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		<title>www.wwf.de: Aktuelle Nachrichten</title>
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		<lastBuildDate>Mon, 13 Feb 2012 13:46:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Kanadisches Unternehmen sucht in deutschen Meeresschutzgebieten nach Öl</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/kanadisches_unternehmen_sucht_in_deutschen_meeresschutzgebieten_nach_oel/</link>
			<description>Umweltverbände bangen um letzte Schweinswale und fordern Reform des Bergrechts</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin – Dem vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswal droht eine neue Gefahr. Das Bergamt in Stralsund hat der kanadischen Firma Central European Petroleum CEP die Erkundung von Erdöl- und Erdgaslagerstätten in der deutschen Ostsee vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gestattet. Betroffen sind mindestens sechzehn Meeresschutzgebiete, die dem Schweinswal und anderen bedrohten und seltenen Meerestieren als Rückzugsgebiet dienen. Die deutschen Umweltverbände sehen darin eine Missachtung des Umweltrechts und kündigen scharfen Widerstand an.
Mehr als 13.800 Quadratkilometer Erlaubnisfelder hat CEP nach eigenen Angaben zugesprochen bekommen. Diese überschneiden sich mit Meeresschutzgebieten in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns und der deutschen „Ausschließlichen Wirtschaftszone“ der Ostsee. Hier leben die streng geschützten Schweinswale, Seehunde und Kegelrobben, seltene Fischarten wie Stör oder Finte und mehr als 20 geschützte Vogelarten wie Seetaucher und Flussseeschwalben. Die Umweltverbände kritisieren, dass CEP und das Bergamt Stralsund diese Tatsachen bewusst ignorieren und durch die geplanten seismischen Untersuchungen schwere Schäden in den einzigartigen und geschützten Gebieten riskieren.&nbsp;
Beim Einsatz der sogenannten 3D-Seismik werden in schneller Abfolge explosionsartige Knalle mit Schalldrücken von bis zu 265 dB (p-p) re1µPa erzeugt. Der Lärm kann insbesondere die geräuschempfindlichen Wale sowie andere Meerestiere direkt verletzen und zur Vertreibungen aus wichtigen Lebensräumen führen. Der Eingriff richtet sich nach Meinung der Umweltverbände gegen die Ziele der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie der Vogelschutzrichtlinie und verstößt wohl auch gegen artenschutzrechtliche Verbotstatbestände nach Bundesnaturschutzgesetz.
Die Umweltverbände NABU, Gesellschaft zur Rettung der Delfine, Gesellschaft zum Schutz der Meerssäugetiere, Whale and Dolphin Conservation Society, IFAW-Internationaler Tierschutz-Fonds, Deepwave, WWF Deutschland, BUND, M.E.E.R.e.V. und die Deutsche Umwelthilfe fordern deshalb vehement ein Verbot sämtlicher seismischer Untersuchungen in der Ostsee und einen effektiven Schutz der Meerestiere vor schallintensiven Eingriffen. Darüber hinaus sei eine Novellierung des deutschen Bergrechts nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre unumgänglich.&nbsp;
Die Umweltverbände erwarten für ihren Protest eine breite gesellschaftliche Unterstützung, da auch Fischerei und Tourismus durch die Pläne der Ölfirma erheblich beeinträchtigt werden.<span id="1328864032808S"></span>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 10:30:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Öl-Giganten versus Grauwale</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/oel_giganten_versus_grauwale/</link>
			<description>WWF startet weltweite Sachalin-Petition - Banken können Wale retten.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - Die Umweltschutzorganisation WWF hat diese Woche drei europäische Banken aufgefordert, das Aussterben der letzten 130 westlichen Grauwale zu verhindern. Die drei Banken BNP Paribas, Credit Suisse und Standard Chartered sind unter den Geldgebern für ein russisches Erdölförderprojekt vor der Küste der Insel Sachalin. Nächste Woche treffen Walexperten in Genf auf Mitarbeiter der betreffenden Kredithäuser und der russischen Ölgesellschaft „Sachalin Energy Investment Company“. Dort sollten die Banken entschieden gegen die neue Ölplattform auftreten. Der WWF startet außerdem eine weltweite Petition auf&nbsp;<link http://www.thelast130.org/ - external-link-new-window externalLinkInNewWindow>www.thelast130.org</link>&nbsp;gegen einen weiteren Ölabbau vor Sachalin.