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WWF-Artenlexikon

Okapi (Okapia johnstoni)

Lebensraum dichter Regenwald, bevorzugt im dichten Unterholz an den Ufern von Bächen und Flüssen
Geografische Verbreitung Norden bis Nordosten der Demokratischen Republik Kongo
Gefährdungsstatus IUCN: "Art der Vorwarnliste"
Bestandsgröße 10.000 bis 35.000 Tiere
Okapi. © David Lawson / WWF-UK
Okapi. © David Lawson / WWF-UK

Der mysteriöse Waldbewohner

Das Okapi ist der letzte Großsäuger, der in den Wäldern Afrikas entdeckt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts berichteten schon Reisende von einem kryptischen, pferdeähnlichen Tier. Doch es wurde erst 1901 wissenschaftlich beschrieben, und zwar nur aufgrund von Beschreibungen Dritter. So wurde es damals als "Equus (?) johnstoni sp.nov., eine offenbar neue Zebraart aus dem Semliki-Wald" festgehalten. Erst im Jahr 1904 wurde erstmals ein Okapi von einem Europäer gesehen (und gleich erschossen – so machte man das damals).

Es stellte sich dann heraus, dass es sich beim Okapi um einen nahen Verwanden der Giraffe handelt. Und obwohl wir im 21. Jahrhundert meinen, alles zu wissen und erforscht zu haben, ist die Lebensweise der Okapis in der Wildnis immer noch weitgehend unbekannt, da sie im von Unruhen und Kriegen gebeutelten Kongo zurückgezogen im dichten Regenwald leben.

Weiterführende Informationen

Und dennoch: Kaum entdeckt, schon bedroht. Gerade Okapis reagieren auf Veränderungen und Degradierung ihres Lebensraumes sehr empfindlich. Anders als andere Tiere brauchen sie einen dichten Regenwald zum Leben. Die Wälder Zentralafrikas sind noch großteils intakt, und es bietet sich eine große Chance, sie weitgehend zu erhalten und für sie nachhaltige Bewirtschaftungsmaßnahmen zu entwickeln – ein Prozess, in den der WWF maßgeblich eingebunden ist.

Auch die Jagd auf alles, was da kreucht und fleucht, setzt den Okapi-Beständen zu. Die „Buschfleischkrise“ ist ein Phänomen, das erst seit ein paar Jahren Beachtung findet. Der WWF und das Artenschutzprogramm TRAFFIC setzen sich gegen die Ausplünderung der Wildbestände in den Wäldern Zentralafrikas ein – zum Beispiel durch die Ausarbeitung von Überwachungsprogrammen.

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