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Stand: 22.02.2017

Vaquitas schützen - erfolgreiche Bergung von Geisternetzen

Gemeinsam mit Fischern aus San Felipe legten Aktivisten vom WWF Mexiko und anderen NGOs fast 12.000 Kilometer auf der Jagd nach „Geisternetzen“ zurück. Die Aufräumarbeiten auf hoher See sind die letzte Chance, um das Überleben der Vaquitas, des kleinsten Wals der Welt, zu retten.

Die scheuen Meeressäuger leben nur im Golf von Kalifornien. Nach letzten Zählungen tummeln sich hier nur noch 30 Exemplare. Die oft illegal aufgestellten Stellnetze sind für die Tiere eine tödliche Gefahr. Die Wale verfangen sich in den Netzen und ersticken jämmerlich. Ein sinnloser Tod. Eigentlich haben es die Piratenfischer auf den Totoaba-Fisch abgesehen. Deren getrocknete Schwimmblasen bringen auf dem asiatischen Markt Rekordsummen.

Mehr als zehn Tonnen Netze geborgen

Die Expedition der Walretter war erfolgreich. In nur drei Wochen entdeckten die Naturschützer 136 Fangvorrichtungen, die oft achtlos zurückgelassen worden waren, für die Tiere aber weiter eine große Gefahr darstellen. Mehr als 100 dieser Netze, Reusen, Angeln und Langleinen zum Totoaba-Fang konnte man abräumen. Darunter waren auch 36 Stellnetze für Totoaba, die für die Vaquitas eine besondere Bedrohung waren. 28 dieser Netze waren noch in Gebrauch. Weiterhin 36 illegale Stellnetze zum Fang von Shrimps.

Insgesamt zogen die Helfer Netze mit einem Gesamtgewicht von mehr als zehn Tonnen aus dem Meer und befreiten mehrere Meeresschildkröten, Krustentiere und Fische. Leider fanden sie auch zahlreiche verendete Meeresbewohner, darunter drei Schildkröten, Rochen und tausende andere Fische. 

Die Aktion war super erfolgreich

Großzügige Hilfe aus Deutschland

Die Aktion war nur durch die großzügige Hilfe aus Deutschland und das ehrenamtliche Engagement der Menschen vor Ort möglich. "Die Aktion war super erfolgreich, sie zeigt aber zugleich, dass wir nicht nachlassen dürfen. Im Golf von Mexico lauern noch zahlreiche Netze, die das Überleben der kleinen Vaquitas infrage stellen", betont WWF-Meeresschutzexperte Stephan Lutter.

 

Bleibt zu hoffen, dass dann erneut viele der Todesfallen abgeräumt werden können. Die Walretter stießen bei ihrer Ausfahrt übrigens nicht nur auf Netze sondern bekamen tatsächlich auch Vaquitas zu Gesicht - ein mehr als seltener Anblick!

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