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Stellungnahme zur Studie "Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung"

02. September 2010

 

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach der Vorlage der Energieszenarien verlauten lassen, dass auf Grundlage der Gutachten eine Laufzeitverlängerung von fachlich 10 bis 15 Jahre vernünftig sei. CDU Wirtschaftexperte Pfeiffer ist der Ansicht, „das Gutachten belege, dass eine Laufzeitverlängerung positive Auswirkungen auf die Volkswirtschaft habe“. Es sei „sachlich geboten, die 20 Jahre auch umzusetzen. Ansonsten schadet dies der Wirtschaft und kostet Arbeitsplätze.“

 

In seiner Stellungnahme will der WWF auf der Basis der Fakten und Zahlen aus den vorgelegten Energieszenarien diese Aussagen auf ihre Stichhaltigkeit und Belastbarkeit prüfen. Im Kern geht es darum, zu überprüfen, ob und wenn ja inwiefern, die Laufzeitverlängerung (LZV) die Ursache für die vermeintlich positiven Auswirkungen auf die Volkswirtschaft sind, oder ob u.U. andere Faktoren eine Rolle spielen.  

 

Der WWF untersucht vor allem den Einfluss einer LZV in den Szenarien auf die folgenden fünf wirtschaftlichen und klimarelevanten Größen:

  • Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP)
  • Beschäftigung (Arbeitsplätze)
  • Energieeffizienz (niedriger Stromverbrauch, Sanierung der Bestandsgebäuden)
  • Strompreise
  • Treibhausgasminderungen (Erreichen der Klimaziele)

 

Parallel dazu hat der WWF eine Kurzanalyse der Energieszenarien beim Öko-Institut in Auftrag gegeben. Schwerpunkte sind dort die Analyse und Bewertung der Methodik der Szenarien mit den Schwerpunkten Klimaschutzeffekte und Strompreise.  

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