlossen werden. Es dürften nur Fischbestände genutzt werden, die intakt sind und nur Fisch gefangen werden, den das Partnerland selbst nicht nutzen kann. Die Europäischen Megatrawler dürften den Kleinfischern nicht den Fang streitig machen.<br /><br /><b>Anmerkung zur Studie/Karte:</b><br />Die vom WWF beauftrage Studie wurde vom Projekt „Sea Around Us“ der Universität Vancouver durchgeführt. Die Karte verdeutlicht, dass nicht nur die befischte Fläche zugenommen hat, sondern auch die Intensität der Nutzung. Um die Auswirkungen der Fischerei auf die Ökosysteme zu messen, analysierten die Wissenschaftler die benötigte Primärproduktion (PPR). Sie steht für die Energie, die es braucht, um pflanzliches Plankton über die Nahrungskette in Fisch umzuwandeln. Die blauen Flächen in der Karte stehen für mindestens 10 Prozent Entnahme der PPR, orange für mindestens 20 Prozent und rot weist auf eine Entnahme von mindestens 30 Prozent der PPR hin. Ein Wert von über 30 Prozent PPR-Entnahme bedeutet, dass die Fischerei mindestens ein Drittel der gesamten Primärproduktion eines Gebietes entnimmt. Ein Vergleich mit den Fangstatistiken zeigt, dass viele Bestände in den roten Gebieten überfischt sind. Im globalen Maßstab trägt die Europäische Fischerei signifikant zu der Belastung der Fischbestände bei.<span id="1327398739328S"></span>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			<category><a href="/themen/politik/" title="Politik">Politik</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 10:30:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Grüne Gentechnik und Grüne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/gruene_gentechnik_und_gruene_woche_regierung_foerdert_mit_400_millionen_euro/</link>
			<description>WWF: Kein Steuergeld für Grüne Gentechnik / Deutscher Öko-Anteil bei Landwirtschaft hinter...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - Zum Start der „Grünen Woche“ und der geplanten Großdemonstration unter dem Motto „Wir haben es satt!“ am Samstag in Berlin, kritisiert der WWF die Förderpolitik der Bundesregierung. Die ökologische werde gegenüber der konventionellen Landwirtschaft noch immer massiv benachteiligt. So würden für ökologischen Landbau und andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft gerade einmal Forschungsgelder in Höhe von 8 Mio. Euro pro Jahr bereitgestellt. Im Gegensatz dazu wird die Bioökonomie-Forschung, die auch auf Gentechnik und Biotechnologie setzt, pro Jahr mit 400 Millionen Euro gefördert.
„Die Förderpolitik der Bundesregierung ist gegen die Mehrheit der Deutschen gerichtet, die Gentechnik in der Landwirtschaft klar ablehnt. Ein höherer Anteil an ökologischer Landwirtschaft käme zudem Umwelt, Mensch und Kulturlandschaft zu Gute“, kritisiert Tanja Dräger de Teran, Referentin Ernährung beim WWF Deutschland. Auch die Förderung für die Umstellung oder Beibehaltung von Öko-Betrieben stehe auf „wackeligen Beinen“. So hat Schleswig-Holstein diese bereits 2010 als erstes Bundesland eingestellt. Insgesamt sei die Förderung zwischen 2004 und 2009 um elf Prozent gesunken. Damit befände sich das einstige Vorreiterland im europäischen Mittelfeld wieder. „Statt die Förderung zu verbessern wird die Förderung eingefroren. So lassen sich die ambitionierten, nationalen Nachhaltigkeitsziele nicht erreichen“, kritisiert Dräger de Teran.
Im Jahr 2002 wurde festgelegt, den Anteil der Öko-Anbaufläche in Deutschland bis 2010 auf 20% zu erhöhen. Tatsächlich lag der Anteil vor zwei Jahren gerade einmal bei 5,9%. Damit steht Deutschland weit hinter Ländern wie Österreich (18,5 %), Schweden (12,8 %), Tschechien (10,6) oder Estland (12,8). Seitens der Bundesregierung heißt es nunmehr vage, man „beabsichtigt, die Rahmenbedingungen für den Umstieg so zu gestalten, dass in den nächsten Jahren ein Anteil von 20 % erreicht werden kann“. Der WWF bezeichnete diese Absichtserklärung als „vollkommen unzureichend und den Interessen von Verbrauchern und Umwelt widersprechend“.
