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		<title>www.wwf.de: Aktuelle Nachrichten</title>
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		<lastBuildDate>Sun, 12 Feb 2012 09:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Grüne Gentechnik und Grüne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/gruene_gentechnik_und_gruene_woche_regierung_foerdert_mit_400_millionen_euro/</link>
			<description>WWF: Kein Steuergeld für Grüne Gentechnik / Deutscher Öko-Anteil bei Landwirtschaft hinter...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - Zum Start der „Grünen Woche“ und der geplanten Großdemonstration unter dem Motto „Wir haben es satt!“ am Samstag in Berlin, kritisiert der WWF die Förderpolitik der Bundesregierung. Die ökologische werde gegenüber der konventionellen Landwirtschaft noch immer massiv benachteiligt. So würden für ökologischen Landbau und andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft gerade einmal Forschungsgelder in Höhe von 8 Mio. Euro pro Jahr bereitgestellt. Im Gegensatz dazu wird die Bioökonomie-Forschung, die auch auf Gentechnik und Biotechnologie setzt, pro Jahr mit 400 Millionen Euro gefördert.
„Die Förderpolitik der Bundesregierung ist gegen die Mehrheit der Deutschen gerichtet, die Gentechnik in der Landwirtschaft klar ablehnt. Ein höherer Anteil an ökologischer Landwirtschaft käme zudem Umwelt, Mensch und Kulturlandschaft zu Gute“, kritisiert Tanja Dräger de Teran, Referentin Ernährung beim WWF Deutschland. Auch die Förderung für die Umstellung oder Beibehaltung von Öko-Betrieben stehe auf „wackeligen Beinen“. So hat Schleswig-Holstein diese bereits 2010 als erstes Bundesland eingestellt. Insgesamt sei die Förderung zwischen 2004 und 2009 um elf Prozent gesunken. Damit befände sich das einstige Vorreiterland im europäischen Mittelfeld wieder. „Statt die Förderung zu verbessern wird die Förderung eingefroren. So lassen sich die ambitionierten, nationalen Nachhaltigkeitsziele nicht erreichen“, kritisiert Dräger de Teran.
Im Jahr 2002 wurde festgelegt, den Anteil der Öko-Anbaufläche in Deutschland bis 2010 auf 20% zu erhöhen. Tatsächlich lag der Anteil vor zwei Jahren gerade einmal bei 5,9%. Damit steht Deutschland weit hinter Ländern wie Österreich (18,5 %), Schweden (12,8 %), Tschechien (10,6) oder Estland (12,8). Seitens der Bundesregierung heißt es nunmehr vage, man „beabsichtigt, die Rahmenbedingungen für den Umstieg so zu gestalten, dass in den nächsten Jahren ein Anteil von 20 % erreicht werden kann“. Der WWF bezeichnete diese Absichtserklärung als „vollkommen unzureichend und den Interessen von Verbrauchern und Umwelt widersprechend“.
Nach einer aktuellen WWF-Studie landen in Deutschland jedes Jahr Nahrungsmittel auf dem Müll, für deren Produktion eine Fläche von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns benötigt wird. „Statt weiterhin eine Intensivierung der industriellen Landwirtschaft zu verfolgen, sollten wir besser mit unseren Ressourcen wirtschaften. Die Zukunft im Agrar-Bereich ist ‚Bio‘, auch wenn die Bundesregierung das noch nicht erkannt zu haben scheint“, sagt Dräger de Teran. So habe inzwischen auch die Welternährungsorganisation FAO erklärt, dass ein &quot;Weiter wie bisher&quot; keine Option sei. Das Paradigma eines intensiven Ackerbaus werde den Aufgaben des Jahrhunderts nicht gerecht, so die FAO.&nbsp;
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			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 09:45:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Sonntagsbraten für die Mülltonne</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/sonntagsbraten_fuer_die_muelltonne/</link>
			<description>Studie: Weggeworfene Nahrungsmittel und ein ungesunder Fleischkonsum verschwenden vier Millionen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>WWF-Expertin: „Als würden wir die Ernte eines Ackers von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns einfach wegwerfen.“&nbsp;</b>
