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Stand: 04.10.2016

Ausgehandelt: Schutz für Teufelsrochen, Haie – und den Vaquita

Gute Nachrichten für marine Arten: Die Internationale Artenschutzkonferenz (CITES) hat sich in Johannesburg für den besseren Schutz von Seidenhaien, Fuchshaien und Teufelsrochen ausgesprochen. Sie werden jetzt in Anhang II des Artenschutzabkommen geführt und dürfen nur noch unter strengen Auflagen gehandelt werden.

Riesenmanta © James Morgan / WWF
Riesenmanta © James Morgan / WWF

Haie sind die einzigen großen Raubtiere, die noch kommerziell gejagt werden. Dabei sind sie anfällig für Überfischung, vor allem wegen ihrer geringen Geburtenquote. Außerdem enden Seidenhai und Fuchshai oft als Beifang in der Fischerei auf Thunfisch oder Schwertfisch.

Seidenhai, Fuchshai und Teufelsrochen dürfen nicht mehr gehandelt werden

Seidenhaie © Hélène Petit / WWF
Seidenhaie © Hélène Petit / WWF

Der Seidenhai ist einer der drei meistgefischten Haie - bis zu 1,5 Millionen werden pro Jahr gefangen. Fuchshaie sind vor allem aufgrund ihres Fleisches begehrt. Die Bestände sind weltweit zurückgegangen, im Mittelmeer sogar um 99 Prozent. Die majestätischen Teufelsrochen werden gezielt befischt, vor allem wegen ihrer in der chinesischen Medizin begehrten Kiemenreusen. Hier mangelt es laut WWF jedoch an der notwendigen Regulierung. Die größten bekannten Fang- und Exportnationen sind Sri Lanka, Indien, Peru, Indonesien und China.

Endlich: Schutz für den Vaquita

Auch die kleinste Walart der Welt, der Vaquita-Schweinswal, soll zukünftig besser geschützt werden. Die einzige Population ist auf 60 Tiere zusammengeschrumpft, weil die Kleinwale als Beifang in der verbotenen Fischerei auf die ebenfalls vom Aussterben bedrohte Fischart Totoaba verenden. Angetrieben wird die verhängnisvolle Fisch-Wilderei, weil die Schwimmblase des Totoaba in China als Delikatesse Rekordpreise erzielt.

„Im Golf von Kalifornien hat illegale Fischerei damit gleich zwei geschützte Arten an den Rand der Ausrottung gebracht. Um sie zu retten, braucht es bessere Kontrollen der Fischerei und des illegalen Handels von Mexiko über die USA auf den chinesischen Markt“, sagt WWF-Expertin Catherine Zucco. Diese drei Staaten haben sich nun auch im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens zu einer besseren Umsetzung und Kontrolle des bestehenden Handelsverbots für Totoaba verpflichtet.

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