Nach einer aktuellen WWF-Studie landen in Deutschland jedes Jahr Nahrungsmittel auf dem Müll, für deren Produktion eine Fläche von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns benötigt wird. „Statt weiterhin eine Intensivierung der industriellen Landwirtschaft zu verfolgen, sollten wir besser mit unseren Ressourcen wirtschaften. Die Zukunft im Agrar-Bereich ist ‚Bio‘, auch wenn die Bundesregierung das noch nicht erkannt zu haben scheint“, sagt Dräger de Teran. So habe inzwischen auch die Welternährungsorganisation FAO erklärt, dass ein &quot;Weiter wie bisher&quot; keine Option sei. Das Paradigma eines intensiven Ackerbaus werde den Aufgaben des Jahrhunderts nicht gerecht, so die FAO.&nbsp;
]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 09:45:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Sonntagsbraten für die Mülltonne</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/sonntagsbraten_fuer_die_muelltonne/</link>
			<description>Studie: Weggeworfene Nahrungsmittel und ein ungesunder Fleischkonsum verschwenden vier Millionen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>WWF-Expertin: „Als würden wir die Ernte eines Ackers von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns einfach wegwerfen.“&nbsp;</b>
Berlin - Pro Person und Jahr landen in Deutschland rund 80 Kilogramm Nahrungsmittel auf dem Müll. Eine aktuelle WWF-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei Vermeidung dieser unnötigen Verluste weltweit eine Fläche von über 2,4 Mio. Hektar „gewonnen“ werden könnte. „Derzeit ist es so, als würden wir Mecklenburg-Vorpommern in einen einzigen, riesigen Acker umwandeln und die eingefahrene Ernte einfach wegwerfen“, verdeutlicht Tanja Dräger de Teran, Referentin Ernährung beim WWF Deutschland die Ergebnisse der Studie. Weitere 1,8 Millionen Hektar würden nach WWF-Berechnungen frei, wenn jeder Bundesbürger, wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen, maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche essen würde. Das entspräche einer Fläche von der Größe Sachsens. Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche jedoch fast doppelt so viel Fleisch wie von Gesundheitsexperten angeraten. &nbsp;&nbsp;
Insgesamt beansprucht Deutschland nach WWF-Angaben für Ernährung weltweit eine Fläche von 18,8 Mio. Hektar jährlich. Demzufolge machen der zu hohe Fleischkonsum und die Lebensmittel-Verschwendung mit zusammengerechnet über vier Millionen Hektar rund 20 Prozent des deutschen Flächenbedarfs für Nahrungsmittel aus. Vor allem in Argentinien, Brasilien und anderen Ländern Südamerikas gerieten durch das deutsche Konsumverhalten wertvolle Ökosysteme unter massiven Druck, so der WWF. „Die Generation unserer Großeltern hat auch weniger Fleisch gegessen und Nahrungsmittel nicht einfach auf den Müll geworfen. Zu diesem Bewusstsein sollten wir zurückkehren - im Sinne unserer Gesundheit und des Umweltschutzes“, fordert Dräger de Teran. &nbsp;&nbsp;
&nbsp;Obwohl Fleisch nicht einmal zu einem Fünftel zur Welternährung beitrage, sei die Viehwirtschaft bereits heute der mit Abstand größte, globale Landnutzer. Derzeit wird rund ein Drittel der gesamten Landoberfläche unseres Planeten als Weideland oder Ackerfläche zur Futtermittelproduktion, vor allem Soja, genutzt. „Würden sich die Deutschen gesünder ernähren und sorgsamer mit Lebensmittel umgehen, wären wesentlich weniger Sojaimporte nötig - umgerechnet eine Fläche von&nbsp; ungefähr 700.000 Hektar“, sagt Dräger de Teran. Dies entspräche in etwa dem jährlichen Zuwachs an Sojaanbauflächen in Brasilien. &nbsp;&nbsp;
Sich „gesund ernähren“ bedeute jedoch auch, von einem Lebensmittel weniger, von anderen Lebensmitteln durchaus mehr zu konsumieren. Dieses veränderte Essverhalten wurde nach WWF-Angaben in den Szenarien mit berücksichtigt. So wird beispielsweise eine um 800.000 Hektar größere Anbaufläche für die verstärkte Nachfrage nach Getreide benötigt. Zum Vergleich: Derzeit beansprucht Deutschland dem WWF zufolge 8,42 Millionen Hektar, nur um den Fleischkonsum seiner Bewohner zu sichern. Das entspricht einer Fläche von der Größe Österreichs.&nbsp;]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 19:21:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Schlag das Fleisch!</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/schlag_das_fleisch/</link>
			<description>Slam the Meat! - Redewettbewerb zur WWF-Fleischfrage im Berliner Roadrunners Club</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Einer aktuellen WWF-Studie zufolge braucht Deutschland eine Fläche von der Größe Österreichs, nur&nbsp; um den Fleischkonsum seiner Bewohner zu sichern. Der weltweit steigende Hunger nach Fleisch heizt das Klima an und trägt zum Artensterben bei. Bereits heute ist die Fleischindustrie der mit Abstand größte, globale Landnutzer.  