&nbsp;<br /><br />Der russische Erdölproduzent will vor der Insel eine dritte Ölbohrplattform errichten. Die Plattform soll gefährlich nahe am wichtigsten Einzugsgebiet der westlichen Grauwale stationiert werden. Von dieser westlichen Population existieren noch maximal 130 Tiere. Nur 26 von ihnen sind fort-pflanzungsfähige Weibchen. Der WWF rief deshalb die Geldgeber auf, das Projekt auf die bestehenden zwei Plattformen zu beschränken. Eine dritte Ölbohrinsel war nicht Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung und könnte zum endgültigen Aussterben der Art in diesem Gebiet führen. „Die westliche Grauwalpopulation steht am Rand der Ausrottung. Die dritte Plattform war nie Teil des Projektvorschlags. Wenn das durchgehen sollte, ist das ein Türöffner für weitere kritische Öl- und Gasförderprojekte in der Region“, warnt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. Der WWF ruft zum sofortigen Baustopp auf, bevor es für die Grauwale zu spät ist.&nbsp;<br /><br />Im Sommer und Herbst suchen die westlichen Grauwale vor der Küste Sachalins ihre Nahrung, bevor sie ihre Winterwanderung nach Süden antreten. Sie müssen sich genügend Fett anfressen um das restliche Jahr überleben zu können. Grauwale sind die einzigen Wale, die ihr Futter am Meeresboden suchen, indem sie das Meeresbett aufwühlen und wirbellose Kleintiere mit ihren Barten aus dem Wasser filtern.&nbsp;<br /><br />Die seichten Gewässer nahe bei Sachalin sind die einzigen Gewässer, wo die Kälber von ihren Muttertieren lernen wie man frisst. Wenn die Ausbaupläne der Ölgesellschaft weiter vorangetrieben werden, steigt das Risiko, dass die Tiere durch den Lärm und seismische Untersuchungen vertrieben werden. Auch erhöht sich die Gefahr von Meeresverschmutzungen durch den Austritt von Öl, giftigen Substanzen und Schiffskollisionen.<span id="1328780944443S"></span>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/artenschutz/" title="Artenschutz">Artenschutz</a></category>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 10:47:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Leben im Ozean: WWF-Film auf der Berlinale</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/leben_im_ozean_wwf_film_auf_der_berlinale/</link>
			<description>„The Mirror Never Lies“ – eine preisgekrönte Geschichte über das Leben des Bajo-Meeresvolks im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - Der WWF schickt in diesem Jahr einen Beitrag auf die Berlinale: Der indonesische Film „The Mirror Never Lies“ der jungen Regisseurin Kamila Andini über das Meeresvolk der Bajo entstand in Kooperation mit dem WWF Indonesien. Der in Asien mehrfach preisgekrönte Spielfilm richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen und ist eine Hommage an die Natur und die Hoffnung.
<br />Die Geschichte: Inmitten des Indischen Ozeans, in einer Hüttensiedlung auf dem Meer, lebt die 12-jährige Pakis. Ihr Vater kehrt eines Tages nicht vom Fischen zurück. Die anderen Kinder sagen, er sei tot. Doch Pakis hofft weiter. Die Erinnerungen an ihn und seine Erzählungen vom Meer und den Winden lassen sie nicht los. Ihr ständiger Begleiter ist ein kleiner Spiegel, den er ihr geschenkt hat. In ihm sucht sie nach der Wahrheit, während die Mutter versucht, ein Leben ohne den Mann und Vater aufzubauen. Als der Delfin-Forscher Tudo aus Jakarta unvermittelt in das Leben der beiden tritt, verschärft sich der Konflikt zwischen Mutter und Tochter und die Geschichte nimmt eine spannende Wendung.&nbsp;
Die 25-jährige Regisseurin Kamila Andini erzählt in ihrem Debut in wundervollen Bildern von einem Leben in und mit einer Natur, die ihre Entbehrungen an Luxus durch ihre Fülle an Schönheit aufwiegt. Drehort war der Wakatobi-Nationalpark im für seine Artenvielfalt berühmten Korallendreieck. Das bedrohte UNESCO-Weltnaturerbe ist Heimat der Bajos, einem Volk von Seenomaden, deren Kultur auf einem Leben im Einklang mit dem Meer basiert.
