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Elefanten-Paradies ohne Elefanten?

Lange war das Weltnaturerbe Selous für seine vielen Elefanten berühmt. Doch vor allem auf sie haben es die Wilderer abgesehen. In nur vier Jahren, zwischen 2009 und 2014, sind 66% des Elefantenbestands den Wilderern zum Opfer gefallen.

Elefanten sind enorm wichtig für das funktionierende Ökosystem Selous. Wenn dieser Bedrohung kein Einhalt geboten wird, wird die einzigartige Wildnis und seine vielfältige Tierwelt verloren gehen. 

Erschreckende Entwicklung - Die Zahl der Elefanten geht immer weiter zurück!

Die tödlichsten Orte für die Elefanten sind die Wasserlöcher.

Ein einzelner Stoßzahn erzielt auf dem Schwarzmarkt Summen bis zu 10.000 US Dollar. Ein lukratives Geschäft für die Wilderer. Und die Nachfrage nach Elfenbein steigt weiter an. So ziehen weiterhin schwer bewaffnete Söldner auf die Jagd. 

Die Wilderei-Mafia ist hoch professionell, weltweit vernetzt und tötet tausende Elefanten jährlich. Tansania ist eine der größten Drehscheiben für den illegalen Handel mit gewildertem Elfenbein. 

Das Netzwerk der Wilderer umspannt die ganze Welt. Das macht den Kampf schwierig.

Das Wilderei-Kartell arbeitet mit Mafia-Methoden, Korruption ist keine Seltenheit.

Die Elefanten Wilderei ist ein Geschäft von hunderten Millionen Dollar. Doch die Wilderer sind nur ein Teil des Problems. Die eigentlichen Drahtzieher bilden ein mafiaartiges Netzwerk – höhlen staatliche Rechtssysteme durch Korruption aus und müssen für ihre Taten nur selten geradestehen. Wir machen politischen Druck auf den Präsidenten Tansanias, damit er das Kartell effektiver bekämpft. Unterstütze unseren Kampf für die Elefanten im Selous und unterschreibe unsere Petition.

 

Schon jetzt hat der Rückgang der Elefanten erhebliche Folgen für das gesamte Ökosystem. Elefanten verteilen auf ihren langen Wanderrouten die Samen vieler Baum- und Pflanzenarten und bringen diese mit ihrem Kot zum Keimen. Ohne diesen Samentransport wird die Vielfalt der Wildnis bedroht. Ohne die von den Elefanten gefurchten Wege und Plätze verändert sich die gesamte Vegetation: das vielfältige natürliche Mosaik aus Busch und Offenland geht verloren, das für viele Tierarten wichtige Offenland wird überwuchert und die Anfälligkeit für verheerende Brände nimmt zu.

 

Der Tourismus hat sich in Tansania zu einem bedeutenden und stabilen Wirtschaftssektor entwickelt. Laut einer Weltbank-Studie könnte der Tourismus bis zum Jahr 2025 ein Viertel des gesamten Staatseinkommens Tansanias ausmachen und sich zur wichtigsten Einnahmequelle entwickeln. Schon jetzt erwirtschaftet der Selous mehr als sechs Millionen US-Dollar jährlich, die ein wichtiger Beitrag für die ländliche Entwicklung und die lokale Bevölkerung sein können. Aber: Kein Tourist will ein Wildreservat ohne Tiere sehen! 

 

Daher muss die Wilderei schnellstmöglich beendet werden - für ein gesundes Ökosystem und für die Menschen, die davon leben.

   
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