Um auf die ökologischen Auswirkungen des Fleischkonsums hinzuweisen und eine breite Diskussion zu starten, stellt der WWF die Fleischfrage. Der WWF und die Berliner Speaker's Corner heben den Vorhang zu &quot;Slam the Meat&quot; im Roadrunners Club. Mit knackigen Reden,&nbsp; köstliche Witze und saftige Argumente können alle Interessierten um die Gunst des Publikums ringen. Ob vegetarischer Stammtischredner oder Grillpoet - allen steht die Bühne offen. Die Zuschauer entscheiden dann, wer &quot;King of the Meat Slam&quot; wird. Dem Sieger winken Ruhm und Ehre sowie zwei Monate lang&nbsp; gratis jede Woche eine Obst- und Gemüsekiste von Regiotopia.  &nbsp; 
 Wer Lust hat kann spontan am 10. November vorbeikommen und sich auf die Bühen wagen oder reserviert schon vorbei fünf Minuten Redezeit mit einer kurzen E-Mail an <link fleischfrage@wwf.de - mail "mail">fleischfrage@wwf.de</link>&nbsp;&nbsp;  
Für den musikalischen Beigeschmack vor und nach der Show sorgt DJ Jean Luc Cravallo. &nbsp;
 <b>Wann?</b><br />Donnerstag, den 10. November 2011<br />Einlass ab 18 Uhr, Beginn des Slams um 19.30 Uhr &nbsp; 
<b>Wo? </b><br /> Roadrunners Club <br />Saarbrücker Straße 24 <br />10405 Berlin  <br />(Nähe U-Bahn Rosa-Luxemburg-Platz)<br /> <link http://www.roadrunners-paradise.de/ - external-link-new-window "externalLinkInNewWindow">http://www.roadrunners-paradise.de/</link> &nbsp;
<b>Eintritt frei!</b>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 11:46:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Fleisch frisst Land</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/fleisch_frisst_land/</link>
			<description>WWF-Studie: Deutscher Fleischkonsum beansprucht Fläche von der Größe Österreichs. /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Berlin - Eine Fläche von der Größe Österreichs wird benötigt, um den Hunger auf Fleisch der Deutschen zu befriedigen. Einer aktuellen WWF-Studie zufolge braucht Deutschland 8,42 Millionen Hektar, nur um den Fleischkonsum seiner Bewohner zu sichern. „Der weltweit steigende Hunger nach Fleisch hat einen bitteren Beigeschmack. Er heizt das Klima an und trägt zum Artensterben bei“, warnt Tanja Dräger de Teran, Referentin Ernährung beim WWF Deutschland anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Fleisch frisst Land“ in Berlin. Obwohl Fleisch nicht einmal zu einem Fünftel der Welternährung beitrage, sei die Viehwirtschaft bereits heute der mit Abstand größte, globale Landnutzer. Außerdem verursache sie bis zu 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Im Durchschnitt isst jeder Bundesbürger rund 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr – und damit fast doppelt so viel wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen. &nbsp; 
Derzeit wird ungefähr ein Drittel der gesamten Landoberfläche als Weideland oder Ackerfläche zur Futtermittelproduktion genutzt. Tendenz steigend, denn es werden immer mehr Tiere gehalten. Ein entscheidender Bestandteil des Futtermittels stellt inzwischen Soja dar. So hat sich nach WWF-Berechnungen die Soja-Anbaufläche in Argentinien seit 2000 um über 190 Prozent auf heute etwa 17 Millionen Hektar, in Brasilien um über 160 Prozent auf heute etwa 22 Millionen Hektar ausgeweitet. „Mehr als drei Viertel der deutschen Soja-Einfuhren stammt aus Südamerika. Dort bedroht der Anbau inzwischen einmalige Ökoregionen, wie etwa die brasilianische Savanne, den Cerrado mit seinem enormen Artenreichtum“, sagt Dräger de Teran. Von den über sechs Millionen Tonnen Soja, die Deutschland jährlich importiert, würden 79 Prozent als Futtermittel eingesetzt, so die WWF-Expertin.  &nbsp; 