<br /><b>Berlinale-Vorführungen:</b>&nbsp;The Mirror Never Lies ist ab 10 Jahren freigegeben und wird am 15., 16. und 17. Februar auf der Berlinale in der Kategorie „Generation Kplus“ gezeigt. Adji Santoso, der technische Leiter des Filmprojekts, ist ab dem 15. Februar in Berlin und steht für Interviews bereit.<br /><span id="1328707090813S">&nbsp;</span>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 09:50:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigt</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/fischen_ohne_grenzen_ein_drittel_der_welt_meere_durch_fischerei_geschaedigt/</link>
			<description>WWF Bericht: EU Flotte verdreifacht ihren Aktionsradius in 50 Jahren</description>
			<content:encoded><![CDATA[Hamburg - Die Fangflotten der Weltfischerei breiten sich über den gesamten Globus aus und hinterlassen dabei Spuren. Seit 1950 haben sie ihren zerstörerischen Aktionsradius verzehnfacht: 100 Millionen Quadratkilometer werden so intensiv befischt, dass die Ökosysteme bereits stark geschädigt sind. Das entspricht einem Drittel der Oberfläche des gesamten Weltmeeres. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute veröffentlichter WWF Bericht, der den über Jahrzehnte wachsenden Druck der Fischerei in einer animierten Weltkarte veranschaulicht.
<br />„Sinkende Fänge in heimischen Gewässern sorgen dafür, dass die Industriestaaten die wachsende Nachfrage mit Fisch aus weit entlegenen Regionen und den Gewässern von Entwicklungsländern decken“, fasst Uwe Johannsen vom WWF zusammen. Trotz stark gewachsenen Fischereiaufwands erbeuten die Flotten seit den siebziger Jahren immer weniger und kleinere Fische. „Wir haben die Meere gründlich ausgebeutet. Es ist ein Zeichen für Überfischung, wenn mit mehr Aufwand nicht auch mehr Fisch gefangen wird und nur noch Jungfisch ins Netz geht“, so Johannsen weiter.<br /><br />Auch die Fangflotte der EU fischt intensiv in fremden Meeren: Bereits 30 Prozent des unter EU-Flagge gefangenen Fisches stammen aus nicht-europäischen Fangregionen. Das intensiv befischte Einsatzgebiet der europäischen Fischer hat sich binnen 50 Jahren verdreifacht. Gefischt wird beispielsweise Seehecht vor Westafrika, aber auch Holzmakrele vor Südamerika sowie Thunfisch im Indischen Ozean. Heute unterhält die EU 13 Fischereiabkommen mit Drittstaaten. Aber der Schaden ist nicht auf die Küstenregionen begrenzt. Auch für die internationalen Gewässer, in denen z.B. die weit wandernden Thunfische anzutreffen sind, weist die Karte große rote Gebiete aus, die durch massive Befischung bereits geschädigt sind. Hochseeflotten aus Europa werden auch in Regionen aktiv, die längst unter starkem Fischereidruck aus aller Welt stehen. „Wir exportieren das Überfischungsproblem“, sagt Uwe Johannsen „Und solange es Treibstoffsubventionen aus Brüssel gibt, bleiben die weiten Fangfahrten für die EU-Fischerei lukrativ.“<br /><br />Der WWF fordert, dass im Rahmen der laufenden EU-Fischereireform diesem zerstörerischen Exportmodell ein Riegel vorgeschoben wird. „Egal, wo Europas Flotte im Einsatz ist, sie muss umwelt- und bestandsschonend fischen, wenn sie eine Zukunft haben will“ so Johannsen. Fischereiabkommen müssen laut WWF als echte Partnerschaften geschlossen werden. Es dürften nur Fischbestände genutzt werden, die intakt sind und nur Fisch gefangen werden, den das Partnerland selbst nicht nutzen kann. Die Europäischen Megatrawler dürften den Kleinfischern nicht den Fang streitig machen.<br /><br /><b>Anmerkung zur Studie/Karte:</b><br />Die vom WWF beauftrage Studie wurde vom Projekt „Sea Around Us“ der Universität Vancouver durchgeführt. Die Karte verdeutlicht, dass nicht nur die befischte Fläche zugenommen hat, sondern auch die Intensität der Nutzung. Um die Auswirkungen der Fischerei auf die Ökosysteme zu messen, analysierten die Wissenschaftler die benötigte Primärproduktion (PPR). Sie steht für die Energie, die es braucht, um pflanzliches Plankton über die Nahrungskette in Fisch umzuwandeln. Die blauen Flächen in der Karte stehen für mindestens 10 Prozent Entnahme der PPR, orange für mindestens 20 Prozent und rot weist auf eine Entnahme von mindestens 30 Prozent der PPR hin. Ein Wert von über 30 Prozent PPR-Entnahme bedeutet, dass die Fischerei mindestens ein Drittel der gesamten Primärproduktion eines Gebietes entnimmt. Ein Vergleich mit den Fangstatistiken zeigt, dass viele Bestände in den roten Gebieten überfischt sind. Im globalen Maßstab trägt die Europäische Fischerei signifikant zu der Belastung der Fischbestände bei.<span id="1327398739328S"></span>]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			<category><a href="/themen/politik/" title="Politik">Politik</a></category>