Berlin - Pro Person und Jahr landen in Deutschland rund 80 Kilogramm Nahrungsmittel auf dem Müll. Eine aktuelle WWF-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei Vermeidung dieser unnötigen Verluste weltweit eine Fläche von über 2,4 Mio. Hektar „gewonnen“ werden könnte. „Derzeit ist es so, als würden wir Mecklenburg-Vorpommern in einen einzigen, riesigen Acker umwandeln und die eingefahrene Ernte einfach wegwerfen“, verdeutlicht Tanja Dräger de Teran, Referentin Ernährung beim WWF Deutschland die Ergebnisse der Studie. Weitere 1,8 Millionen Hektar würden nach WWF-Berechnungen frei, wenn jeder Bundesbürger, wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen, maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche essen würde. Das entspräche einer Fläche von der Größe Sachsens. Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche jedoch fast doppelt so viel Fleisch wie von Gesundheitsexperten angeraten. &nbsp;&nbsp;
Insgesamt beansprucht Deutschland nach WWF-Angaben für Ernährung weltweit eine Fläche von 18,8 Mio. Hektar jährlich. Demzufolge machen der zu hohe Fleischkonsum und die Lebensmittel-Verschwendung mit zusammengerechnet über vier Millionen Hektar rund 20 Prozent des deutschen Flächenbedarfs für Nahrungsmittel aus. Vor allem in Argentinien, Brasilien und anderen Ländern Südamerikas gerieten durch das deutsche Konsumverhalten wertvolle Ökosysteme unter massiven Druck, so der WWF. „Die Generation unserer Großeltern hat auch weniger Fleisch gegessen und Nahrungsmittel nicht einfach auf den Müll geworfen. Zu diesem Bewusstsein sollten wir zurückkehren - im Sinne unserer Gesundheit und des Umweltschutzes“, fordert Dräger de Teran. &nbsp;&nbsp;
&nbsp;Obwohl Fleisch nicht einmal zu einem Fünftel zur Welternährung beitrage, sei die Viehwirtschaft bereits heute der mit Abstand größte, globale Landnutzer. Derzeit wird rund ein Drittel der gesamten Landoberfläche unseres Planeten als Weideland oder Ackerfläche zur Futtermittelproduktion, vor allem Soja, genutzt. „Würden sich die Deutschen gesünder ernähren und sorgsamer mit Lebensmittel umgehen, wären wesentlich weniger Sojaimporte nötig - umgerechnet eine Fläche von&nbsp; ungefähr 700.000 Hektar“, sagt Dräger de Teran. Dies entspräche in etwa dem jährlichen Zuwachs an Sojaanbauflächen in Brasilien. &nbsp;&nbsp;
Sich „gesund ernähren“ bedeute jedoch auch, von einem Lebensmittel weniger, von anderen Lebensmitteln durchaus mehr zu konsumieren. Dieses veränderte Essverhalten wurde nach WWF-Angaben in den Szenarien mit berücksichtigt. So wird beispielsweise eine um 800.000 Hektar größere Anbaufläche für die verstärkte Nachfrage nach Getreide benötigt. Zum Vergleich: Derzeit beansprucht Deutschland dem WWF zufolge 8,42 Millionen Hektar, nur um den Fleischkonsum seiner Bewohner zu sichern. Das entspricht einer Fläche von der Größe Österreichs.&nbsp;]]></content:encoded>
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			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 19:21:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Palmölmarkt unter der Lupe</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/palmoelmarkt_unter_der_lupe/</link>
			<description>WWF-Ranking bewertet Produzenten und Händler von Palmöl</description>
			<content:encoded><![CDATA[Kota Kinabalu (Malaysia) / Berlin - Palmöl findet sich in jedem deutschen Supermarkt und ist doch fast unsichtbar. Es steckt in Margarine, Pizza und Schokolade genauso wie in Reinigungs- und Waschmitteln, Cremes und Lippenstiften. Doch die Produktion des Tropenöls&nbsp; hat dramatische Auswirkungen auf die Natur. Nach wie vor werden wertvolle Regenwälder vor allem in Indonesien und Malaysia für Plantagen geopfert. Eine Marktanalyse des WWF belegt, dass viele Unternehmen, die mit dem Rohstoff handeln und ihn verarbeiten, das Problem durchaus erkannt haben und zunehmend auf nachhaltig angebautes Öl setzen. Der Weg zu einer wirklich nachhaltigen Produktion ist aber nach wie vor weit. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 
