Tatort Brandenburger Tor: WWF und US-Botschaft gemeinsam gegen die Wilderei
Anlässlich des ersten „Wildlife Conservation Day“ am 4. Dezember 2012 wurde der Pariser Platz in Berlin in einen Wildtier-Tatort verwandelt. US-Botschafter Philip Murphy erklärt, dass die Wilderei eine Bedrohung für die internationale Sicherheit darstellt.

Im Kampf gegen die Wildereikrise hat der WWF einen mächtigen Verbündeten gefunden: Hillary Clinton hat den 04. Dezember zum „Wildlife Conservation Day“ erklärt. „Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit über die außer Kontrolle geratene globale Wilderei aufzuklären. Die Angriffe auf Elefanten und Nashörner sind auf einem alarmierenden Niveau. Ganze Tierbestände stehen vor der Ausrottung“, begründete die amerikanische Außenministerin ihr Engagement.
Anlässlich des ersten „Wildlife Conservation Day“ verwandelte der WWF den „Pariser Platz“ vor dem Brandenburger Tor in der Bundeshauptstadt Berlin am 4. Dezember in einen Wildtier-Tatort. Unterstützung erhielt der WWF dabei von der US-Botschaft. „Was für eine hervorragende Idee, die Savanne Afrikas hierher nach Berlin zu verlegen“, sagte der amerikanische Botschafter Philip Murphy.
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„Die Idee ist vor allem deshalb so gut, weil es verdeutlicht, dass die Wilderei ein globales Problem ist, eines, das uns alle angeht.“ Mit Elefanten und Nashorn-Aufstellern bildete der WWF eine typische „Crime Scene“ nach, auf dem Boden wurden mit Kreide die Umrisse von Leichen der Dickhäuter gezeichnet, um auf dem historisch bedeutenden Pariser Platz auf die Wilderei-Kampagne aufmerksam zu machen. Produkte aus Elfenbein und Nashorn hätten inzwischen einen ähnlichen Stellenwert wie Blutdiamanten erlangt. Vor allem aus Asien steigt die Nachfrage weiter, treibt den Preis in die Höhe und macht die Wilderei zu einem lukrativen Geschäft für skrupellose Banden.
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Weihnachten ist die Hochsaison für Wilderei
Über 10.000 Elefanten und mindestens 588 Nashörner sind bislang im Jahr 2012 der Wildereikrise zum Opfer gefallen, so viele, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. „Genau in diesem Moment sterben sehr wahrscheinlich in Afrika wieder Elefanten. Und am Ende des Tages, werden wir wohl zwei Nashörner mehr verloren haben“, sagte Volker Homes, Leiter Artenschutz WWF Deutschland. Die Erfahrungen der letzten Jahre hätten gezeigt, dass diese Zahlen gerade im Dezember noch einmal dramatisch in die Höhe schnellen. „In Savanne und Regenwald wird es blutige Weihnachten geben“, sagt Homes. Das läge zum einen an klimatischen Bedingungen, beispielsweise an der Regenzeit in Südafrika, die die Sichtweiten für Ranger mitunter erheblich verschlechtert. Aber auch viele Ranger wollen Weihnachten zu Hause verbringen und weniger Touristen sind über die Weihnachtsfeiertage im Feld, so dass dies die Wilderei verstärkt, sagt Homes.

Die USA greifen ein im Kampf gegen die Wilderei
Das „US-State Departement“ der Vereinigten Staaten von Amerika hatte am 8. November einen Plan veröffentlich, um sich maßgeblich am Kampf gegen die globale Wildereikrise zu beteiligen. „Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass Artenschmuggel organisierter, lukrativer, weiter verbreitet und gefährlicher als jemals zuvor geworden ist. Diese Entwicklung kann in manchen Regionen eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit und für wirtschaftliche Entwicklung darstellen“, sagte US-Botschafter Philip Murphy.
Dalberg-Report wird in New York veröffentlicht
Am 12. Dezember wird der WWF in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft in New York eine Studie veröffentlichen, die den Zusammenhang zwischen Korruption, Terrorismusfinanzierung und Wilderei verdeutlicht. Zahlreiche Botschaftsvertreter werden an dieser Veranstaltung teilnehmen. Das Ziel des WWF ist es, die Bekämpfung von Wilderei und illegalem Artenhandel auf die Agenda der Vereinten Nationen zu setzen. Wildlifecrime würde demnach auf der gleichen Stufe stehen, wie Menschen-, Drogen-, und Waffenhandel. Die Studie wird von „Dalberg Global Development Advisors“ veröffentlicht.