			<category><a href="/themen/kampagnen/" title="Kampagnen">Kampagnen</a></category>
			
			
			<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 10:30:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Containerwrack vor Neuseeland gesunken </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/containerwrack_vor_neuseeland_ge_sunken/</link>
			<description>WWF warnt vor Schäden für Meeresumwelt durch Ölteppich und Ladung </description>
			<content:encoded><![CDATA[Hamburg - Erneut herrscht Öl-Alarm vor Neuseelands Küste: Das Wrack des Containerschiffs Rena ist in stürmischer See auseinandergebrochen, das Heckteil ist vom Astrolabe Riff abgerutscht und versinkt im Meer. Das noch im Heck befindliche Öl fließt dabei ins Meer. Dem neuerlichen Ölteppich werden in dem artenreichen Gebiet laut WWF wieder Seevögel zum Opfer fallen, obwohl weniger Öl austritt als beim ursprünglichen Unglück im Oktober. Der WWF befürchtet neben den unmittelbaren und sichtbaren Umweltfolgen in der Vogelwelt aber auch langfristige Schäden am Riff und in den sensiblen Lebensräumen der&nbsp; Flussmündungen.
„Viele Seevögel sind derzeit in der Mauser und halten sich deshalb nicht im Wasser auf. Damit sinkt glücklicherweise das Risiko, dass sie verölen “ sagt Stephan Lutter vom WWF. Der Meeresschutzexperte vermutet allerdings eine höhere Dunkelziffer. „Weil sich das Öl dieses Mal während des Sturms ausgebreitet hat, ist zu befürchten, dass verölte Vögel auf See schneller ertrunken sind und die unmittelbaren Opfer uns verborgen bleiben, weil sie nicht an die Küsten gespült werden.“ &nbsp;&nbsp;
Das Abrutschen des Schiffshecks vom Riff &nbsp;hat laut WWF vermutlich weitere&nbsp; physische Schäden an den empfindlichen Riffstrukturen verursacht. „Das Astrolabe Riff ragt 80 Meter vom Meeresboden auf und hat steile Seitenhänge, das dürfte eine Bergung schwierig machen“ so Lutter weiter. „Wenn das Wrackteil am Meeresboden bleibt, werden giftige Substanzen wie z.B. restliches Öl langsam und schleichend austreten.“ &nbsp;&nbsp;
Zahlreiche Container der Rena sind in den letzten Monaten und beim Auseinanderbrechen des Schiffs ins Meer gestürzt. Auch die über Bord gegangene Ladung kann laut WWF Umweltschäden verursachen. Biologisch abbaubare Substanzen wie z.B. große Mengen Milchpulver können Lebensgemeinschaften am Riffkörper ersticken, weil der lokale Sauerstoffgehalt sinkt. Auch filtrierende Muscheln und Bodenlebewesen in küstennahen Lebensräumen und Wattflächen verkleben. Größere Plastikteile bergen das Risiko dass sich Meeresschildkröten oder Seevögel darin verfangen und ersticken oder ertrinken. Wenn sich das Plastik schließlich zersetzt, gelangen die kleinen Partikel in die Nahrungskette.&nbsp;]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			<category><a href="/themen/politik/" title="Politik">Politik</a></category>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 13:39:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gericht untersagt Muschelimport in den Nationalpark Wattenmeer</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/gericht_untersagt_muschelimport_in_den_nationalpark_wattenmeer/</link>
			<description>Schutzstation Wattenmeer und WWF fordern Neubesinnung bei Muschelfischerei!</description>
			<content:encoded><![CDATA[Hamburg/Husum - Zufrieden sind die Naturschutzverbände Schutzstation Wattenmeer und WWF mit einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Schleswig, nach dem der Import von Miesmuscheln aus entfernten Regionen in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer unterbleiben müsse. Diese Muscheln waren für die Kulturbänke der Muschelfischerei bestimmt, doch durch den Import werden auch gebietsfremde Arten eingeschleppt. Dieses ist zum Schutz des Nationalparks nicht zulässig, so das Gericht. Die Schutzstation Wattenmeer hatte, unterstützt vom WWF, geklagt und durch das am Freitag ergangene Urteil recht bekommen. 
