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Stand: 06.01.2016

WWF-Artenlexikon

Amerikanischer Schwarzbär (Baribal)   (Ursus americanus)

Lebensraum dichte bis offene, feuchte bis trockene Wälder, Buschland
Geografische Verbreitung Kanada, USA, Nordmexiko
Gefährdungsstatus • IUCN: "nicht gefährdet"
• CITES: Anhang II
Bestandsgröße nach Untersuchungen von TRAFFIC (1996):
735.000 bis 941.000 Individuen
Trend: steigend
Amerikanischer Schwarzbär. © Tim Irvin / WWF-Canada
Amerikanischer Schwarzbär. © Tim Irvin / WWF-Canada

Noch sind die Bestände weitgehend stabil

Der Baribal oder Amerikanische Schwarzbär (Ursus americanus) ähnelt in Größe und Gestalt sehr dem nahe verwandten Asiatischen Schwarzbären (Ursus thibetanus), auch Kragenbär genannt. Baribals werden 120 bis 190 Zentimetern groß und ihr Fell ist meist schwarz gefärbt. Es treten aber auch Tiere mit zimtfarbenen bis bläulichen Fellfärbungen auf. Die Unterart U. a. kermodei hat bisweilen sogar weißes Fell.

Der Lebensraum des Baribals überschneidet sich zum Teil mit dem des Grizzlybären. Amerikanische Schwarzbären besiedeln dichte bis offene Wälder, sowie Grasland in Kanada, den USA und Nordmexiko. Sie sind typische Allesfresser und ernähren sich in erster Linie pflanzlich,von Früchten, Beeren, Nüssen, Gräsern und Wurzeln. Zu ihrer Nahrung gehören aber auch Insekten, Kleinsäuger, Fische und Karibus. Selbst vor Aas und Abfällen des Menschen machen sie nicht halt.

 

Weiterführende Informationen

Die Paarungszeit des Baribals erstreckt sich von Mai bis Juli, teilweise noch bis in den August. Ende Januar bis Anfang Februar werden dann in einer unterirdischen Höhle meist zwei bis drei Jungtiere geboren. Die Bärenbabys messen bei der Geburt nur ungefähr 20 Zentimeter und wiegen etwa 250 bis 350 Gramm. Sie werden gut ein Jahr lang von ihrer Mutter betreut; dann gehen sie ihre eigenen Wege.

Die Bestände des Amerikanischen Schwarzbären sind weitgehend stabil oder sogar anwachsend. Dennoch gibt es regionale Gefährdungen durch Holzeinschlag, Wilderei oder den Straßenverkehr. Der WWF und TRAFFIC setzen sich dafür ein, dass der Handel mit dem Baribal streng überwacht, sowie die illegale Tötung von Bären unterbunden wird.
Außerdem will TRAFFIC erreichen, dass in einzelnen Staaten der USA und Provinzen Kanadas bestehende Mängel bei Gesetzen behoben werden. Dazu gehören die Ahndung von illegalen Abschüssen mit hohen Strafen sowie die Festsetzung von Abschussquoten, die den Bestand nicht gefährden.

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