Noch deutlicher wird der enorme „Flächen-Fußabdruck“ von Fleisch, wenn man ihn mit dem Abdruck anderer Lebensmittel vergleicht. Während der jährliche Fleischkonsum eines Durchschnittsdeutschen gut 1000 Quadratmeter beansprucht, benötigt der Kartoffelverbrauch nur 15 Quadratmeter pro Kopf und Jahr. Auch bei typischen Gerichten ragt die Bedeutung des Fleisches heraus. So hat laut WWF-Angaben ein Hamburger mit Pommes und Salat einen Flächenbedarf von etwa 3,61 Quadratmeter, ein Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen bringt es auf immerhin 3,12 Quadratmeter. Zum Vergleich: Spaghetti mit Tomatensauce schlagen nach den Berechnungen der Umweltschützer mit gerade einmal 0,46 Quadratmetern zu Buche.  &nbsp; 
Um die negativen, ökologischen Auswirkungen des Fleischkonsums zu mindern, rät der WWF, nicht nur weniger, sondern auch besseres Fleisch zu essen. Empfehlenswert seien Produkte, die nach den Kriterien des EU-Biosiegels, der Bio-Anbauverbände und dem Produktionsverband Neuland hergestellt wurden. Auch „Weidefleisch“ stelle eine Alternative dar. Doch nicht nur die Verbraucher seien gefordert, auch die Fleischindustrie und die EU-Agrarpolitik müssten endlich den Gedanken der Nachhaltigkeit konsequent umsetzen, so die Forderung des WWF. Dazu gehöre auch, heimische Futtermittel in der EU wieder verstärkt zu fördern, um zukünftig vermehrt Soja ersetzen zu können. &nbsp;
Um im Internet eine möglichst breite Diskussion über die Folgen des Fleischkonsums anzustoßen, startet der WWF eine Online-Aktion mit dem Titel „Die Fleischfrage“. Internetnutzer werden aufgefordert über Facebook und twitter Freunden und Bekannten Fragen zum Thema Fleischkonsum zu stellen, so die Debatte anzuregen und mit Experten im Chat zu diskutieren. Mehr Infos unter&nbsp;<link http://fleischfrage.wwf.de/ - external-link-new-window "externalLinkInNewWindow">fleischfrage.wwf.de</link>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/waelder/" title="Wälder">Wälder</a></category>
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			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			
			
			<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 10:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Enie und Philipp lieben den Wald</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/enie_und_philipp_lieben_den_wald/</link>
			<description>Enie van de Meiklokjes und WWF-Waldexperte Philipp Göltenboth über die Faszination des Waldes und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Jedes Jahr werden Waldflächen in der Größenordnung Griechenlands vernichtet – 13 Millionen Hektar. Das entspricht einer Fläche von 35 Fußballfeldern in der Minute. Besonders bedroht sind die Tropenwälder – auf sie entfallen mehr als 90 Prozent der jährlichen Entwaldung. Im UN-Jahr der Wälder 2011 macht der WWF auf die Gefahren der Waldzerstörung mit seiner Wald.Meister-Kampagne aufmerksam und lädt dazu ein, bewusster und nachhaltiger mit der Ressource Holz umzugehen. 
Auf <link http://www.waldmeister2011.de/ - external-link-new-window "externalLinkInNewWindow">www.waldmeister2011.de</link> kann jeder mitmachen und sich – wie Enie van de Meiklokjes – für den Erhalt des Waldes einsetzen.  