Im Rahmen einer internationalen Untersuchung hat der WWF 64 deutsche Unternehmen befragt und die so genannten „Palmöl-Scorecards“ erstellt. Sie untersuchen und bewerten die Einkaufspolitik von Produzenten, Händlern und Abnehmern. Darunter bekannte Marken wie Henkel, REWE oder Milupa.&nbsp; Immerhin 23 Firmen erhielten mehr als die Hälfte der maximalen Punkte. Spitzenreiter unter den deutschen Unternehmen sind Henkel und Werner &amp; Mertz mit der Höchstpunktzahl. Keine Rückmeldung gab es von Aldi Nord und Lidl, die dadurch auf den letzten Plätzen landeten. Im Mittelfeld finden sich Firmen wie Dr. Oetker und Vortella. &nbsp; 
Positiv bewertet wurden Unternehmen, die Mitglied am Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl (RSPO) sind. Der RSPO wurde ins Leben gerufen, um eine umwelt- und sozialverträgliche Produktion des Pflanzenöls voranzutreiben. Weiterhin konnten die Unternehmen mit einer klaren Selbstverpflichtung zur kompletten Umstellung auf nachhaltig produziertes Palmöl bis zum Jahre 2015 punkten. Wichtig war dem WWF die Markttransparenz. Für konkrete Mengenangaben zur jährlichen Nutzung von Palmöl und dessen Herkunft konnten die Firmen weitere Pluspunkte sammeln. &nbsp; 
„Nachhaltiges Palmöl ist zumindest in Deutschland kein Ladenhüter mehr“, betont Martina Fleckenstein, Leiterin des Fachbereichs EU-Politik, Landwirtschaft und Biomasse beim WWF Deutschland. „Trotzdem gibt es noch einiges zu optimieren. Die Befragung ist eine Momentaufnahme und kein Blankoscheck für die Zukunft.“ Je größer die Nachfrage nach zertifiziertem Palmöl bei Verbrauchern ist, desto größer werde der Druck auf die Produzenten. Der WWF empfiehlt Verbrauchern, möglichst Produkte von Unternehmen zu kaufen, die sich zu zertifiziertem und nachhaltigem Palmöl bekennen und Produkte mit dem RSPO-Siegel anbieten“. &nbsp; 
Die „Palmöl-Scorecards“ wurden mit Hilfe eines zweistufigen Verfahrens erstellt. In der ersten Phase wurde das Verhalten der Unternehmen anhand öffentlich zugänglicher Daten, wie Nachhaltigkeitsberichten, analysiert. Auf dieser Basis wurde eine erste Bewertung an die befragten Unternehmen geschickt. In einem zweiten Schritt konnten die Firmen darlegen, welche Schritte sie in Bezug auf nachhaltiges Palmöl eingeleitet haben. Die finale Bewertung setzt sich aus beiden Datenquellen zusammen. &nbsp; 
Die „Palmöl Scorecards“ wurden anlässlich des Treffens der weltgrößten Produzenten, Händler und Käufer beim Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl vorgestellt, der vom 22. bis 24. November in Kota Kinabalu in Malaysia stattfindet. Der RSPO hat insgesamt derzeit 549 ordentliche Mitglieder, 61 davon kommen aus Deutschland. &nbsp;]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			<category><a href="/themen/waelder/" title="Wälder">Wälder</a></category>
			
			
			<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 12:20:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schlag das Fleisch!</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/schlag_das_fleisch/</link>
			<description>Slam the Meat! - Redewettbewerb zur WWF-Fleischfrage im Berliner Roadrunners Club</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Einer aktuellen WWF-Studie zufolge braucht Deutschland eine Fläche von der Größe Österreichs, nur&nbsp; um den Fleischkonsum seiner Bewohner zu sichern. Der weltweit steigende Hunger nach Fleisch heizt das Klima an und trägt zum Artensterben bei. Bereits heute ist die Fleischindustrie der mit Abstand größte, globale Landnutzer.  
