Den Fluss-Delfinen im Mekong wird das Wasser abgegraben. © WWF-Canon / Alain Compost
Den Fluss-Delfinen im Mekong wird das Wasser abgegraben. © WWF-Canon / Alain Compost

Mekong – der Amazonas des fernen Ostens

Der Mekong ist mit einer Länge von 4.500 Kilometer einer der zehn längsten Flüsse der Welt und verfügt über einen einzigartigen Artenreichtum. Unter den 1.300 Fischarten sind die größten Süßwasserfische der Welt. Im Mekong haben Süßwasserhaie und Stachelrochen ebenso überlebt wie die fast blinden Irawadi-Delfine. Wenn der Mekong während der Regenzeit anschwillt, lebt die Natur auf tausenden von Quadratkilometern auf. Der Mekong ist deshalb für den WWF eine der 200 wichtigsten Ökoregionen der Welt. Aber: Das Füllhorn Mekong droht zu versiegen.

Nur lästiger Beifang?

Rabiate Fischereimethoden mit Dynamit und große Kiemennetze haben im Mekong Einzug gehalten und bedrohen die Fluss-Delfine. In den Kiemennetzen verfangen sich die Delfine und ertrinken jämmerlich, da sie als Säugetiere auf Luftsauerstoff angewiesen sind.

Delfinen wird das Wasser abgegraben

Zusätzlich werden Staudämme zur Stromversorgung im großen Stil geplant. Vor allem China droht den Anliegern, die flussabwärts leben, sowie den Delfinen und anderen Flussbewohnern das Wasser abzugraben. Das natürliche Flussbett soll begradigt und der Mekong durchgängig schiffbar gemacht werden. Das wäre das Aus für die natürliche Dynamik des Flusses und damit vieler Tierarten. Staustufen verhindern zusätzlich die lebensnotwendigen Wanderung vieler Fischarten und auch das Durchmischen der Delfin-Population.

Das "WWF-Living Mekong Programm"

Mit dem Living Mekong Programm unterstützen wir den WWF Indochina und den WWF Thailand, um gemeinsam zu verhindern, dass der Mekong ähnliche ökologische Schäden erleidet wie viele andere große Flüsse der Welt. Mit Ihrer Hilfe können wir:

- Die wichtigsten Abschnitte schützen
In den Flussabschnitten, die in der Trockenzeit für die Delfine besonders überlebenswichtig sind, wollen wir gemeinsam mit der kambodschanischen Regierung Schutzgebiete einrichten. Außerdem setzen wir ausgebildete Ranger ein, die auf ihren Patrouillenfahrten aufpassen, dass nur Fischfangtechniken angewendet werden, die für die Delfine unschädlich sind.

- Die Bevölkerung informieren

Wir zeigen den Bauern am Fluss, wie sie sich gegen die Folgen von Überschwemmungen schützen können, ohne den natürlichen Verlauf des Flusses zu ändern oder Dämme zu errichten.

- Ein Netzwerk für die Delfine
Zusammen mit den lokalen Fischereibehörden versucht der WWF, die Menschen in Kambodscha und Laos für den Schutz der Delfine zu begeistern. Sie melden illegale Aktivitäten und geben so konkrete Hinweise zum Schutz der Delfine.

Helfen Sie noch heute den letzten Fluss-Delfinen im Mekong!
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