In einem Interview schildern Enie und Philipp, was sie am Wald fasziniert und wie man zu seinem Schutz beitragen kann.  &nbsp; 
<b>Wart ihr schon einmal in einem Regenwald? Wie war es dort? </b>
<b>Enie:</b> Ich war leider noch nie in einem Regenwald, nur in Leipzig in einem „nachgestellten“. Das war allerdings sehr interessant und ich fand es toll, dass sowohl der Regenwald bei Tag als auch bei Nacht nachempfunden wurde. Also hat man auch mitbekommen wie sich die Geräusche und Farben verändern. Da es sich um eine Ausstellung in einem runden Turm handelte, gab es einen 360° Eindruck und der war schon fantastisch! 
 <b>Philipp:</b> Vor nicht allzu langer Zeit war ich im Regenwald in Ekuador. Dort hilft der WWF den Ureinwohnern den Wald zu schützen. Das war sehr spannend. Besonders toll fand, dass ich mit rosa Flussdelfinen schwimmen konnte. 
 <b>Hast du schon im Regenwald übernachtet? Kann man da überhaupt schlafen, oder machen die vielen Tiere nicht unheimlichen Krach?  </b>
<b>Philipp:</b> In Ekuador haben wir im Regenwald übernachtet – in Hängematten, die wir zwischen zwei Bäumen aufgespannt hatten. Um nicht ganz nass zu werden, hängten wir Planen darüber. Laut war es nicht, aber die Mücken haben gestört. Zum Schutz hatten wir Moskito-Netze dabei. Gestochen wurden wir aber trotzdem, weil die Mücken von unten durch die Hängematte stachen.  
<b>Was findest Du an Tropenwäldern spannend, Enie? </b>
<b>Enie:</b> Das spannendste an den Tropenwäldern sind wohl die vielen Grüntöne, Geräusche und Tiere. Einfach die Vielfalt der Natur. Bei den Tieren zum Beispiel fasziniert es mich wie die sich so verstecken können, optisch (lacht). 
<b>Manche Wälder sind riesig groß. Wie findet man sich dort zurecht, Philipp? Hast Du Dich schon einmal verlaufen? </b>
 <b>Philipp:</b> Zum Glück haben uns Ureinwohner begleitet, die den Wald genau kennen. Auf dem Rückweg wurden wir von der Dämmerung überrascht. Es war plötzlich so dunkel, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte. Trotzdem konnten sich die Ureinwohner ganz ohne Lampen orientieren, sogar mehrere Flüsse haben wir durchquert. Ohne ihre Hilfe hätten wir uns bestimmt verlaufen. 
<b>Man hört immer wieder, dass die Tropenwälder in Gefahr sind. Warum ist das so?</b>  
<b>Enie:</b> Die Wälder verschwinden leider immer mehr durch Brandrodungen oder selektive Rodungen, d.h. einzelne Bäume werden gefällt und mit Traktoren aus dem Wald gezogen. Da diese Bäume meist sehr groß sind, entstehen Löcher im Wald.
 <b>Philipp:</b> Vor allem wir Menschen sind für das Verschwinden verantwortlich. Viele Wälder werden abgebrannt, damit auf den Flächen Rinder weiden können. Oder sie werden abgeholzt, um Futter für Rinder und Schweine anzubauen. Damit wir Menschen diese Tiere dann schlachten und essen können.  
<b>Was können wir dagegen tun?</b> 
<b>Philipp:</b> Wenn wir weniger Fleisch essen, müssen nicht mehr so viele Tiere gefüttert werden und weniger Wald verschwindet. Und wir können beim Papierkauf darauf achten, dass es ein FSC-Zeichen trägt, denn FSC-Papier vernichtet keinen Regenwald. 