„Die Urteilsbegründung steht noch aus. Klar ist aber schon jetzt: Das Oberverwaltungsgericht hat den Schutz des Nationalparks nachhaltig gestärkt“, sagt Silvia Gaus, Naturschutzexpertin bei der Schutzstation Wattenmeer. „Die Landesregierung muss nun Konsequenzen ziehen. Der Import von Besatzmuscheln, der ohne Einschleppung standortfremder Arten gar nicht möglich ist, muss sofort gestoppt werden.“ 
Das Urteil zeigt aus Sicht von Schutzstation Wattenmeer und WWF aber auch, dass über die Muschelfischerei im Nationalpark insgesamt neu nachgedacht werden muss: „Es kann nicht sein, dass trotz eines 90-prozentigen Schwundes der wilden Miesmuscheln und trotz des Rückgangs von muschelfressenden Vögeln wie Austernfischern und Eiderenten weiter gefischt wird wie bisher,“ sagt Hans-Ulrich Rösner vom WWF. Statt das Muschelprogramm nun um 15 Jahre zu verlängern, solle die Landesregierung eine einjährige Denkpause einschalten und Lizenzen zur Muschelfischerei nur für diese Übergangszeit ausstellen. Diese Zeit müsse genutzt werden, um das Gerichtsurteil auszuwerten und sorgfältig zu prüfen, wie eine Muschelfischerei auch im Einklang mit dem Schutz des Nationalparks ausgeübt werden könnte. „Der Naturschutz muss dabei endlich auf Augenhöhe in die Verhandlungen einbezogen und die Muschelmauschelei in Kiel beendet werden“, fordert Rösner. 
Hintergrund des Urteils des OVG Schleswig ist der vor einigen Jahren begonnene Import von Besatzmuscheln aus Großbritannien und Irland. Man genehmigte diesen im Jahr 2007 und in den Folgejahren nach Fischereirecht, berücksichtigte aber nicht, dass dieser Import in ein Schutzgebiet erfolgt und dass das Nationalparkgesetz das Aussetzen standortfremder Tiere dort verbietet. Dieses Verbot hat gute Gründe, denn auch die biologische Vielfalt im Meer leidet immer mehr unter der Einschleppung von gebietsfremden Arten. Im Wattenmeer besonders auffällig sind beispielsweise die Pazifische Auster, die amerikanische Schwertmuschel, oder auf den Wattenmeerinseln die Kartoffel-Rose. Alle diese Arten erwiesen sich als sehr durchsetzungsfähig und breiten sich letztlich auf Kosten heimischer Arten aus. Beim Import der Miesmuscheln werden fremde Arten, die an ihnen haften oder als Parasiten in ihnen leben, unvorhersehbar und unvermeidbar mit eingeführt. Auch die eingeführten Miesmuscheln selber sind nicht identisch mit den wilden Miesmuscheln im Wattenmeer, sondern an andere Standorte angepasst. Zum Teil handelt es sich bei der so genannten Mittelmeer-Miesmuschel sogar um eine andere Art.]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			<category><a href="/themen/politik/" title="Politik">Politik</a></category>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 16:17:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Halali auf Hering </title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/halali_auf_hering/</link>
			<description>EU-Minister legen Fischfangmengen für Nordsee fest / WWF kritisiert Verdopplung der Heringsquoten </description>
			<content:encoded><![CDATA[ Hamburg - Die EU-Fischereiminister haben heute in Brüssel festgelegt, wie viel Fisch 2012 in Nordsee und Nordostatlantik gefangen werden darf. Der WWF zieht eine gemischte Bilanz der Entscheidungen. Er begrüßt die klarere Ausrichtung der Fangquoten an den wissenschaftlichen Vorgaben, kritisiert aber vor allem den Beschluss zu Nordseehering.&nbsp;  &nbsp; 
In der Regel einigten sich die Minister auf geringere Quotenabzüge, als die EU-Kommission vorgeschlagen hat. Dennoch wurden zahlreiche Fangmengen nach unten angepasst. Nicht so beim Nordseehering, dessen Bestand sich seit Jahren gut entwickelt. Laut WWF ist der Heringsbeschluss ein Rückfall in dunkle Zeiten, weil sich die Minister über das auf mehrere Jahre ausgelegte Management der Fischerei hinweggesetzt haben. Anstatt eines Aufschlages von 15 Prozent, die der so genannte Mehrjahresplan für Hering erlaubt hätte, wurde die Quote für 2012 mehr als verdoppelt, nachdem die Minister den Plan außer Kraft setzten. 
