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WWF-Artenlexikon

Nebelparder (Neofelis nebulosa & Neofelis diardi)

Lebensraum dichte Regenwälder, Mangroven-, Monsunwälder und Buschwälder, Nebelparder halten sich meist auf Bäumen auf
Geografische Verbreitung Nepal, Bhutan, Nordostindien, Bangladesch, Südchina, Myanmar, Thailand, Indochina (Vietnam, Kambodscha, Laos), Malaiische Halbinsel (Malakka) und große Sundainseln, Sumatra und Borneo
Gefährdungsstatus IUCN: N. nebulosa "gefährdet"
CITES: N. nebulosa Anhang I
Bestandsgröße N. diardi: etwa 8.000 bis 18.000 Individuen
N. nebulosa: keine genauen Angaben
Trend: abnehmend
Nebelparder. © Alain Compost / WWF-Canon

Gut getarnter Kopfüber-Kletterer

Der Nebelparder ist eine Großkatze Süd- und Südostasiens. Die Gattung Neofelis untergliedert sich in zwei Arten: N. nebulosa mit drei Unterarten und N. diardi. Letztere wurde erst nach neuesten genetischen Untersuchungen als eigenständige Art beschrieben (12/2006).

Nebelparder sind nachtaktiv und äußerst gut getarnt. Selbst erfahrene Forscher bekommen sie nur selten zu Gesicht. Das Wissen über sie ist dementsprechend dünn.

Was man weiß: Nebelparder sind vorwiegend Baumbewohner und nur selten am Boden anzutreffen. Ihre Jagd nach Nasenaffen, Gibbons oder Orang-Utans führt sie von Baum zu Baum. Der lange buschige Schwanz dient ihnen dabei als Balancierhilfe, die langen Krallen geben Halt und die muskulösen Hinterbeine die nötige Kraft, auch größere Lücken zu überspringen.

Weiterführende Informationen

Wegen ihrer Kletterkünste – sie können an Baumstämme kopfüber absteigen – nennen Einheimische sie auch Baumtiger. Am Boden erbeuten sie Hirsche und Wildschweine. Trotz gesetzlicher Schutzbestimmungen wird die Art noch immer stark bejagt und illegal gehandelt. In den letzten Jahren sind die Bestände in allen Verbreitungsgebieten stark zurückgegangen. Die größte Population findet sich noch auf Borneo.

Der WWF setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass die Abholzung der Wälder im Lebensraum des Nebelparders gestoppt wird und geltende Artenschutzgesetze strikter eingehalten werden. Seit dem Jahr 2004 verstärken wir dieses Engagement auf Borneo.

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