Um auf die ökologischen Auswirkungen des Fleischkonsums hinzuweisen und eine breite Diskussion zu starten, stellt der WWF die Fleischfrage. Der WWF und die Berliner Speaker's Corner heben den Vorhang zu &quot;Slam the Meat&quot; im Roadrunners Club. Mit knackigen Reden,&nbsp; köstliche Witze und saftige Argumente können alle Interessierten um die Gunst des Publikums ringen. Ob vegetarischer Stammtischredner oder Grillpoet - allen steht die Bühne offen. Die Zuschauer entscheiden dann, wer &quot;King of the Meat Slam&quot; wird. Dem Sieger winken Ruhm und Ehre sowie zwei Monate lang&nbsp; gratis jede Woche eine Obst- und Gemüsekiste von Regiotopia.  &nbsp; 
 Wer Lust hat kann spontan am 10. November vorbeikommen und sich auf die Bühen wagen oder reserviert schon vorbei fünf Minuten Redezeit mit einer kurzen E-Mail an <link fleischfrage@wwf.de - mail "mail">fleischfrage@wwf.de</link>&nbsp;&nbsp;  
Für den musikalischen Beigeschmack vor und nach der Show sorgt DJ Jean Luc Cravallo. &nbsp;
 <b>Wann?</b><br />Donnerstag, den 10. November 2011<br />Einlass ab 18 Uhr, Beginn des Slams um 19.30 Uhr &nbsp; 
<b>Wo? </b><br /> Roadrunners Club <br />Saarbrücker Straße 24 <br />10405 Berlin  <br />(Nähe U-Bahn Rosa-Luxemburg-Platz)<br /> <link http://www.roadrunners-paradise.de/ - external-link-new-window "externalLinkInNewWindow">http://www.roadrunners-paradise.de/</link> &nbsp;
<b>Eintritt frei!</b>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 11:46:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fleisch frisst Land</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/fleisch_frisst_land/</link>
			<description>WWF-Studie: Deutscher Fleischkonsum beansprucht Fläche von der Größe Österreichs. /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Berlin - Eine Fläche von der Größe Österreichs wird benötigt, um den Hunger auf Fleisch der Deutschen zu befriedigen. Einer aktuellen WWF-Studie zufolge braucht Deutschland 8,42 Millionen Hektar, nur um den Fleischkonsum seiner Bewohner zu sichern. „Der weltweit steigende Hunger nach Fleisch hat einen bitteren Beigeschmack. Er heizt das Klima an und trägt zum Artensterben bei“, warnt Tanja Dräger de Teran, Referentin Ernährung beim WWF Deutschland anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Fleisch frisst Land“ in Berlin. Obwohl Fleisch nicht einmal zu einem Fünftel der Welternährung beitrage, sei die Viehwirtschaft bereits heute der mit Abstand größte, globale Landnutzer. Außerdem verursache sie bis zu 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Im Durchschnitt isst jeder Bundesbürger rund 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr – und damit fast doppelt so viel wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen. &nbsp; 
Derzeit wird ungefähr ein Drittel der gesamten Landoberfläche als Weideland oder Ackerfläche zur Futtermittelproduktion genutzt. Tendenz steigend, denn es werden immer mehr Tiere gehalten. Ein entscheidender Bestandteil des Futtermittels stellt inzwischen Soja dar. So hat sich nach WWF-Berechnungen die Soja-Anbaufläche in Argentinien seit 2000 um über 190 Prozent auf heute etwa 17 Millionen Hektar, in Brasilien um über 160 Prozent auf heute etwa 22 Millionen Hektar ausgeweitet. „Mehr als drei Viertel der deutschen Soja-Einfuhren stammt aus Südamerika. Dort bedroht der Anbau inzwischen einmalige Ökoregionen, wie etwa die brasilianische Savanne, den Cerrado mit seinem enormen Artenreichtum“, sagt Dräger de Teran. Von den über sechs Millionen Tonnen Soja, die Deutschland jährlich importiert, würden 79 Prozent als Futtermittel eingesetzt, so die WWF-Expertin.  &nbsp; 
