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Spürhunde suchen nach Bär Bruno

12. Juni 2006

WWF ruft Bevölkerung und Medien zur Besonnenheit auf

 

Frankfurt, 12. Juni 2006: Seit Sonntag wird versucht, dem Braunbären Bruno mit fünf schwedischen Elchhunden auf die Spur zu kommen. Ziel der Aktion ist es, den Bären zu stellen, zu betäuben und dann in ein Gehege zu überführen. Der WWF appelliert eindringlich an die Bevölkerung vor Ort und an die Medien, die Arbeit der Hundeführer nicht zu stören oder durch selbstständige Suche zu gefährden. 'Wir wollen, dass der Plan gelingt', betont Roland Melisch, WWF-Artenschützer, ausdrücklich. 'Deshalb bitten wir die Öffentlichkeit um Verständnis, dass die Experten aus Finnland ungestört arbeiten können.' Der WWF gibt deshalb auch keine Auskunft über den genauen Aufenthaltsort des Einsatzteams.

 

 

 

Die vier Hundeführer aus Finnland arbeiten im Auftrag der Länder Bayern und Tirol. Der WWF leistet vor Ort logistische Unterstützung und hilft bei der Spurensuche. Der erste Bär, der nach über 170 Jahren wieder in Deutschland angekommen war, fiel durch extreme Wanderbereitschaft und geringe Scheu vor Menschen auf und wurde deshalb als 'Problembär' eingestuft. Dies wurde in der großen Häufung an Schäden und Begegnungen in der Nähe menschlicher Siedlungen deutlich.

 

 

 

Mithilfe eines Management-Plans wird in Österreich schon seit 1996 erfolgreich das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier geregelt. Darin enthalten sind zum Beispiel Schutzmaßnahmen, die Imker und Schäfer treffen können, Aufklärung bei Jägern und Förstern und auch bei Bikern und Wanderern, Pilz- und Beerensammlern, Hirten, Anglern und Campern.

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