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Stand: 09.10.2013

Ehrenamtliches Engagement: WWF-Themen in Gebärdensprache

Zwei Mal „W“ und einmal „F“. Das „W“ geht so: Die Handfläche zeigt vom eigenen Körper weg. Zeige-, Mittel- und Ringfinger sind ausgestreckt und abgespreizt. Ein „F“ sieht ähnlich aus. Nur, dass der Kleine, der Ring- und der Mittelfinger aneinander liegen und gestreckt sind. Der Daumen drückt auf den eingeknickten Zeigefinger. Das bedeutet „WWF“ - in der Gebärdensprache.

„Gehörlose nehmen ihre Umwelt sehr bewusst wahr“, sagt Annika Bußmann. Die 24-Jährige studiert im dritten Semester Gebärdensprachendolmetschen an der Hochschule Magdeburg-Stendal. „Themen rund um den Naturschutz sind da natürlich sehr interessant.“ Aber die Bedürfnisse von tauben Menschen würden nur selten berücksichtigt.

 „Erst einmal eines vorweg, Gehörlose sind nicht behindert. Sie sehen sich vielmehr als eine Sprachminderheit“, sagt Bußmann. Der WWF arbeite mit vielen Bildern, das sei eine große Hilfe. Bei Videos jedoch gäbe es noch Nachholbedarf, lautet ihre Analyse. Sie will dem WWF dabei helfen, diese Lücke zu schließen. Sie gibt die die Inhalte der WWF-Videos in der Gebärdensprache wieder und hilft uns somit, etwas barrierefreier zu kommunizieren.

Den WWF ehrenamtlich unterstützen

Die Arbeit des WWF findet sie unterstützenswert. „Ich wollte mich einfach engagieren, etwas tun. Als Studentin habe ich nicht viel Geld, daher kam für mich eher eine ehrenamtliche Arbeit in Frage“, sagt gebürtige Brandenburgerin. Schon seit ihrer Kindheit interessiert sie sich für den Schutz der Umwelt. Sie bezeichnet sich selbst als einen „Landmenschen“: „Ich bin im Grünen groß geworden. Bei mir zu Hause gab es immer Tiere, eine Gans, ein Hängebauchschwein, ein Pony.“ Inzwischen studiert sie die Sprache der Gehörlosen und will Dolmetscherin werden. Da lag es nahe, beides miteinander zu verbinden, sagt sie.

Obwohl das nicht immer ganz einfach sei. Der WWF arbeitet ja intensiv daran, die Wildereikrise in Afrika und Asien zu stoppen. Aber das Wort „Wilderer“ gibt es gar nicht in der Gebärdensprache. „Solche bestimmten Fremdwörter müssen dann umschrieben werden.“ Aus „Wilderern“ werden dann „Jäger, die illegal Tiere töten“.

Annikas ehrenamtliches Engagement hilft, mehr Menschen zu erreichen

Wir freuen uns auf jeden Fall, dass uns Annika Bußmann künftig dabei hilft, mehr Menschen mit unseren Themen zu erreichen. Unser erstes Video von Annika beschäftigt sich mit einem erfreulicheren Thema als der Wilderei: mit unserem 50. Geburtstag. So gibt es die Inhalte unserer 50 Jahre-WWF-Seite ab jetzt auch in Gebärdensprache wiedergegeben.

Annikas zweites Gebärdenvideo zum Großen Panda

Unterstützung zur Barrierefreiheit

Noch ist unsere Webseite nicht barrierefrei. Aber wir arbeiten daran, und mit der Unterstützung von Annika kommen wir dem Ziel ein ganzes Stück näher.

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