Noch deutlicher wird der enorme „Flächen-Fußabdruck“ von Fleisch, wenn man ihn mit dem Abdruck anderer Lebensmittel vergleicht. Während der jährliche Fleischkonsum eines Durchschnittsdeutschen gut 1000 Quadratmeter beansprucht, benötigt der Kartoffelverbrauch nur 15 Quadratmeter pro Kopf und Jahr. Auch bei typischen Gerichten ragt die Bedeutung des Fleisches heraus. So hat laut WWF-Angaben ein Hamburger mit Pommes und Salat einen Flächenbedarf von etwa 3,61 Quadratmeter, ein Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen bringt es auf immerhin 3,12 Quadratmeter. Zum Vergleich: Spaghetti mit Tomatensauce schlagen nach den Berechnungen der Umweltschützer mit gerade einmal 0,46 Quadratmetern zu Buche.  &nbsp; 
Um die negativen, ökologischen Auswirkungen des Fleischkonsums zu mindern, rät der WWF, nicht nur weniger, sondern auch besseres Fleisch zu essen. Empfehlenswert seien Produkte, die nach den Kriterien des EU-Biosiegels, der Bio-Anbauverbände und dem Produktionsverband Neuland hergestellt wurden. Auch „Weidefleisch“ stelle eine Alternative dar. Doch nicht nur die Verbraucher seien gefordert, auch die Fleischindustrie und die EU-Agrarpolitik müssten endlich den Gedanken der Nachhaltigkeit konsequent umsetzen, so die Forderung des WWF. Dazu gehöre auch, heimische Futtermittel in der EU wieder verstärkt zu fördern, um zukünftig vermehrt Soja ersetzen zu können. &nbsp;
Um im Internet eine möglichst breite Diskussion über die Folgen des Fleischkonsums anzustoßen, startet der WWF eine Online-Aktion mit dem Titel „Die Fleischfrage“. Internetnutzer werden aufgefordert über Facebook und twitter Freunden und Bekannten Fragen zum Thema Fleischkonsum zu stellen, so die Debatte anzuregen und mit Experten im Chat zu diskutieren. Mehr Infos unter&nbsp;<link http://fleischfrage.wwf.de/ - external-link-new-window "externalLinkInNewWindow">fleischfrage.wwf.de</link>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/waelder/" title="Wälder">Wälder</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			
			
			<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 10:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>EU Agrarreform: Viel Schatten, wenig Licht </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/eu_agrarreform_viel_schatten_wenig_licht/</link>
			<description>WWF warnt, die europäische Agrarreform in den Sand zu setzen</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Berlin - Nachdem die Europäische Kommission heute ihre Pläne für eine künftige gemeinsame Agrarpolitik (CAP) vorgelegt hat, ist die Ernüchterung groß. „Offensichtlich wurden die ehemals ambitionierten Pläne von EU Kommissar Dacian Ciolos, die üppigen Subventionen an die europäischen Bauern an Umweltauflagen zu koppeln, in weiten Teilen kassiert“, bemängelt Matthias Meissner, Landwirtschaftsreferent beim WWF Deutschland. Leider seien die ursprünglichen Pläne des Kommissars offenbar für Teile der EU-Kommission und viele Mitgliedstaaten zu visionär gewesen.  &nbsp; 
Wird der jetzt vorliegende Entwurf für die EU Agrarreform umgesetzt, können die europäischen Landwirte bis 2020 auf 372 Milliarden Euro an Beihilfen hoffen. Der Großteil davon wird weiter als so genannte Direktzahlungen „quasi mit der Gießkanne“ verteilt. Die Zahlungen bemessen sich im Wesentlichen an der Größe der bewirtschafteten Höfe. „Mit dem Beharren auf einem anachronistischen System wird man die gewaltigen Zukunftsaufgaben in Zeiten knapper Kassen kaum lösen können“, warnt Matthias Meissner vom WWF. &nbsp; 
Immerhin könnten die Einkommenszahlungen ab 2014 an so genannte Begrünungskomponenten gekoppelt sein. Bei Nichteinhaltung könnten den Landwirten die Direktzahlungen gestrichen werden. Ob dieser poltische Joker allerdings sticht, ist ungewiss, denn die Begrünungskomponenten wurden bis zur Unkenntlichkeit beschnitten, heißt es vom WWF. Ciolos hat für diesen Joker gekämpft, jetzt komme es auf die Mitgliedsstaaten und das Europäische Parlament an, dieses Instrument zu schärfen. Der WWF fordert , dass am Ende des politischen Prozesses eine Agrarpolitik steht, die Direktzahlungen nur noch gewährt, wenn jeder Landwirt Fruchtfolgen einhält, die den Namen verdienen, zehn Prozent seiner Fläche für den Naturschutz bereit hält und Dauergrünland endgültig schützt.  