 <b>Enie:</b> Wir könnten und sollten versuchen Papier einzusparen, dann müsste man weniger Bäume fällen. Man kann auch auf Recycling-Papier zurück greifen, das tue ich auch. Und man sollte sich mal Gedanken machen über seinen Papierkonsum, da gibt es unzählige Möglichkeiten zu sparen. &nbsp;]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/waelder/" title="Wälder">Wälder</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 11:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tag der Tropenwälder: Bettina Wulff ruft zu Waldschutz auf</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/tag_der_tropenwaelder-1/</link>
			<description>Bettina Wulff engagiert sich für WWF-Aktion „Deutschland wird Wald.Meister“</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - Bettina Wulff, die Ehefrau des Bundespräsidenten, nutzte den Tag des Tropenwaldes für einen eindringlichen Appell zu verstärktem Naturschutz. Bei einer symbolischen Aktion des WWF installierte Deutschlands First Lady gemeinsam mit 90 Berliner Kindern einen 35 Meter großen luftgefüllten Urwaldriesen, um gemeinsam mit dem WWF auf die Zerstörung der Wälder aufmerksam zu machen. Bettina Wulff verwies auf den Zusammenhang zwischen der Zerstörung der Tropenwälder und dem verschwenderischen Konsum in den Industrieländern. Man müsse gemeinsam an einem Strang ziehen, um diese Entwicklung zu stoppen. Neben Politik und Unternehmen könne jeder einzelne etwas tun um seinen „Waldkonsum“ zu reduzieren. „Die Wälder der Erde sind eine unglaubliche Schatzkammer der Natur. Sie produzieren unseren Sauerstoff zum Atmen und bilden so das Fundament, auf dem die Menschheit steht. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Kindern und Kindeskindern, diesen Schatz für kommende Generationen zu bewahren.“ 
Eberhard Brandes, Vorstand des WWF, unterstrich auf der Veranstaltung die Bedeutung des Waldes. „Tropenwälder sind überlebenswichtig. Hier lebt nicht nur fast die Hälfte aller beschriebenen Tier- und Pflanzenarten, sondern sie sind auch Lebensraum und Speisekammer für 1,6 Milliarden Menschen. Tropenwälder bieten wie kein anderes System auf Erden Umweltdienstleistungen in gigantischem Ausmaß. Ohne sie werden wir den Klimawandel niemals&nbsp; in den Griff bekommen. Zudem&nbsp; spielen die Wälder als natürliche Wasserspeicher eine wichtige Rolle: Ein Drittel der weltgrößten Städte beziehen einen bedeutenden Teil ihres Trinkwassers aus Waldschutzgebieten. Auch zahlreiche Grundstoffe gegen tödlich Krankheiten wachsen in den Tiefen des Dschungels“. 
Doch die Zukunft der „Grünen Lunge“ ist bedroht. Seit 1960 wurden mit 645 Millionen Hektar Tropenwälder in der Größe von halb Europa vernichtet. Rund um den Globus gehen jedes Jahr rund 13 Millionen Hektar Wald verloren – so viel wie 35 Fußballfelder pro Minute. Auf Berlin übertragen würde eine Waldfläche in der Größe des Berliner Tiergartens (210 Hektar) in weniger als acht Minuten abgeholzt. Ein Tempo, das in den Tropenwäldern schon traurige Realität ist. 
Der WWF fordert&nbsp;eine rasche Umsetzung des Holzhandelsgesetzes (FLEGT - Forest Law Enforcement, Government and Trade). Das Gesetz verbietet illegal geschlagenes Holz auf den EU Markt zu bringen. Neben gesetzlichen Maßnahmen müsse man die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder vorantreiben. Um dem Wald einen Wert zu geben, damit zum Beispiel keine&nbsp; kostbaren Tropenwälder in Palmölplantagen umgewandelt werden, unterstützt der WWF die Entwicklung und Umsetzung von Zertifizierungssystemen. So gewährleistet das FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council), dass Holz und andere Waldprodukte aus einer verantwortungsvollen, umwelt- und sozialverträglichen Waldbewirtschaftung stammen.