&quot;Langfristige Pläne müssen die Zukunft für Europas Fischerei sein, nicht ihre Vergangenheit. Solche Vollbremsungen können die Reformbestrebungen in der Fischereipolitik gefährden&quot;, sagt Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF. &quot;Schon mit einem Silberstreif am Horizont verfallen die Minister wieder dem riskanten und kurzsichtigen Gewinnstreben.&quot; Nach Ansicht des WWF wirke die immense Erhöhung um 140 Prozent wie eine Ausgleichszahlung an die Fischer, die an anderer Stelle starke Einbußen hinnehmen müssen. Langfristige Managementpläne gelten für Umweltschützer im laufenden Reformprozess der EU-Fischerei als zentrales Mittel für mehr Nachhaltigkeit. &nbsp; 
Im kommenden Jahr dürfen zwei Prozent weniger Kabeljau in der Nordsee gefangen werden, der Bestand erholt sich nur langsam. Wenn sich die Fischer im neuen Jahr an den Pilotprojekten zur voll dokumentierten Fischerei beteiligen, also beispielsweise Kameras an Bord installieren, können sie für Kabeljau einen Quotenaufschlag erhalten. &quot;Uns macht besondere Sorgen, dass immer mehr Kabeljau undokumentiert gefischt wird&quot;, so Schacht. Die nicht erfassten Fänge beliefen sich im Jahr 2010 auf geschätzte 30 Prozent. &nbsp; 
Die Fangmenge für Scholle konnte planmäßig um 15 Prozent erhöht werden, weil der Schollenbestand in der zentralen Nordsee stark angewachsen ist. &quot;Es freut uns, dass es mehr Scholle in der Nordsee gibt, und dass deshalb im verträglichen Rahmen mehr gefischt werden darf&quot;, so Schacht. Allerdings sei der Bestandszuwachs kein fischereipolitischer Erfolg: &quot;Die Scholle profitiert von den hohen Treibstoffpreisen und nicht von einem Umdenken in der Fischerei&quot; erläutert die WWF-Expertin. &quot;Es wird weniger Scholle gefangen, weil es zu teuer ist, den Fischen in küstenferne Gewässer zu folgen.&quot; Seit einiger Zeit wandern die Schollen von den Küsten weg nach Norden. Wissenschaftler vermuten, dass dies auch mit gestiegenen Wassertemperaturen in der Nordsee zusammenhängt. &nbsp; &nbsp;]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			
			
			<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 10:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kaum noch wilde Miesmuscheln im Nationalpark - doch die Befischung geht weiter</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/kaum_noch_wilde_miesmuscheln_im_nationalpark_doch_die_befischung_geht_weiter/</link>
			<description>Kritik an Umweltministerium in Schleswig-Holstein: „Keine Rücksicht auf den Nationalpark!“</description>
			<content:encoded><![CDATA[Hamburg/Husum - Tief enttäuscht sind die Naturschutzverbände Schutzstation Wattenmeer, NABU und WWF über das schleswig-holsteinische Umweltministerium. Sie werfen ihm vor, bei der Fischerei keine Rücksicht auf den Schutz des Nationalparks zu nehmen. So seien nur noch zehn Prozent der einstigen Bestände an natürlichen Miesmuschelbänken vorhanden. Die Fischerei soll dennoch fast unverändert für weitere 15 Jahre fortgeführt werden. &nbsp;
 „Die Bestände der Miesmuscheln sind dramatisch zusammengebrochen“, beklagt Silvia Gaus, Naturschutzexpertin bei der Schutzstation Wattenmeer. Dies gälte nicht nur für die Muschelbänke auf den trockenfallenden Wattflächen. Nach neuen Erkenntnissen seien auch im ständig wasserbedeckten Teil des Nationalparks Wattenmeer keine wilden Miesmuschelriffe mehr zu finden. „Damit geht ein Teil der biologischen Vielfalt des Wattenmeeres verloren, denn Miesmuscheln bilden mit ihren Bänken Riffe, auf denen viele andere Organismen leben“, so Gaus. Miesmuscheln sind auch die Lebensgrundlage von Wattvögeln wie Austernfischern und Eiderenten, deren Bestände ebenfalls zurückgehen. Nach Auffassung der Naturschutzverbände ist die Befischung der Muscheln für die negative Entwicklung mit verantwortlich. 