Der WWF empfiehlt der Bundesregierung auf ihren wissenschaftlichen Beirat zu hören, der zwei Tage vor der Veröffentlichung der Legislativvorschläge eine wirkliche ökologische Qualifikation der Agrarzahlungen gefordert habe. „Europa kann es sich nicht leisten, Milliarden leichtfertig zur Erfüllung von Partikularinteressen in den Mitgliedstaaten zu verschwenden“, so Matthias Meissner abschließend. &nbsp;]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			
			
			<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 17:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kommissionsvorschlag zum EU-Haushalt: Alles andere als Grün   </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/kommissionsvorschlag_zum_eu_haushalt_alles_andere_als_gruen/</link>
			<description>WWF vermisst Umwelt-Aspekte in heute präsentierten Vorschlag der EU-Kommission  </description>
			<content:encoded><![CDATA[ Berlin - Der WWF ist enttäuscht über den heutigen Vorschlag der EU-Kommission zum künftigen EU-Haushalt. Der Vorschlag sei visionslos und alles andere als ein Schritt Richtung Grüner Wirtschaft. Der WWF fordert gravierenden Nachbesserungen.  &nbsp;
 Beispiel Artenvielfalt: „Ohne eine kräftige Finanzspritze kann der Verlust der Artenvielfalt in Europa bis 2020 nicht gestoppt werden. Die EU investiert nicht genug in ihr Naturkapital“, sagt Günter Mitlacher, Leiter Biologische Vielfalt beim WWF. Für das europäische Netz von Naturschutzgebieten und den Kampf gegen die Verschlechterung des Zustandes von Arten und Lebensräumen gebe es in der EU-Schatulle nur 2,4 Milliarden Euro. „Das ist nicht mehr als bisher. So kann der Artenverlust bis 2020 nicht gestoppt werden.“ Die Summe stehe eklatant im Widerspruch zur neuen Biodiversitätsstrategie, die die EU-Umweltminister erst in der vergangenen Woche beschlossen hatten. Notwendig sind nach Berechnungen des WWF mindestens 7 Milliarden Euro aus dem LIFE-Programm. &nbsp; 
WWF-Agrarreferent Matthias Meissner bemängelt die Vorschläge zu den Direktzahlungen: „Die Verringerung der Direktzahlungen um rund 50 Milliarden Euro für die Zeit von 2014 bis 2020 darf nicht von den Mitgliedstaaten genutzt werden, die vorgesehenen Umweltkriterien zu verwässern.“ Durch die zusätzliche Reduzierung der Gelder für die Ländliche Entwicklung drohe die Gefahr, dass aus konkreten Umweltprogrammen wieder eine reine Einkommensübertragung an Landwirte werde. „Das würde die Agrarpolitik um Jahrzehnte zurückwerfen. Frau Aigner und letztlich Frau Merkel dürfen dies nicht zulassen“.  &nbsp; 
Der WWF fordert, dass klare Umweltaspekte wie etwa Klima- und Gewässerschutz oder den Erhalt von Biodiversität bei Subventionszahlungen der Regionalpolitik berücksichtigt werden. „Leider fehlen hierfür klare Hinweise im Vorschlag“, sagt WWF EU-Referent Peter Torkler.]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/politik/" title="Politik">Politik</a></category>
			<category><a href="/themen/biologische-vielfalt/" title="Biologische Vielfalt">Biologische Vielfalt</a></category>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			
			
			<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 12:49:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wer weniger wegschmeißt, muss weniger anbauen </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/wer_weniger_wegschmeisst_muss_weniger_anbauen/</link>
			<description>Zur Ernährungskonferenz in Düsseldorf: Konzepte gegen Hunger basieren auf fragwürdigen FAO-Annahmen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Berlin - Die zur Bekämpfung der Hungerkrise von der Welternährungsorganisation FAO geforderte Steigerung der Lebensmittelproduktion um 70 Prozent bis 2050 basiert auf unvollständigen Annahmen. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie des WWF Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung. Demnach hat die FAO maßgebliche Faktoren wie den Klimawandel unbeachtet gelassen. Die von der FAO geforderte siebzig-prozentige Steigerung der Agrarproduktion verliert damit laut Studie weitgehend ihre politische Aussagekraft. Die FAO hatte auf Grundlage ihrer Berechnungen bislang stets eine weltweite Intensivierung der Landwirtschaft gefordert. Die Studie wurde von der Universität Hohenheim durchgeführt&nbsp; und wird heute anlässlich der zweitägigen FAO-Konferenz in Düsseldorf veröffentlicht. &nbsp; 
Die Studie ist die erste, die die FAO-Prognosen aus dem Jahre 2009 hinterfragt und analysiert. „Es war höchste Zeit, dass die FAO-Angaben unter die Lupe genommen werden. Sie sind der Grund, weshalb bislang alle über die Intensivierung der Landwirtschaft geredet haben, aber kaum einer über Verteilungs- und Effizienzfragen“, sagt Matthias Meissner, Agrarreferent beim WWF Deutschland. Die Produktionssteigerung sei nur ein kleiner Teil der Lösung. Wesentlich dringlicher sei es, dass Nahrungsmittel und knappe Produktionsmittel wie Wasser und Böden gerechter und effizienter genutzt würden. &nbsp; 
