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Stand: 09.10.2017

WWF-Artenlexikon

Leoparden (Panthera pardus)

Lebensraum Regenwälder, Mangrovenwälder, Trockenwälder, Laubwälder, Mischwälder, Nadelwälder, Bergwälder, Sumpfwälder, Savannenwälder, Baumsavannen, Strauchsavannen, Langgrassavannen, schneereiche Regionen, Halbwüsten, Wüsten sowie in der Nähe der Menschen in den Tropen, Subtropen und der gemäßigten Zone in Höhenlagen von bis zu 5.200 Metern
Geografische Verbreitung In Afrika und Asien in insgesamt mindestens 61 Ländern (2017)
Gefährdungsstatus Leoparden sind laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN „gefährdet“. Persische Leoparden und Sri-Lanka-Leoparden sind laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN „stark gefährdet“. Amur-Leoparden, Arabischen Leoparden und Java-Leoparden sind laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN „vom Aussterben bedroht“.
Bestandsgröße schätzungsweise mehr als 700.000 Afrikanische Leoparden (2008)
ca. 70 Amur-Leoparden (2015)
ca. 45 bis 200 Arabische Leoparden (2008)
weniger als 500 Chinesische Leoparden
ca. 12.000 bis 14.000 Indische Leoparden in Indien (2014)
weniger als 2.500 Indochinesische Leoparden
weniger als 250 Java-Leoparden (2008)
ca. 800 bis 1.000 Persische Leoparden (2008)
ca. 700 bis 950 Sri-Lanka-Leoparden (2015)

Lautloser Jäger

Amurleopard. © Valery Maleev / WWF

Leoparden ernähren sich ausschließlich von Fleisch. Dolchartige Eckzähne, messerscharfe Krallen, gute Nachtsicht, kräftige Muskeln und eine tarnende Musterung befähigen sie, schnelle, schwergewichtige, wehrhafte und manchmal sogar gefährliche Beutetiere überwältigen zu können. Unter den Raubtieren gehören Leoparden zu den besten Schleichjägern. Sie können sich besonders nah an ihre Beutetiere heranschleichen. Zum Angriff schießen sie aus dem Hinterhalt hervor, stürzen sich auf die Beute und reißen sie nieder. Größere Tiere töten sie mit einem Kehlbiss, kleinere mit einem Nackenbiss. Zur Verteidigung ihrer Mahlzeit vor Nahrungskonkurrenten ziehen Leoparden ihren Riss über Hunderte von Metern über den Boden und klettern dann mit der Beute im Schlepptau bis in mehrere Meter Höhe ins Geäst von Bäumen.

Weiterführende Informationen

Durch ihre gute Anpassungsfähigkeit haben Leoparden das größte Verbreitungsgebiet aller Katzen. Allerdings sind sie in 63 bis 75 Prozent ihres historischen Verbreitungsgebietes bereits ausgestorben. Seit den 1990er Jahren sind weltweit mehr als 30 Prozent des Leopardenlebensraumes verloren gegangen und in vielen Regionen nimmt der Lebensraumverlust weiter zu. Zudem werden Leoparden gejagt, vor allem weil ihre Knochen in Asien in den letzten Jahren zu einer beliebten Alternative zu Tigerknochen in der Traditionellen Asiatischen Medizin geworden sind.

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