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Stand: 12.01.2016

WWF-Artenlexikon

Iberischer Luchs (Lynx pardinus)

Lebensraum Mosaik aus mediterraner Waldvegetation, Büschen und offenen Grasflächen
Geografische Verbreitung nur noch zwei Rückzugsgebiete in Südspanien und kleinen Teilen Portugals
Gefährdungsstatus IUCN: "stark gefährdet"
CITES: Anhang I
Bestandsgröße rund 300 Tiere – mit etwa 90 fortpflanzungsfähigen Weibchen
Trend: abnehmend
Iberischer Luchs. © WWF Spanien

Eine der seltensten Katzen der Welt

Nur etwa 300 Exemplare der auch Pardelluchse genannten Katzen haben in der spanischen Sierra Morena und in der Gegend um Toledo überlebt. 

Wie viele andere Katzenarten ist der Iberische Luchs ein Einzelgänger. Er ist vorwiegend nachtaktiv. Die Hauptpaarungszeit liegt zwischen Januar und Februar. Zwischen März und April (Hauptsaison) werden nach einer Tragzeit von zwei Monaten zwei bis drei Jungtiere geboren, welche vom Muttertier alleine aufgezogen werden.
Da es aber schätzungsweise nur etwa 90 fortpflanzungsfähigen Weibchen gibt, wird der Luchs nicht in der Lage sein, ohne menschliche Unterstützung zu überleben.

Weiterführende Informationen

Das Überleben der scheuen Katzen hängt auch eng mit dem Erhalt ihres Lebensraumes zusammen. Anders als ihre Vettern in Nordeuropa sind die Luchse in Spanien keine typischen Waldbewohner. Sie brauchen eine abwechslungsreiche Landschaft mit Buschland, lichten Waldflächen und offenem Gelände. Doch Straßen, Bahntrassen und der Bau von Gas-Pipelines haben ihre Jagdreviere zerstückelt, so dass ein Austausch zwischen den einzelnen Populationen immer schwieriger wird. Und auf den spanischen „Autopistas“ endet die Brautschau für verliebte Luchse oft tödlich.

Das spanische Umweltministerium, der WWF Spanien und andere Organisationen (z. B. Fauna und Flora International, SOS Luchs) setzen sich besonders für den Erhalt der seltenen Art ein.
 

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