„Dank der Studie wissen wir, dass die FAO wichtige Faktoren wie die Reduzierung von Nachernteverlusten in ihrer Projektion unterbewertet gelassen hat. Außerdem hat sie beispielsweise den weltweiten Einkommenszuwachs extrem hoch angesetzt“, so Christine Chemnitz, Referentin für internationale Agrarpolitik der Heinrich-Böll-Stiftung.  &nbsp; 
WWF und Heinrich-Böll-Stiftung bemängeln vor allem, dass die FAO die Möglichkeiten, die Nachernteverluste zu reduzieren, zu wenig beachtet hat. Damit werden alle Lebensmittel und ihre Rohstoffe bezeichnet, die auf dem Weg zwischen Ernte und Verbraucher weggeworfen werden. „Die FAO vernachlässigt, dass ein Drittel aller Lebensmittel vom Acker direkt in den Abfall wandern“, so WWF-Experte Meissner. Meissner fordert eine „Effizienzrevolution in der gesamten Lebensmittelkette.“  &nbsp;
Laut WWF und Heinrich-Böll-Stiftung wäre schon bei einer Halbierung der Nachernteverluste nur noch eine Produktivitätssteigerung von 48 Prozent statt der von der FAO geforderten 70 Prozent nötig. Dazu müssten in Entwicklungs- und Schwellenländern die Transport- und Lagerungsbedingungen verbessert und in den Industrieländern die Wegwerfmentalität im Einzelhandel sowie bei den Verbrauchern gestoppt werden. Um dies umzusetzen, seien Visionen gefordert. Deshalb müssten weitaus mehr als die bisherigen fünf Prozent aller Agrarforschungsmittel in die Reduzierung von Nachernteverlusten gesteckt werden.&nbsp;  &nbsp; 
„Die FAO-Angaben haben bisher eine einseitige Intensivierungsdebatte für die weltweite Landwirtschaft beflügelt“, sagt Christine Chemnitz. „Dabei müssen wir jetzt darüber nachdenken, welche politischen Instrumente die richtigen Weichen stellen, um weltweit eine nachhaltige und gerechte Landwirtschaft zu erreichen.“ Die Verringerung des Fleischkonsums von Industrieländern sei ein weiterer wichtiger Baustein zur Stabilisierung der Welternährung. Außerdem sei es wichtig, dass die Industrieländer mit einer Verringerung des Fleischkonsums zur Stabilisierung der Welternährung beitrügen. Bereits ein Drittel weniger Fleischkonsum in OECD-Ländern würde gut 30 Millionen Hektar Ackerfläche, also praktisch die Fläche Deutschlands, für den Anbau frei machen.  ]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 May 2011 12:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>E 10: Gut gemeint – schlecht gemacht</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/e_10_gut_gemeint_schlecht_gemacht/</link>
			<description>Der WWF zur Einführung des E-10 Kraftstoffs</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - „Biokraftstoff kann ein wichtiger Baustein für den klimafreundlichen Umbau des Verkehrssektors sein, vorausgesetzt der Treibstoff wird nachhaltig erzeugt. E-10 ist dazu ein erster Schritt. Um negative Auswirkungen auf Klima und Artenschutz zu verhindern, müssen möglichst bald jedoch nicht nur Biokraftstoffe sondern alle Agrarrohstoffe strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen&quot;, fordert Martina Fleckenstein, Leiterin Landwirtschaft des WWF Deutschland. &nbsp; 
„Wir brauchen ein Gesamtkonzept für eine ambitionierte Senkung der Treibhausgase im Verkehrssektor. Dazu gehört die massive Steigerung der Energieeffizienz, die schnelle Einführung von Elektromobilität und die Einführung von nachhaltigen Biokraftstoffen. Die Mineralölkonzerne und die Automobilhersteller müssen von der Politik viel stärker in die Pflicht genommen werden. Beide haben bei der Einführung von E-10 eklatant versagt und versäumt die Verbraucher angemessen zu informieren. Sie tragen die Verantwortung für das jetzige Chaos. Eine Flickschusterei wie wir sie bei der Einführung von E 10 sehen, ist ein Desaster für den klimafreundlichen Umbau des Verkehrssektors als Teil einer CO<sub>2</sub>-armen Gesellschaft“, so Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland. ]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/klima-energie/" title="Klimaschutz">Klimaschutz</a></category>
			<category><a href="/themen/landwirtschaft/" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a></category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 14:29:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Verlierer des Biogas-Pokers      </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/die_verlierer_des_biogas_pokers/</link>
			<description>WWF: Fehlanreize im EEG fördern Maiswüsten und treiben Pachtpreise in die Höhe       </description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - Deutschland wird immer mehr zur Mais-Wüste. Zwischen 2005 und 2010 ist die Maisanbaufläche von 70.000 Hektar auf 600.000 Hektar hochgeschnellt, mit fatalen Folgen für Umwelt und Landwirtschaft, so eine WWF-Studie. Grund dafür sind falsche Förderanreize für Strom aus Biomasse im Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG). Das EEG belohnt Strom aus Biogas mit umgerechnet jährlich rund 3000 Euro pro Hektar. Das ist fast das Zehnfache dessen, was Bauern sonst pro Hektar durchschnittlich an EU-Förderungen erhalten. 
