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WWF-Artenlexikon

Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii)

Lebensraum Orang-Utans leben in den Tieflandregenwäldern und in den Sümpfen des Flachlands.
Geografische Verbreitung Der Sumatra-Orang-Utan ist auf der Insel Sumatra endemisch. Sumatra-Orang-Utans kommen heute nur noch im Norden Sumatras, sowie in einem von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt neu ausgewilderten Bestand im Zentrum Sumatras vor.
Gefährdungsstatus IUCN: „Vom Aussterben bedroht“
Bestandsgröße laut IUCN 14.600 Individuen

Seltene Waldmenschen

Orang-Utan auf Sumatra. © naturepl.com / Anup Shah / WWF
Orang-Utan auf Sumatra. © naturepl.com / Anup Shah / WWF

Es gibt zwei Orang-Utan-Arten, den Borneo-Orang-Utan und den Sumatra-Orang-Utan. Auf Sumatra ist das heutige Hauptverbreitungsgebiet nördlich des Batang Toru-Flusses im Norden der Insel beschränkt. In weiter südlich gelegenen Teilen Sumatras kamen Orang-Utans noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Vor allem die Jagd hat dort die Bestände vernichtet. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt wildert erfolgreich Orang-Utans in Zentralsumatra aus.

Die Orang-Utans leben im Gegensatz zu ihren afrikanischen Menschenaffenverwandten überwiegend einzelgängerisch. Allerdings ist vom Sumatra-Orang-Utan bekannt, dass die Weibchen in einem losen Verbund aus mehreren Tieren zusammenleben. Wie viele Tiere in einem Gebiet leben, wird vor allem vom Nahrungsangebot bestimmt – selten sind es mehr als ein bis zwei Orang-Utans pro Quadratkilometer. Auf Sumatra wurde der Gesamtbestand des Orang-Utans 2016 auf etwa 14.000 Tiere geschätzt. Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts lag deren Zahl bei etwa 85.000 Tieren.

Der Sumatra-Orang-Utan wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Das Überleben des Sumatra-Orang-Utans ist vor allem durch Lebensraumverlust und Fragmentierung bedroht. Sumatra Orang-Utans werden häufig aber auch bewusst getötet und überlebende Jungen enden in einem illegalen Haustierhandel. Sumatra-Orang-Utans werden oft auch in Menschen-Wildtier-Konfliktsituationen getötet, zum Beispiel, wenn sie Nahrung auf Plantagen und Feldern suchen. Teilweise werden Orang-Utans in Nord-Sumatra noch als Nahrung gejagt. Modellierungsergebnisse deuten darauf hin, dass keine der acht erhaltenen Wildpopulationen von Sumatra Orang-Utans langfristig lebensfähig sind (500 Jahre) unter der projizierten Rate und Dauer des Lebensraumverlustes und der Entnahme von Orang-Utans aus der Wildnis. Die Prognose ändert sich und die Lebensfähigkeit wird bei Modellen hoch, in denen Lebensraumverlust und Ernte sofort angehalten werden. Die Zukunft der Sumatra-Orang-Utan-Populationen wird in hohem Maße von den zukünftigen Raten des Lebensraumverlustes, der Fragmentierung und der Entnahme abhängen und wie lange diese Bedrohungen fortgesetzt werden, bevor sie reduziert oder eliminiert werden.

Zwar unterhält der WWF kein eigenes Feldprojekt zum Schutz des Sumatra-Orang-Utans, unterstützt aber Strafverfolgungsbehörden sowie Richter und Staatsanwälte in Indonesien bei der Verbesserung der Straferkennung und -verfolgung von Artenschutzdelikten.

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