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WWF-Artenlexikon

Seehund (Phoca vitulina)

Lebensraum Seehunde leben auf Sandbänken, Inseln, Felsen und manchmal sogar auf Eis. Die meiste Zeit halten sie sich in Küstengewässern auf, wo sie nach Fischen jagen.
Geografische Verbreitung von der Nordsee über den Atlantik und Pazifik bis nach Südjapan
Gefährdungsstatus IUCN: "Nicht gefährdet" (da Population insgesamt stabil, Populationen von Unterarten können aber auch abnehmen)
Rote Liste Deutschland: "gefährdet"
Bestandsgröße 350.000 bis 500.000 Individuen weltweit, davon derzeit 40.000 Seehunde im Wattenmeer der Nordsee
Seehunde. © Hans-Ulrich Rösner / WWF
Seehunde. © Hans-Ulrich Rösner / WWF

Heulen nach Mama

Die großen, runden Augen, die feuchte „Stupsnase“, das raue Bellen und das hundeähnliche Gesicht dürften dem Seehund seinen Namen eingebracht haben. Seehunde sind gesellige Tiere, sie leben an Land in großen Gruppen. Zum Ausruhen suchen sie meist Sandbänke auf, wo man sie beobachten kann. Ihr Leben spielt sich aber in der Hauptsache im Wasser ab. Hier jagen sie nach Fische und fressen, Muscheln und Krabben. Wenn junge, bis zu fünf Wochen alte Seehunde den Kontakt zur Mutter verloren haben, dann heulen sie laut, um den Kontakt zur Mutter wiederherzustellen.

Der Seehund ist die häufigste Meeressäugerart in Deutschland und wird auf der Roten Liste Deutschlands als „gefährdet“ eingestuft. Die weltweite Meeresverschmutzung stellt heute den Hauptbedrohungsfaktor der Seehundbestände dar. Gifte aus dem Meer reichern sich in den Körpern der Seehunde an, schwächen die Tiere und machen sie für Infektionen anfällig. So raffte ein mit der Hundestaupe verwandter Virus 1988 und 2002 jeweils etwa die Hälfte des Seehundbestandes im Wattenmeer dahin.

Weiterführende Informationen

Der WWF Deutschland engagiert sich seit über 20 Jahren für den Seehund. So ist das Wattenmeer in Deutschland auch durch beharrliches Engagement der Umweltstiftung durch drei Nationalparks in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen geschützt. Und auch in Dänemark und den Niederlanden wurden dort große Schutzgebiete ausgewiesen. Für Schutzgebiete auf dem Meer engagiert sich der WWF zugleich weltweit, ebenso wie für eine Verringerung des Schadstoffeintrages ins Meer. Hier liegen die wichtigsten Tätigkeitsfelder des WWF beim Einsatz für eine EU-Chemikalien-Richtlinie und für internationale Konventionen gegen giftige Chemikalien.

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