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Warum Whalewatching den Tieren hilft

Hautnah dran: Grauwalbeobachtung. © naturepl.com / Todd Pusser / WWF
Hautnah dran: Grauwalbeobachtung. © naturepl.com / Todd Pusser / WWF

"Da bläst er!", riefen früher die Walfänger in der Arktis. Heute können auch Sie den Reiz erleben, einen Wal zu sehen - aber ohne ihnen zu schaden. Im Gegenteil: Sie können ihnen durch das Beobachten helfen. Es ist schon irgendwie mystisch, elementar und zutiefst beeindruckend, wenn man das erste Mal einen Wal im Meer erblickt. Die Bootsfahrt, die Erwartungen, der erste flüchtige Blick. Die plötzliche Erkenntnis, dass man eines der außergewöhnlichsten und größten Tiere der Welt in seiner natürlichen Umgebung sieht. All dies zusammen macht einen dieser unvergesslichen Momente des Lebens aus.

 

Und gerade jetzt gibt es mehr Gründe, Wale zu beobachten, als jemals zuvor. Walbeobachtung, "Whalewatching", ist nicht nur ein ganz besonderes Abenteuer. Es kann zudem zu ihrem Schutz und somit auch zur Arterhaltung beitragen. Denn Gemeinden verdienen so nachweislich mehr als duch das Töten der Wale.

Walbeobachtung boomt

Jedes Jahr beobachten etwa zehn Millionen Menschen Wale und geben dafür über eine Milliarde Dollar aus. Die Zahl der Teilnehmer an Walbeobachtungs-Touren steigt jährlich um etwa zwölf Prozent.

Fast 500 Gemeinden in 87 Ländern bieten heute Walbeobachtungs-Touren an. Die Zahl der Walbeobachter in den arktischen Gebieten von Alaska, Kanada, Grönland, Island, Norwegen und Russland beträgt etwa 140.000 im Jahr. Touristen, die in diese Gebiete reisen, geben schätzungsweise knapp 150 Millionen Dollar aus.

Seit 1988 die ersten Touren begannen, ist Whalewatching allein in der Arktis stetig gewachsen. Für Touristen bietet sich so die Gelegenheit, Wale, Delfine und Tümmler in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Außerdem ist dies eine großartige Möglichkeit, etwas über die Natur- und Kulturgeschichte der Arktis zu lernen-und wie wichtig Naturschutz überhaupt ist.

Walbeobachtung und Arterhaltung

Der WWF fördert sorgfältig kontrollierte Walbeobachtung (Whalewatching), weil sie zur Unterstützung der Arterhaltung von Walen, Delfinen und Tümmlern beitragen kann. In den Gebieten Andenes und Tysfjord in Nordnorwegen zum Beispiel, wo man häufig Pottwale und Orcas sehen kann, hat der WWF mitgeholfen, Walbeobachtung einzuführen.

Und in Island stellt der WWF Mittel für das "Walzentrum" in Husavik zur Verfügung, ein interaktives Museum über Wale und die Geschichte des Walfangs. In Island ist die Zahl der Teilnehmer an Walbeobachtungs-Touren von 100 im Jahr 1991 auf 80.000 in 2004 explodiert.

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