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Treffpunkt vieler Wasservögel

Was wäre Deutschland ohne Seen? Sie sind nicht nur ökologische Perlen in der Kulturlandschaft, sondern wirken zugleich wie Magnete auf Erholung suchende Menschen.

Seenlandschaft Uckermark. © Bernd Lammel / WWF
Seenlandschaft Uckermark. © Bernd Lammel / WWF

Die Wasserfläche selbst, die Uferzonen und das Wassereinzugsgebiet erfüllen wichtige Funktionen im Naturhaushalt. Seen stecken voller Leben: Von den Arten des freien Wassers (zum Beispiel Plankton, Laichkrautgewächse, Fische) über die Bewohner der Uferzonen und Schilfröhrichte (etwa Rohrsänger, Große Rohrdommel, Amphibien, Fischotter) bis hin zu „Nahrungsgästen“ wie dem Seeadler. Besondere Bedeutung haben große, ungestörte Wasserflächen, die Tausenden von Wasservögeln als Rast- und Mauserplätze dienen können.

 

In den Projekten Schaalsee-Landschaft und Uckermärkische Seen konzentriert sich der WWF auf den Schutz dieser Lebensräume, um über die Ausweisung großflächiger Schutzgebiete die biologische Vielfalt zu sichern.

Die meisten natürlichen Seen in Deutschland verdanken ihre Entstehung der Eiszeit. Gletscher und Schmelzwasser formten Becken und Rinnen, die den Seen ihre heutige Gestalt gaben.

 

Seen sind besonders empfindlich

Nährstoffe wie Phosphate und Nitrate können stehende Gewässer derart belasten, dass sie "umkippen": Algenteppiche und der übermäßige Sauerstoffverbrauch zum Ab- und Umbau der Nährstoffe durch Algen und Bakterien lässt Tiere und Pflanzen ersticken.

 

Der Zustand vieler Seen hat sich in den letzten Jahrzehnten aber nicht nur durch übermäßig eingetragene Nährstoffe stark verschlechtert. Auch direkt oder diffus über die Luft eingetragene Schadstoffe, eine stärkere Bebauung der Uferzonen, intensive Fischerei und die immens gewachsene Freizeitnutzung belasten die Seen. Daher setzt sich der WWF auch für eine naturverträgliche Gestaltung der Erholungsnutzung ein: Im Projekt „Uckermärkische Seen“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Wassersport ein naturverträgliches Lenkungs- und Informationssystem für Wasserwanderer etabliert. Und im Projekt „Schaalsee-Landschaft“ wurden Informationstafeln installiert und der Bau von Beobachtungstürmen unterstützt.

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