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WWF-Artenlexikon

Östlicher Gorilla (Gorilla beringei (Östlicher Flachlandgorilla oder Grauergorilla, G. b. graueri; Berggorilla, G. b. beringei)

Lebensraum beide Unterarten leben in Auen- und Sekundärwäldern, in denen viel Licht durch das lockere Kronendach auf den Waldboden fällt. Der Berggorilla kommt speziell in Regenwäldern der zentralafrikanischen Vulkankette in Höhen von 1.650 bis 3.800 Metern vor
Geografische Verbreitung Grauergorilla und Berggorilla leben nur im Osten der Demokratischen Republik Kongo, der Berggorilla auch in einigen Gebieten von Ruanda und Uganda
Gefährdungsstatus IUCN: Grauergorilla ist "stark gefährdet"; der Berggorilla "vom Aussterben bedroht"
CITES: Anhang I
Bestandsgröße 3.000 bis 5.000 Grauergorillas und etwa 700 Berggorillas
Berggorilla. © Michael Poliza / WWF

Beeindruckende Herrscher der afrikanischen Regenwälder

Gorillas sind die größten Menschenaffen, die heute auf der Erde leben. Ausgewachsene Männchen werden bis zwei Meter groß und bringen fast 300 Kilogramm auf die Waage. Gorillas sind intelligente, soziale Tiere, die in Familienverbänden aus mehreren Weibchen mit vier bis fünf Jungtieren und einem dominanten Männchen, dem Silberrücken, leben. Da Gorillas sich hauptsächlich von kalorienarmer vegetarischer Kost ernähren, verbringen sie einen Großteil ihres Tages mit Fressen. Dabei halten sich die tagaktiven Tiere meist am Boden auf. Wie alle großen Menschenaffen bauen sich auch Gorillas aus Blättern und Zweigen ein Schlafnest für die Nacht – meist am Boden.

Es gibt zwei Gorillaarten, den Westlichen und den Östlichen Gorilla, die räumlich getrennt voneinander in Zentralafrika vorkommen. Beide Arten werden in jeweils zwei Unterarten unterschieden. Für den Östlichen Gorilla sind das der Grauergorilla (oder östlicher Flachlandgorilla) und der Berggorilla. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN wird der Grauergorilla als „stark gefährdet“ und der Berggorilla als „vom Aussterben bedroht“ gelistet. Der Berggorilla zählt sogar zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Affen weltweit.

Weiterführende Informationen

Die größte Bedrohung für die Gorillas ist die Wilderei. Sie bedroht alle Menschenaffenpopulationen. Daneben gefährdet auch die Zerstörung des Lebensraums die Zukunft der Gorillas. Der WWF fürchtet, dass die Gorillas in 15 Jahren aus der Wildnis verschwunden sein könnten, wenn das gegenwärtige Ausmaß an Wilderei und Lebensraumverlust nicht drastisch reduziert wird. Gorillas und alle anderen großen Menschenaffen gehören zu den Leitarten des WWF. Daher hat sich die Umweltstiftung deren weltweiten Schutz zum Ziel gesetzt.

Der WWF engagiert sich bereits seit seiner Gründung im Jahre 1961 in verschiedenen Projekten zum Schutz von Menschenaffen. Neben klassischer wissenschaftlicher Feldarbeit unterstützt der WWF die Ausweisung neuer Schutzgebiete und engagiert sich in der Aus- und Weiterbildung von Schutzgebietspersonal.

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