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Start des 9. UN-Umweltgipfels in Bonn (19.-30. Mai 2008)

19. Mai 2008

WWF fordert: “Bring our Earth in Balance”

 

Bonn: Spektakulärer Hochseilakt der Traber-Familie zum Start der UN-Konferenz

 

Mit einem spektakulären Hochseilakt über dem Konferenzgelände begleitet der WWF am heutigen Montag den Auftakt des zweiwöchigen UN-Gipfels zur biologischen Vielfalt in Bonn. Die beiden Töchter der Traber-Familie, Anna (22) und Katharina (20), fahren in Anwesenheit ihres Vaters auf einem Fahrrad über ein in 40 Meter Höhe aufgespanntes Seil. Auf der einen Seite balancieren sie einen Planeten, auf der anderen die klare Forderung des WWF an die 5000 Delegierten der Konferenz: „Bring our Earth in Balance“.

 

„Wir unterstützen den WWF gern. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, ein Zeichen für den Erhalt unserer Erde zu setzen“, erläutert Johann Traber das Engagement seiner Familie. Die Original-Traber-Show ist bisher in über 40 Ländern der Erde in fast allen Kontinenten aufgetreten. Zu ihren Auftrittsorten zählen das Kolosseum in Madrid, das Londoner Wembley Stadion und die Zugspitze.

 

 „Unser Planet ist in Schieflage. Die Bonner Konferenz entscheidet darüber, ob die internationale Gemeinschaft ihr Ziel noch erreichen wird, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 deutlich zu mindern“, so Christoph Heinrich, Leiter Naturschutz beim WWF Deutschland. Das Artensterben ist alarmierend. Laut dem vom WWF vorgelegten „Living Planet Index“ hat die Artenvielfalt seit 1970 um 27 Prozent abgenommen. Untersucht wurde das Vorkommen von 4.000 Populationen 1.500 verschiedener Wirbeltier-Arten.

 

Der WWF fordert die 190 Vertragsstaaten auf, die Beschlüsse der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt in die Tat umzusetzen. „Die Regierungen haben sich zunächst niedrige Ziele gesetzt, um diese dann auch noch zu verpassen. Jeder Schüler würde dafür ein verdammt schlechtes Zeugnis bekommen“, so der politische Direktor des WWF International, Gordon Shepherd. Der WWF fordert die Regierungen auf, konkrete Pläne vorzulegen, um das 2010-Ziel doch noch zu erreichen. Zudem setzt sich der WWF für eine neue Initiative zum Stopp des globalen Waldverlustes bis 2020 ein. Weiterhin verlangt die Umweltstiftung Schutzgebiete auf Hoher See. Bislang ist nicht einmal ein Prozent der Weltmeere geschützt.

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