Spürhunde im Dienst des Artenschutzes

Artenschutzspürhund im Einsatz © b. Felgentreu / WWF
Artenschutzspürhund im Einsatz © b. Felgentreu / WWF

Exotische Souvenirs faszinieren und beeindrucken. Doch oft genug erzählen sie grausame Geschichten – vom qualvollen Tod einzelner Tiere bis zum Aussterben ganzer Arten. Daher ist es verboten, Produkte geschützter Tier- und Pflanzenarten nach Deutschland einzuführen. Doch wie entdeckt man Frösche in Trinkflaschen oder Papageien in Plastikröhren? Der WWF hat gemeinsam mit TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm von der Weltnaturschutzunion IUCN und WWF, ein außergewöhnliches Konzept entwickelte: Artenschutz-Spürhunde erschnuppern verbotene Mitbringsel mit ihren feinen Nasen.  

Auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main sind seit dem Jahr 2008 Schäferhündin Amy und Labradorrüde Uno „im Dienst“. In einer zehnwöchigen Ausbildung haben die Hunde gelernt, verschiedenste pflanzliche und tierische Substanzen in Reisetaschen, Koffern und sogar Containern zu erschnüffeln. Sind sie fündig geworden, kratzen sie am Behältnis und bellen. Für jeden Erfolg gibt es eine Belohnung, zum Beispiel spielen mit einer Beißwurst. So behalten die tierischen Zollbeamten den Spaß an ihrer erfolgreichen Arbeit. Denn die beiden haben bereits mehrfach illegale Mitbringsel entdeckt, etwa Kaviar von Stören, Papageienfedern sowie Eier und Panzer von Meeresschildkröten. Dass es für sie viel zu tun gibt, zeigen traurige Zahlen: Allein im Jahr 2007 wurden am Frankfurter Flughafen 111.838 geschützte Exemplare beschlagnahmt, darunter 5.599 lebende Tiere.  

Um dem weltweiten Schmuggel noch häufiger auf die Spur zu kommen, möchte der WWF den Einsatz von Artenschutz-Spürhunden auf alle EU-Mitgliedsstaaten ausweiten. Wir setzen jedoch nicht nur auf internationale Artenschutzabkommen, sondern auch auf Aufklärung und Armutsbekämpfung in den Herkunftsländern der bedrohten Arten. Und wir informieren Reisende über legale Souvenirs wie Korb- und Töpferwaren sowie Kunsthandwerk aus Glas, Stein, Blech oder Draht. Nur wenn wir Mensch und Natur im Reiseland respektieren, kann dieses auch künftig ein lohnendes Ziel sein.  


Klimaschutz – die globale Herausforderung

Symbol für den Klimawandel: Schmelzende Eisfiguren am Berliner Gendarmenmarkt. © Rosa Merk / WWF
Symbol für den Klimawandel: Schmelzende Eisfiguren am Berliner Gendarmenmarkt. © Rosa Merk / WWF

Rund um den Globus engagiert sich der WWF in zahlreichen Projekten für Natur- und Artenschutz. Doch ob wir in Asien den Tiger schützen, in Afrika den Virunga-Nationalpark erhalten oder in der Arktis die Eisbären retten können, hängt nicht zuletzt davon ab, ob wir eine übergreifende Gefahr in den Griff bekommen: den Klimawandel.  

Es gibt in dieser Frage kaum Kompromisse: Um die Erderwärmung auf durchschnittlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssen Industrienationen wie Deutschland ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 um mindestens 95 Prozent senken. Das klingt utopisch, ist es aber nicht! Der WWF hat in seiner Studie Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050 einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, mit dem dieses Klimaziel erreicht werden kann. Dazu gehören unter anderem eine konsequente Nutzung von Wind- und Sonnenenergie, emissionsärmerer Verkehr und eine verbesserte Gebäudedämmung. Das Überraschende dabei: Die Mehrkosten sind abgeschätzt auf maximal 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.  

Deutschland ist von diesem Kurswechsel noch weit entfernt: So hat die Bundesregierung zwar den Atomausstieg bis zum Jahre 2022 erklärt, die notwendigen Maßnahmen für einen überzeugenden Umschwung in eine regenerative Zukunft fehlen jedoch. Förderungen erneuerbarer Energien werden gekürzt und bei wichtigen Maßnahmen wie den Gebäudesanierungen eingespart. Auch Konzepte für eine nachhaltige Mobilität bleiben bislang wenig überzeugend.  

Den Industrienationen fällt es nach wie vor schwer, glaubwürdige Konzepte zu präsentieren, ihre Wirtschaft quasi CO2-frei zu gestalten. Auch Deutschland wird nachbessern müssen – im Sinne der WWF-Studie.  


WWF Jugend – gemeinsam für die Zukunft unseres Planeten!

© Sindre Kinnerød / WWF-Canon
© Sindre Kinnerød / WWF-Canon

Ohne Nachwuchs keine Zukunft! Das gilt auch für die Arbeit des WWF. Doch wer junge Leute für Natur- und Artenschutz begeistern will, muss sich schon etwas einfallen lassen. Deshalb gibt es die WWF Jugend mit ihren speziellen Angeboten: Online-Community, Newsletter, Mitmachaktionen und Erlebniscamps – das alles natürlich mit einem großen Ziel: der Sensibilisierung für ihre Umwelt und dem Wecken ihres Bewusstseins für verantwortungsvolles Handeln.  

Die Camps sind besonders beliebt. Sie machen nicht nur Spaß, sondern bringen die jungen Leute auch persönlich weiter: Teamgeist und Sensibilität für den Naturschutz werden gestärkt. Die Mädchen und Jungen übernehmen Verantwortung, setzen ihre Kräfte sinnvoll ein und lernen faszinierende Ökoregionen kennen. So sind Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren regelmäßig im Sommer gemeinsam auf dem Traditionssegler Lovis unterwegs. Ziel ist die Ostsee vor der dänischen Küste. An Bord heißt es Segel setzen, Manöver fahren, Seemeilen berechnen und Anker werfen. Ein meeresbiologisches Labor bietet darüber hinaus Gelegenheit für wissenschaftliche Experimente, um den Lebensraum Ostsee genauer zu erforschen.  

Persönlich einbringen können sich Jugendliche zudem bei den Kampagnen der WWF Jugend oder als „Ideenstürmer“. Das sind besonders engagierte Mitglieder, die Aktionen unterstützen oder sogar selbst entwerfen, sei es im Internet oder auf der Straße. Mit ihrem Enthusiasmus bringt die WWF Jugend immer wieder frischen Wind in unsere Arbeit und zeigt uns, dass sich gemeinsam etwas bewegen lässt – für die Zukunft unseres Planeten.  

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Eine Übersicht über unsere Listung bei den Ober- landesgerichten haben wir
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