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UN-Gipfel zur biologischen Vielfalt in Cancun:

Die 13. Vertragsstaatenkonferenz (COP 13)

Landwirtschaft ist Gegenstand der COP 13 © agrarfoto.com / WWF
Landwirtschaft ist Gegenstand der COP 13 © agrarfoto.com / WWF

Dieser UN-Gipfel im mexikanischen Cancun steht ganz im Zeichen der Integration von biologischer Vielfalt in die wichtigsten Landnutzungssektoren: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Tourismus. Die Runde aus Umwelt- und Agrarministern tagt schon vor den eigentlichen Verhandlungen vom 2. bis 3. Dezember und will die CANCUN-DECLARATION ON MAINSTREAMING THE CONSERVATION AND SUSTAINABLE USE OF BIODIVERSITY FOR WELL-BEING verabschieden. Dem WWF geht die Absichtserklärung jedoch nicht weit genug - eine Verschärfung ist notwendig. Insbesondere muss die Dringlichkeit herausgestellt werden, denn in den verbleibenden vier Jahren bis zum Ende des Jahrzehnts müssen die Vertragsstaaten schneller handeln, um den weiteren Verlust an biologischer Vielfalt und Ökosystemleistungen zu mildern – verhindern wird man das weitere Aussterben von Arten bis dahin kaum können.

 

Es gilt Zeit zu gewinnen, denn der Klimawandel schreitet weiter fort, die Menschheit und der Ressourcenverbrauch wachsen noch. Den anhaltend negativen Trend zeigt insbesondere der Living Planet Index im kürzlich veröffentlichten Living Planet Report 2016 des WWF – der Ausverkauf der Natur geht weiter, wenn nicht schnell und konsequent von den Staaten gegengesteuert wird. Nicht nur für Entwicklungsländer wird es risikoreich, eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, wenn die ökologische Basis allen Wirtschaftens weiter schwindet.

Logo der COP13 in Cancun

Die notwendige Beschleunigung in der Umsetzung des Strategischen Plans der CBD betrifft die Mehrzahl der sog. 20 Aichi-Ziele, die sich die Staaten auf dem 10. UN-Gipfel 2010 gesetzt haben und bis 2020 erfüllen wollen. So etwa die Beseitigung umweltschädlicher Subventionen, die Integration von Naturschutzkosten in die Wohlstandsberechnungen und die Förderung von nachhaltigen Produktionsverfahren und Konsum. Es gibt auch Positives zu vermelden, denn den Zielen, die Schutzgebietsfläche an Land auf 17 % und auf den Ozeanen auf 10% zu erweitern, ist man schon große Schritte näher gekommen.

 

Weil an allen Ecken und Enden in den Staaten das Geld fehlt, insbesondere in den Entwicklungsländern, um an Natur zu retten was noch zu retten ist, müssen vor allem die schädlichen Subventionen in der Landwirtschaft, vor allem in der EU, beseitigt und die Mittel für vermehrte Schutzmaßnahmen eingesetzt und Investitionen in nachhaltige Nutzungen getätigt werden. Auch ein wichtiges WWF-Thema wird sein zu überprüfen, ob die entwickelten Länder ihre Zusagen eingehalten haben, bis Ende 2015 die Finanzierung für Naturschutz in Entwicklungsländern zu verdoppeln. Deutschland ist hierbei zum Glück vorbildlich.

POSITION DES WWF

  • Alle WWF-Positionspapiere zur CBD COP-13 sind in englischer Sprache verfügbar auf den Seiten von WWF International.
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