„Es ist abenteuerlich, unter diesem Umständen die Fischerei fast unverändert fortzusetzen“, sagte Hermann Schultz, Vorsitzender des NABU Schleswig-Holstein. „Noch unverantwortlicher ist es, dies gleich für 15 Jahre bis zum Jahr 2026 festschreiben zu wollen, und dies alles noch bis zum Jahresende übereilt zu unterschreiben.“ Zwar beteilige man die Nationalpark-Kuratorien, die eigens Sitzungen in den Tagen vor Weihnachten abhalten wollen. Doch hat das Ministerium schon bei mehreren Gelegenheiten darauf hingewiesen, dass man sich an deren Beschlüssen nicht orientieren müsse. &nbsp; 
 Den Import von Besatzmuscheln aus entfernten Regionen, mit denen man nun die Kulturflächen der Muschelfischer auffüllt, lehnen die Naturschutzverbände ab. Die Risiken für den Nationalpark sind viel zu groß, denn andere Arten reisen mit den Muscheln mit. Sie haften beispielsweise als Larven an ihnen, oder leben als Parasiten in den Muscheln. Viele können weder gefunden noch sicher entfernt werden, so dass mit solchen Importen weitere gebietsfremde und invasive Arten in das Wattenmeer eingeschleppt werden können. &nbsp; 
„So kann es nicht weitergehen,“ sagt Hans-Ulrich Rösner vom WWF. „Viele Menschen &nbsp;sind stolz auf mehr als 25 Jahre Nationalpark Wattenmeer und die Anerkennung dieses einmaligen Gebietes als Weltnaturerbe. Doch wenn eine konkrete Entscheidung für die Natur gefragt ist, versagt das Ministerium. Es muss ohne künstlichen oder durch Wahltermine erzeugten politischen Druck nach einer Lösung gesucht werden, die den Nationalpark berücksichtigt.“ Bis dahin dürften die Muschelfischerei-Lizenzen nur für eine kurze Übergangszeit verlängert und die Genehmigung zum Import von Besatzmuscheln müsste ausgesetzt werden, so die klare Forderung der drei Naturschutzverbände. &nbsp; &nbsp;]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			<category><a href="/themen/politik/" title="Politik">Politik</a></category>
			
			
			<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 11:13:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>UNO setzt Zeichen für die Weltmeere</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/uno_setzt_zeichen_fuer_die_weltmeere/</link>
			<description>WWF begrüßt Beschluss zu Bodenschleppnetzen in der Tiefsee und fordert neues Abkommen zum Schutz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Hamburg - Die Weltmeere sind die größte und am wenigsten geschützte Biosphäre der Erde. Zwei Drittel der Ozeane sind internationale Gewässer. Bisher gab es keinen rechtlichen Rahmen für den Schutz der biologischen Vielfalt dieser so genannten Hohen See, die außerhalb nationaler Gesetzgebung liegt. Die UN-Generalversammlung verabschiedete gestern eine Resolution zur nachhaltigen Fischerei und begann die Debatte über eine zweite Meeresresolution, die den Weg zu einem völkerrechtlich bindenden Abkommen für den Meeresschutz auf Hoher See ebnet. Zum einen werden Fischereinationen und regionale Fischereiorganisationen aufgefordert, destruktive Fischereimethoden, wie Bodenschleppnetze, in Gebieten mit empfindlichen Tiefsee-Ökosystemen aufzugeben. Zum anderen soll das Seerecht soweit fortentwickelt werden, dass die Ausweisung von Meeresschutzgebieten auch in internationalen Gewässern ermöglicht wird.
Bereits in den Jahren 2006 und 2009 hatten die Vereinten Nationen Resolutionen zum Schutz der Ökosysteme in der Tiefsee verabschiedet. Seitdem wurden diese Bestimmungen zu Bodenschleppnetzen und anderen Methoden der Tiefseefischerei nur unregelmäßig und uneffektiv von den Mitgliedstaaten durchgesetzt, wie eine Auswertung nun ergab. „Bodenschleppnetze sind die größte Bedrohung für die Lebewesen der Tiefsee“, erklärt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim WWF Deutschland. Sie sind das meistbenutze Mittel der Hochseefischerei. Bei dieser Methode werden schwere Stahlplatten, Ketten und lange Netze über den Meeresboden gezogen, wobei verletzliche Ökosysteme, wie Korallenriffe, Schwammbänke und Seeberge stark beschädigt und Arten bedroht werden. Der WWF begrüßt die UN-Fischereiresolution, die strengere Maßnahmen zur Vermeidung solcher Umweltschäden sowie öffentlich zugängliche Umweltverträglichkeitsprüfungen für die Tiefseefischerei fordert.
