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Stoppt das Mordsgeschäft: Gemeinsam gegen die Wildtiermafia

Zehntausende von Elefanten und hunderte von Nashörnern werden jährlich grausam abgeschlachtet, die Wilderei grassiert wie nie zuvor. Jetzt nimmt der WWF mit einer weltweiten Aktion den Kampf gegen das Verbrechen auf.

In Kamerun wurden mehr als 300 Elefanten abgeschlachtet. © WWF / Green Renaissance

Vor allem in Afrika spielen sich schreckliche Szenen ab: Noch nie mussten so viele Elefanten und Nashörner wegen ihrer Stoßzähne und Hörner sterben wie in den letzten Jahren. Mindestens 38,5 Tonnen Elfenbein wurden 2011 beschlagnahmt – was den Stoßzähnen von über 4000 Elefanten entspricht. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer ist viel höher. Schätzungen zufolge kommen jährlich Zehntausende afrikanische Elefanten um. Noch dramatischer ist die Lage bei den Nashörnern. Die Wilderei stieg in Südafrika in den letzten fünf Jahren um mindestens 3000 Prozent. Allein 2013 wurden schon mehr als 313 Tiere getötet und Schätzungen zufolge könnten es dieses Jahr mehr als 794 werden.

Die Folgen für die Tierarten sind fatal: In Vietnam wurde das Java-Nashorn vermutlich schon 2010 von Wilderern ausgerottet. Den afrikanischen Nashörnern droht das gleiche Schicksal. Die Elefanten Population in Zentralafrika hat sich in nur zwölf Jahren zwischen 1995 bis 2007 in den untersuchten Gebieten mehr als halbiert. Jetzt ist es Zeit zum Handeln!

Die Stoßzähne eines einzigen Elefanten bringen mehrere zehntausend Euro.
Die Stoßzähne eines einzigen Elefanten bringen mehrere zehntausend Euro. © Bas Huijbregts / WWF-Canon

Die Hörner und das Elfenbein gehen illegal vor allem nach Asien. Die explosionshafte Zunahme der Wilderei ist eine Folge der ständig zunehmenden Nachfrage. Nashorn-Pulver wird dort mit Gold aufgewogen, die Stoßzähne eines Elefanten bringen mehrere zehntausend Euro. Bei dem blutigen Geschäft mit Nashorn und Elfenbein sind internationale Verbrechersyndikate beteiligt. Der Gesamtwert des illegalen Handels mit Arten aus der Wildnis wird auf mindestens acht Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Wilderei und Schmuggel gehören zu den fünf einträglichsten Sparten der internationalen Kriminalität - vergleichbar mit Waffen-, Drogen- und Menschenhandel. Bestraft wird von den Tätern kaum jemand, und wenn, dann häufig zu milde.

Mit dem Geld finanzieren Verbrecherorganisationen sogar lokale Konflikte, vor allem in Zentralafrika. Wilderei ist nicht nur ein Verbrechen an der Natur, ganze Staatengebilde werden destabilisiert.

Die weltweite Kampagne will Regierungen in Zentralafrika, Thailand, China, Vietnam und die Vereinten Nationen dazu bringen, Wilderei und den illegalen Handel mit Wildtieren endlich als schwere Verbrechen einzustufen - und entsprechend hart zu ahnden. Ohne mehr Kontrollen, mehr Prozesse und höhere Strafen wird das Gemetzel unvermindert weitergehen. Schärfere Gesetze und Strafverfolgung werden hingegen Wilderei, Handel und Nachfrage erheblich reduzieren helfen.

Wir werden in den nächsten Monaten massiv auf Politik und Gesellschaft einwirken, um Angebot und Nachfrage zu bekämpfen. Wir werden Eure Unterstützung brauchen. Stoppt das Mordsgeschäft! Gemeinsam gegen die Wildtiermafia.

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