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WWF-Artenlexikon

Bonobo (Pan paniscus)

Lebensraum tropische Tieflandregenwälder in Höhen von bis zu 1.500 Metern
Geografische Verbreitung Demokratische Republik Kongo
Gefährdungsstatus IUCN: "stark gefährdet"
CITES: Anhang I
Bestandsgröße Etwa 10.000 bis 50.000 Individuen
Bonobo. © naturepl.com, Karl Ammann / WWF

Im Zentrum der Gruppe stehen die Weibchen

Bonobos wurden erst 1929 wissenschaftlich beschrieben. Sie gelten, neben den Schimpansen, als die engsten Verwandten des Menschen. Bonobos, sind jedoch bis heute die am wenigsten erforschten Menschenaffen. Sie haben, im Unterschied zu den Schimpansen, ein völlig schwarz gefärbtes Gesicht mit auffälligen roten Lippen. Weiterhin unterscheiden sie sich von den Schimpansen durch den schlankeren Körperbau und längere Beine.

Der weltweit einzige natürliche Lebensraum der Bonobos liegt in einem schwer zugänglichen Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika. Dort besiedeln sie die tropischen Tieflandregenwälder in Höhen von bis zu 1.500 Metern. Sie verbringen die meiste Zeit in den Baumwipfeln, wo sie Tag- und Nachtnester errichten und fressen. Bonobos ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Nüssen sowie von Blättern, Kräutern, Samen, Blüten und Rinde. Sie verzehren gelegentlich auch tierische Nahrung, darunter Insekten und kleine Wirbeltiere.

Die Zerstörung des Lebensraums und vor allem die ungebremste Wilderei (zur Gewinnung von „Buschfleisch“) bedrohen das Überleben der Art. Selbst im einzigen Schutzgebiet für Bonobos, dem Salonga-Nationalpark, sind die Tiere kaum vor gut organisierten Wildererbanden geschützt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) schätzt den verbliebenen Gesamtbestand an Bonobos auf etwa 10.000 bis 50.000 Tiere.

Große Menschenaffen wie die Bonobos gehören zu den Leitarten des WWF. Daher hat sich die Umweltstiftung deren weltweiten Schutz zum Ziel gesetzt. Der WWF ist seit den 1970er Jahren in der Demokratischen Republik Kongo aktiv, musste aber aufgrund von Bürgerkriegen sein Engagement immer wieder unterbrechen. Seit 2003 unterstützt der WWF ein Projekt im Salonga-Nationalpark und ist seit 2004 wieder mit einem Projektbüro in der Hauptstadt Kinshasa vertreten.

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