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Zahnwale

Etwa 71 Walarten gehören zur Unterordnung der Zahnwale - die meisten von ihnen sind kleine Delfine wie der Irawadi-Delfin und Tümmler. Es gibt jedoch auch einige 'Große' unter ihnen, wie beispielsweise Schwertwal und Pottwal; letzterer kann bis zu 20 Metern lang werden.

Schlankdelfine (Stenella attenuata). © William W. Rossiter / WWF-Canon
Schlankdelfine (Stenella attenuata). © William W. Rossiter / WWF-Canon

Zahnwale werden in 10 Familien untergliedert: Chinesischer Flussdelfin (1 Art), Amazonasdelfin (1 Art), La-Plata-Delfin (1 Art), Südasiatischer Flussdelfin (1 Art), Eigentliche Delfine (etwa 35 Arten), Schweinswale (6 Arten), Gründelwale (2 Arten), Pottwal (1 Art), Zwergpottwale (2 Arten) und Schnabelwale (etwa 21 Arten).

 

Alle Zahnwale beherrschen die Echolotortung. Mit einem Sonarsystem (Echolot) können sie ihre Beute, meist wendige Fische und Kraken, aufspüren. Die Melone, ein wachsartiges, linsenförmiges Gebilde in der Stirn des Wals, fokussiert Laute, die meist im Ultraschallbereich zwischen 20 bis 220 kHz liegen und von den Walen selbst in den Nasengängen erzeugt werden. Die von der Beute zurückgeworfenen Schallwellen werden in den ölgefüllten Aushöhlungen des unteren Kieferknochens empfangen und durch den Knochen sowie darüber liegendem Fettgewebe zum Ohr und Gehirn weitergeleitet, wo die Informationen ausgewertet werden. Durch diese Echos ist der Wal in der Lage, die Entfernung eines Objekts, seine Größe, Form und Oberflächenstruktur zu bestimmen und somit ein 'Klangbild' seiner Umgebung zu erstellen.

 

Bei den meist gesellig lebenden Zahnwalen kann man an individuellen Pfeiftönen auch einzelne Tiere unterscheiden; mitunter haben sich bei den Tieren gruppenspezifische Dialekte ausgebildet.

Delfin oder Tümmler?

Delfine (Delphinidae) und Tümmler (Phocoenidae) können leicht verwechselt werden. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sind ihre Zähne: Tümmler besitzen spatenförmige Zähne, während sie bei den Delfinen eher kegelförmig sind.

Mitglieder der Delfinfamilie besitzen zudem eine größere, sichelförmige Rückenfinne. Die meisten Arten haben einen melonenförmigen Kopf mit ausgeprägter Schnauze, dem so genannten Schnabel. Zu den Delfinen gehört die kleinste Walart – der Hectordelfin mit bis zu 1,4 Metern Länge. Die größte Delfinart ist der Schwertwal, auch Orca genannt, mit bis zu 7 Metern Länge.

Mitglieder der Tümmlerfamilie besitzen dagegen stumpfe Köpfe, welche auf den fehlenden Schnabel und die nicht ausgeprägte melonenförmige Stirn zurückzuführen sind. Die Rückenfinne der meisten Tümmler ist klein und dreieckig. Die kleinste Tümmlerart ist der bei uns heimische Schweinswal, mit bis zu 2 Metern Länge, und die größte Art, mit bis zu 2,4 Metern Länge, der Dall-Hafenschweinswal.

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