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Der Walfang ist verboten - aber es gibt Ausnahmen

Südkaper. © Brian J. Skerry / National Geogr. Stock / WWF
Südkaper. © Brian J. Skerry / National Geogr. Stock / WWF

Das Moratorium der IWC von 1986 führte keineswegs zur völligen Einstellung des Walfanges. Denn erstens blieben die Kleinwale ausgeschlossen. Und zweitens blieb auch bei den Großwalen eine juristische Hintertür: nämlich die Jagd „zu wissenschaftlichen Zwecken“. Genau mit dieser Begründung jagen bis heute Japan und Island weiter Wale.

 

Was aber sind „wissenschaftliche“ Zwecke? Bislang führten die so begründeten Fänge zu keinen neuen Forschungsergebnissen. Das Fleisch der meisten getöteten Wale landet nachweislich in Supermärkten und Restaurants.

Geht es also in Wahrheit nur ums Geldverdienen? Keineswegs, sagen WWF-Experten: Sowohl für Japan wie für Norwegen ist der Walfang schlicht unwirtschaftlich. Warum aber jagen sie dann?

 

Vermutlich aus Tradition und nationalem Eigensinn – jedenfalls offenkundig aus nicht rationalen Gründen. Das heißt aber auch: Je mehr die Weltgemeinschaft moralischen Druck auf die letzten Waljäger ausübt, desto irrationaler werden deren Aktionen.

 

Bestes Beispiel: „Esst Wale, um Fische zu retten“: Mit so betitelten Studien erscheinen seit einigen Jahren japanische „Wissenschaftler“ auf IWC-Tagungen. Weil die wenigen vom Vernichtungsfeldzug verbliebenen Wale so viel Fisch fräßen, so die krude Argumentation, müssten Menschen Wale essen, damit mehr Fische im Meer übrig blieben – für den Fischfang. Das ist blanker Unsinn, auf den manche Politiker aber gern hereinfallen. Der wichtigste Grund für den Rückgang vieler Fischbestände ist die Überfischung der Meere durch den Menschen. Mehr noch: Die Überfischung durch immer mehr Fangflotten bedroht ganz direkt die Wale. Denn ihnen wird schlicht ihre Nahrung weggefangen.

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