Protectorentreffen 2009
Die Heimat des Sibirischen Tigers, die Amur-Region, war Thema des diesjährigen Protectorentreffens im Frankfurter Zoo. WWF-Projektleiter Frank Mörschel nahm die rund 170 Gäste mit auf eine Bilderreise, die an der Quelle des Amur begann, sich über die Projektarbeit in der Mongolei und im Russischen Fernen Osten erstreckte und mit den neuen Herausforderungen im chinesischen Teil der Amur-Region endete. Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement sich die Kollegen vor Ort für den Schutz einer ganz besonderen Landschaft und deren Bewohner, ob Mensch oder Tier, einsetzen. Deutlich wurde auch, mit wie viel Fingerspitzengefühl man agieren muss, um Behörden und Regierungen in den unterschiedlichen Kulturen für unsere Naturschutzziele zu gewinnen.
Was die Zoos in punkto Artenschutz tun, erzählte Professor Manfred Niekisch, Direktor des Frankfurter Zoos, sehr anschaulich in seinen Begrüßungsworten. Wie die Praxis aussieht, konnten die Teilnehmer während der eineinhalbstündigen Führungen durch den Frankfurter Zoo erfahren. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir im Grzimek-Jahr hier in der Heimatstadt des WWF zu Gast sein durften. Nach den Zooführungen waren wir wieder um einiges schlauer. So wissen wir jetzt beispielsweise über Verhütungsmethoden bei Nilpferden, die Wechseljahre bei Orang-Utan-Damen und die Krallenlänge von Tigern und Löwen Bescheid.
Auch das Wetter meinte es diesmal gut mit uns. Trotz schlechter Wetterprognose für den ganzen Tag öffnete der Himmel erst seine Schleusen, als die Veranstaltung zu Ende war. So ist es eben, wenn Naturschutz-Engel reisen.
Die Global 200
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