Eberhard Brandes betont: „Jeder kann seinen Anteil zum Schutz der Wälder leisten.“ Der WWF hat dazu die Aktion „Deutschland wird Wald.Meister“ ins Leben gerufen. Auf einer eigenen Homepage (<link http://www.waldmeister2011.de/> www.waldmeister2011.de</link>) können sich Menschen zu einer eigenen kleinen guten Tat für die Rettung der Wälder verpflichten. Dazu gehört z.B. Papiersparen und beim Möbelkauf auf Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu achten.]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/waelder/" title="Wälder">Wälder</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 11:27:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fünf Jugendliche auf der Spur der Wölfe </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/fuenf_jugendliche_auf_der_spur_der_woelfe/</link>
			<description>WWF Jugend startet Aktion „Wolfsretter“. </description>
			<content:encoded><![CDATA[ Berlin - Das Jugendprogramm der Umweltschutzorganisation WWF hat seine Aktion „Wolfsretter“ gestartet. Seit dem Wochenende befinden sich fünf Teenager in der deutschen Wolfsregion Lausitz auf der Spur von Canis lupus. Ziel der Aktion sei es, so der WWF, Vorurteile über den angeblich „bösen Wolf“ abzubauen . Die fünf Teenager Kristina, Julius, Alice, Ines und Helen werden über eine Woche lang in der Lausitz unterwegs sein und live aus dem Land der Wölfe berichten. Unter <link http://www.wwf-jugend.de/wolfsretter - external-link-new-window "externalLinkInNewWindow"> www.wwf-jugend.de/wolfsretter</link> können Interessierte die Aktion über Blogbeiträge, Fotos und Video-Clips verfolgen. &nbsp; 
Die Jugendlichen werden in den kommenden Tagen nach Wolfslosungen suchen und diese im Naturkundemuseum Senckenberg in Görlitz auswerten. Ziel ist es außerdem, einen Wolf „vor die Linse“ zu bekommen. Daher wurden von den fünf Wolfsrettern Fotofallen im Wald angebracht. Beide Vorgehensweisen sind entscheidende Instrumente beim wissenschaftlichen Monitoring von Wolfs-Beständen. Außerdem steht der Besuch bei einem Schäfer auf dem Programm, der seine Herde durch einen speziell ausgebildeten „Herdenschutzhund“ vor Übergriffen schützt.  &nbsp; 
Gemeinsam mit Fährtenleser Jörg Ulbrich begeben sich die Jugendlichen auch im wörtlichen Sinn auf „die Spuren der Wölfe“. Wolfsspuren sind für das ungeübte Auge schwer erkennbar, da sie denen von Hunden ähnelten. Außerdem komme es auf den Untergrund, das Wetter und unzählige andere Faktoren an, ob man die Spur richtig lesen kann. &nbsp; 
<b>Hintergrund:</b> Die meisten Wölfe in Deutschland gibt es in der sächsischen Lausitz, wo inzwischen sechs Wolfsfamilien leben. Doch auch andere Bundesländer wie Brandenburg, Bayern, Niedersachsen und Hessen sind wieder „Wolfsländer“. Der WWF arbeitet seit einigen Jahren an Projekten zur Rückkehr der Wölfe in verschiedenen europäischen Ländern und entwickelt Maßnahmen mit Behörden und anderen Organisationen für die Art. Da sich die Tiere nicht an geographische Ländergrenzen halten, etablierte der WWF 1995 ein europäisches Netzwerk von Wissenschaftlern und Experten zum systematischen Austausch von Erfahrungen. ]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/artenschutz/" title="Artenschutz">Artenschutz</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 13:15:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Willkommen, KaZa!  </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/willkommen_kaza/</link>
			<description>Fünf afrikanische Staaten unterschreiben Staatsvertrag für größtes Naturschutzgebiet Afrikas</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Berlin - In der angolanischen Hauptstadt Luanda fällt heute der offizielle Startschuss für das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Erde. „Wir freuen uns sehr über diesen Meilenstein im südlichen Afrika und sprechen den beteiligten Regierungen unsere Anerkennung und Respekt aus. Die Vertreter aller beteiligten Staaten, viele NGOs vor Ort, und nicht zuletzt das deutsche Entwicklungsministerium und die KfW haben großen Anteil daran, dass aus der faszinierenden Vision eines afrikanischen Megaparks nun Wirklichkeit wird. Das Besondere an KaZa ist, dass es Naturschutz mit Armutsbekämpfung vereinen kann.“, freut sich WWF-Vorstand Eberhard Brandes. &nbsp;Beteiligt am KaZa-Naturpark sind die fünf Staaten Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe. Sie wollen 36 Schutzgebiete so vernetzen, dass ein zusammenhängendes Gebiet von 350.000 Quadratkilometern entsteht, in dem Tiere wie Elefanten, Leoparden und Flusspferde ungestört leben und wandern können. Der WWF unterstützt das KaZa-Projekt seit Jahren mit Expertenwissen und jährlich zwei Millionen Euro, &nbsp;das Entwicklungsministerium hat über die Entwicklungsbank KfW für das Projekt bislang 20 Millionen Euro bereitgestellt. &nbsp; &nbsp;