Die Folge: Investoren pachten oder kaufen im großen Stil Ackerflächen. Angebaut wird darauf hauptsächlich Energie-Mais. Ein für die Investoren lukratives Geschäft, das die Pachtpreise in die Höhe treibt und ganze Landstriche in Mais-Monokulturen verwandelt. 
„Das Erneuerbare Energien-Gesetz muss in dieser Hinsicht schnell und umfassend geändert werden“, fordert WWF-Agrarreferentin Tanja Dräger de Teran. „Es ist unsinnig, das halbe Land in Maisfelder zu verwandeln. So, wie er heute angebaut wird, vernichtet Mais die Artenvielfalt, belastet die Gewässer und trägt wertvollen Mutterboden ab.“ Die dramatische Ausweitung des Maisanbaus gefährde die nationalen Ziele zum Schutz der Biodiversität. 
Besonders irritierend: Für die Erzeugung von Bioethanol muss Mais Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, für Biogas hingegen nicht. „Das ist vollkommen unlogisch und muss sich umgehend ändern“, so die WWF-Expertin. Nach WWF-Angaben ist die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland von etwa 2000 im Jahr 2005 auf heute 6000 gestiegen. 
Der Biogas-Boom lässt die Pachtpreise in vielen Regionen Deutschlands anziehen. In Ostdeutschland haben sich die Pachtpreise für Agrarflächen laut WWF in den vergangenen drei Jahren beinahe verdreifacht. Landwirte haben beim Auslaufen ihrer Pachtverträge häufig das Nachsehen, weil die Anlagenbetreiber höhere Preise pro Hektar bieten. Rund 60 Prozent der deutschen Landwirte pachten Land. 
„Die derzeitige Situation zeigt, dass Bioenergie nicht per se umweltfreundlich oder nachhaltig ist. Es kommt sehr darauf an, woher die Rohstoffe stammen und wie sie angebaut werden“, sagt WWF-Expertin Dräger. Die Bundesregierung müsse nun schnell das EEG verbessern. Die geltenden Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe müssten auch für Energiepflanzen gelten, die zum Betrieb von Biogasanlagen angebaut werden.&nbsp;
<b>Die WWF-Forderungen zu Biogas in Kürze: </b>
<ol><li>Die derzeit geltenden Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe und flüssige Brennstoffe müssen auf den gesamten Anbau von Biomasse zur Erzeugung von Bioenergie ausgeweitet werden. </li><li>Die Vergütungsstruktur des EEG ist auf den Einsatz von Reststoffen aus der Landwirtschaft auszurichten (zum Beispiel Wirtschaftsdünger, biogene Reststoffe)&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</li><li>Die Vergütungssätze sollen kommunale Anlagen verstärkt fördern. </li><li>Eine ausgeglichene Stickstoffbilanz muss Voraussetzung für den Erhalt von Fördergeldern sein. </li><li>Biomasse sollte statt für Strom- und Wärmeerzeugung prioritär für Emissionsminderungen im Verkehrssektor eingesetzt werden (Biokraftstoffe), wo es z.B. im Güterverkehr keine vergleichbaren Alternativen gibt. </li></ol>]]></content:encoded>
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			<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 10:00:00 +0100</pubDate>
			
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