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Stand: 12.03.2015

Feuchtgebiete wiederbeleben

Viele ehemalige Überflutungsflächen entlang von Flüssen sind in den letzten Jahrhunderten trockengelegt, in Äcker oder Pappelplantagen umgewandelt oder zugebaut worden und können somit ihre natürlichen Funktionen nicht mehr erfüllen.

„Grüner Korridor“ an der Unteren Donau. © Michel Gunther / WWF-Canon
© Michel Gunther / WWF-Canon

Doch vielerorts lassen sich diese Flächen wieder renaturieren: Unverbaute Flächen werden etwa durch Dammöffnungen wieder an den Fluss "angeschlossen" - und damit an die natürliche Dynamik des Stromes. Daraufhin können sie sich wieder naturgemäß entwickeln, und dem Fluss steht mehr Raum zur Verfügung, um sich natürlich zu entfalten.

 

Renaturierung im Donau-Delta

Auf Initiative des WWF vereinbarten die vier Donau-Anrainerstaaten Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine im Juni 2000 die Einrichtung eines „Grünen Korridors“ an der Unteren Donau. Auf 1.000 Flusskilometern sollen 160.000 Hektar Auen geschützt und 225.000 Hektar zerstörte Überschwemmungsflächen renaturiert werden. Dadurch entsteht der größte Auenkomplex Europas. Dieser Erfolg im Donau-Delta bildete die Basis für weitere Renaturierungs-Aktivitäten stromaufwärts. Seit 1994 konnten so im Biosphärenreservat Donau-Delta in Zusammenarbeit mit dem Donau-Delta-Institut bereits etwa 10.000 Hektar Überflutungsflächen wiederhergestellt werden.

 

Mehr Überflutungsflächen an Oder und Elbe

Nach dem katastrophalen Hochwasser von 1997 engagiert sich der WWF auch an der Oder, um die Fehler, die nach vergleichbaren Katastrophen zum Beispiel am Rhein gemacht wurden, zu verhindern: Statt des Baus neuer Staustufen wird für ökologisch sinnvolle Programme geworben. Basis dafür bildet der vom WWF Auen-Institut erstellte Oder-Auen-Atlas mit seinem umfangreichen Kartenmaterial des Flusses.

 

Auch in dem seit 2001 aktiven WWF-Großprojekt an der Mittleren Elbe ist die Renaturierung wertvoller Auenflächen ein wichtiger Bestandteil des Vorhabens. Unter anderem werden Hindernisse beseitigt, damit das Wasser der Elbe wieder die Flächen überfluten kann. Dadurch sollen sich auf ehemaligen Pappelplantagen wieder typische Auenwälder entwickeln.

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