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Startschuss für Info-Segeltour

10. Juli 2006

WWF informiert an den Yachthäfen rund Rügen über Naturschutz-Vereinbarung.

 

Hamburg/Stralsund, 10.07.2006-Mit einer Segeltour rund um Rügen informiert der WWF vom 10. bis 21. Juli Segler, Angler und Touristen über den Naturschutz im Greifswalder Bodden. Die Tour startet in Stralsund, erste Station ist Greifswald. Das sechsköpfige WWF-Team unter Leitung von Cathrin Münster läuft elf Häfen an. Der WWF macht mit dem Segeltörn auf die 'Freiwillige Vereinbarung Naturschutz, Wassersport und Angeln im Greifswalder Bodden und in Strelasund' aufmerksam. Darin haben sich Segler, Angler, Kanuten, Ruderer, der Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft, das Umweltministerium und der WWF auf gemeinsame Richtlinien zum Naturschutz geeinigt.

 

 

 

'Naturschutz funktioniert nur dann, wenn alle an einem Strang ziehen. Dafür ist die freiwillige Vereinbarung vorbildlich', so Cathrin Münster vom WWF. Die Interessengruppen haben in der Vereinbarung eine Reihe von Schutzmaßnahmen im NATURA2000-Gebiet Greifswalder Bodden und Strelasund festgelegt: Tabuzonen und Beschränkungen für den Sportbootverkehr und Angelboote, Höchstgeschwindigkeiten für Boote und Mindestabstände von wertvollen Zonen. So werden die Nahrungs- und Rastgebiete von Zugvögeln aus Skandinavien und Osteuropa geschützt. Seeadler, Kraniche, große Gänseschwärme, Meeresenten und viele Arten von Watvögeln finden sich zum Überwintern oder zur Rast im Frühjahr, Sommer oder Herbst in diesem Gebiet ein.

 

 

 

Mit der Infotour will der WWF dafür sorgen, dass in der Sommersaison möglichst viele Segler, Kanuten und Angler über die geltenden Regeln aufgeklärt werden. Während die Einheimischen schon gut mit den Regeln vertraut sind, besteht bei vielen Gästen noch Informationsbedarf. 'Wassersportler schädigen die Natur meist aus reiner Unkenntnis', erläutert Münster. 'Schon ein einziges Boot kann einen Vogelschwarm aus einem wichtigen Nahrungsgebiet vertreiben.'

 

 

 

Der WWF ist mit drei Schiffen unterwegs, darunter ein historisches Zeesboot mit dem Wahrzeichen der Umweltschützer, dem Panda-Logo, auf den Segeln. In den Yachthäfen veranstaltet der WWF tagsüber Infostände, abends gibt es Vorträge zu Robben oder der faszinierenden Unterwasserwelt der Ostsee. An mehreren Häfen sind zudem das Biosphärenreservat Südost-Rügen, der AVR-Family Club mit seinem Projekt 'Urlaubsranger' und der Verein Hohe Tied mit dabei. Mit dem Zeesboot können Interessierte auf die Ostsee fahren und dort Proben vom Meeresboden entnehmen. Der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Professor Wolfgang Methling, wird am 18. Juli im Hafen Vitte Rede und Antwort stehen.

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