„Die unvergleichliche Natur dieser Region wirkt wie ein Magnet auf Touristen. Aber in KaZa fließen die Einnahmen nicht an irgendwelche Investoren, sondern direkt an die Menschen“, sagt Philipp Goeltenboth, WWF-Experte für KaZa. „Das Land mit allen Naturschätzen gehört ihnen, den Stämmen und Dorfgemeinschaften. Sie entscheiden, was damit geschieht. Niemand, weder die Regierung noch irgendeine NGO, darf ihnen etwas vorschreiben. Deshalb schützen sie die Natur. Sie wissen, dass sie ihnen ihr Auskommen sichert.“ Nach WWF-Schätzungen gilt als Faustformel für KaZa: sieben Touristen sichern einen Arbeitsplatz, von dem in dieser Region bis zu 15 Menschen ernährt werden können. &nbsp;
 Für die Artenvielfalt der Region ist der Megapark laut WWF immens wichtig. Beispiel Elefanten: rund 300.000 der Tiere leben in KaZa, doch fast alle auf einem Fleck: 135.000 sind es in Botswana, nur 800 in Angola. In Botswana leidet die Artenvielfalt unter dem massiven Appetit der Elefanten. Die Wanderkorridore sollen hier Abhilfe schaffen und den Lebensraum der Elefanten wie auch vieler anderer Tiere erweitern. &nbsp; &nbsp;
„Die Idee zu KaZa ist 20 Jahre alt. Der WWF war von Anfang an als einer der Geburtshelfer dabei. Aber die wahren Treiber hinter der Idee sind die Stammeshäuptlinge und die Vertreter der beteiligten Länder, die alte Auseinandersetzungen hinter sich lassen und über den Naturschutz zu einer länderübergreifenden Vision finden“, sagt Philipp Goeltenboth. Willkürliche Grenzziehungen aus der Kolonialzeit seien dank KaZa bald Geschichte. &nbsp;]]></content:encoded>
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			<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 11:44:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Illegale Abholzung im Amazonas-Gebiet nimmt weiter zu </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/illegale_abholzung_im_amazonas_gebiet_nimmt_weiter_zu/</link>
			<description>Satellitendaten belegen drastischen Anstieg um 79 Prozent im ersten Halbjahr 2011</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - Die illegale Abholzung des Regenwaldes im brasilianischen Amazonas-Gebiet nimmt weiter zu. Dies zeigen die aktuellen Satellitendaten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (INPE) in Brasilia. Demnach wurden allein im Juni in Brasiliens Amazonas 312,7 Quadratkilometer Regenwald gerodet. Im Vergleich zu Juni 2010 bedeutet dies einen Anstieg um 28 Prozent. Insgesamt lag die Entwaldungsrate im ersten Halbjahr 2011 sogar 79 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. „Wir verlieren gerade stündlich wertvollen Wald, den uns niemand zurückgeben kann. Brasilien muss hart gegen die illegale Rodung vorgehen“, fordert Roberto Maldonado, Lateinamerika-Referent beim WWF Deutschland. &nbsp; 
Eine Ursache für die rasante Zunahme der illegalen Abholzung ist laut Maldonado die anstehende Novellierung des brasilianischen Waldgesetzes. Die geplante Änderung soll die Rodungsauflagen für Grundbesitzer lockern und verspricht eine Amnestie für zurückliegende illegale Abholzungen. 60 Prozent der von der Gesetzesänderung betroffenen Flächen liegen im Amazonas-Gebiet. Seit das Gesetz, das vor allem dem Wirtschaftswachstum dienen soll, debattiert wird, seien die Entwaldungszahlen in die Höhe geschnellt, so der WWF-Experte. Laut Maldonado verschwindet der Amazonas-Regenwald in Brasilien vor allem für die Agroindustrie, insbesondere für Rinderzucht und Soja-Anbau. &nbsp; &nbsp; 
„Brasilien hat sich 2009 auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen verpflichtet, die Zerstörung des Regenwaldes im Amazonasgebiet bis zum Jahr 2020 um 80 Prozent zu reduzieren“, sagt WWF-Referent Roberto Maldonado. „Dennoch steigt die Entwaldung weiter, mit allen negativen Folgen.“ Kommt die Gesetzesänderung, befürchtet der WWF verheerende Folgen für das Weltklima und die Artenvielfalt. &nbsp; &nbsp;]]></content:encoded>
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			<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 10:56:00 +0200</pubDate>
			
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