„Das Abkommen zur biologischen Vielfalt formuliert zwar das Ziel, bis 2020 zehn Prozent der Weltmeere unter Schutz zu stellen“, so Lutter. „Es gibt jedoch kein rechtliches Instrumentarium, das autorisiert wäre, dies für internationale Gewässer zu tun.“ Die zweite UN-Resolution zum Thema Ozeane und Seerecht sieht vor, diese Gesetzeslücke zu schließen und Bestimmungen zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der Meere auch außerhalb nationaler Zuständigkeiten durchzusetzen. Dies ebnet auch den Weg für ein multilaterales Abkommen zum Schutz von Arten, Lebensräumen und Ökosystemen der Hohen See. Es gibt nur drei regionale Meeresschutzabkommen, für das Mittelmeer, den Nordostatlantik und das Südpolarmeer, die internationale Gewässer umfassen. Auf dieser Grundlage wurden 2010 die weltweit ersten Schutzgebiete auf der Hohen See ausgerufen. Um darin Schutzmaßnahmen zu erlassen, bedarf es jedoch anderer Abkommen und Organisationen, die für die Regulierung menschlicher Aktivitäten, wie Fischerei, Tiefseebergbau, Verklappung und Schifffahrt zuständig sind und sich meist mit einer starken Lobby konfrontiert sehen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;]]></content:encoded>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/" title="Meere &amp; Küsten">Meere &amp; Küsten</a></category>
			<category><a href="/themen/meere-kuesten/fischerei-und-fischzucht/" title="Fischerei und Fischzucht">Fischerei und Fischzucht</a></category>
			<category><a href="/themen/politik/" title="Politik">Politik</a></category>
			
			
			<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 12:51:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Milliardengrab Meer</title>
			<link>http://www.wwf.de//presse/details/news/milliardengrab_meer/</link>
			<description>Förderung der EU Fischerei wird neu geregelt / WWF warnt  „Europas Steuerzahler finanzieren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Hamburg - Die EU-Kommission hat heute in Brüssel ihren Vorschlag für den neuen Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) vorgestellt. Dieser Fonds umfasst 6,5 Milliarden Euro und regelt für den Zeitraum 2014 bis 2020 wie und in welchem Umfang Europas Steuergelder in die EU-Fischerei fließen. Der WWF befürchtet, dass auch in Zukunft öffentliche Gelder die Überfischung finanzieren könnten. „Die EU muss jetzt klar festlegen, dass die Milliarden aus den Fonds keine Umweltschäden verursachen“, fordert Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF. „Bisher wurde viel Geld versenkt, ohne den Fischbeständen Erholung zu verschaffen.“ &nbsp; 
 Das bisherige Finanzierungsinstrument, der Europäische Fischereifonds (EFF), ist an seinem zentralen Auftrag gescheitert, die Fangkapazität in der EU abzubauen und an die vorhandenen Ressourcen anzupassen. „Zwischen 2000 und 2007 zahlten die Steuerzahler der EU rund 900 Millionen Euro, um die Fangkapazität zu verringern, um am Ende eine Fischereiflotte zu haben, die die gleiche Kapazität hat wie vorher“, bilanziert WWF-Expertin Schacht. Nur die Anzahl der Schiffe zu reduzieren, zeige kaum Wirkung, denn der technologische Fortschritt gleiche solche Reduktionsmaßnahmen wieder aus.
Der WWF begrüßt am neuen EMFF-Vorschlag, dass zum ersten Mal keine neuen Strukturhilfen für die Fischerei mehr vorgesehen sind. „Endlich wird das absurde Subventionssystem verbessert“, so Schacht. „Bislang wurden öffentliche Gelder investiert, um Schiffe zu bauen, zu unterhalten und dann wieder abzuwracken.“ &nbsp; 
Gleichzeitig kritisiert der WWF, dass es weiterhin Zuschüsse für Modernisierungen an Bord geben soll. Diese steigern nachweislich die Möglichkeiten eines Schiffes, Fisch zu fangen – und damit seine Kapazität. „Warum sollen die Bürger der EU mit ihrem Steuergeld eine unprofitable Flotte über Wasser halten, die zudem die empfindlichen Fischbestände übernutzt und die Überfischung vorantreibt?“ so Fischereiexpertin Schacht. &nbsp; 
Auch die Pläne für eine Förderung von Fischzuchten sieht der WWF kritisch. Es dürfe keinen Freifahrtschein für einen finanziell geförderten Ausbau der Aquakultur in der EU geben, so lange für diesen Sektor keine generellen Umweltkriterien festgelegt sind. Stattdessen sollten aus Sicht der Umweltschützer z.B. umweltschonendes Fischereigerät, passive Fangtechniken oder Pilotprojekte zur Beifangvermeidung gefördert werden.]]></content:encoded>
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			<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 13:54:00 +0100</pubDate>
			
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