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Wasser in einer urbanisierten Welt

Internationale Experten berieten vom 21. bis 27. August 2011 in Stockholm

Wie viel „sauberes“ Wasser braucht eine 20-Millionen-Metropole? Wie belastbar sind Wasservorkommen durch den Verbrauch sogenannter Mega-Citys? Ab wann sind die Selbstreinigungskräfte erschöpft – wann kippt das System? Welche Wege nehmen Keime, Chemikalien und Metalle und wo lagern sie sich ab? Welches Konzept braucht ein Abwasser-System zum Schutz von Mensch und Natur?

© Simon Rawles / WWF-Canon
© Simon Rawles / WWF-Canon

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich die diesjährige Weltwasserwoche in Stockholm unter dem Titel „Responding to Global Changes – Water in an Urbanising World“.

 

Die kontinuierliche und rapide „Verstädterung“ verändert nicht nur unsere Lebensweise, sondern sie führt auch zu neuen Herausforderungen und Bedrohungen der Ökosysteme, die uns als Lebensgrundlage dienen. In diesem Zusammenhang kommt dem kostbaren Gut Wasser eine besondere Bedeutung zu. Wasser ist nicht nur Lebens- und Nahungsgrundlage für Mensch und Natur. Wasser ist zugleich Produktionsfaktor für die Industrie und die Wirtschaft der Städte. Und in Form von entsorgtem und gereinigtem Abwasser sorgt es für die Hygiene und Gesundheit. Eine „urbanisierte Menschheit“ braucht daher Konzepte, wie Wasser in ausreichender Qualität und Quantität für Megacitys und Ballungsräume gesichert werden kann, ohne dadurch das nähere und weitere Umland und die Natur auszubeuten.

 

„Der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser durch Industrie und Landwirtschaft, aber auch durch die Verbraucher, wird für die Zukunftsfähigkeit und die Lebensqualität  in den urbanen Ballungsräumen mitentscheidend sein“, sagt Martin Geiger, Leiter Fachbereich Süßwasser beim WWF Deutschland. „Abwasser-Konzepte und eine effektive Reinigung, sowie der Schutz und die Renaturierung von Seen, Flüssen, Feuchtgebieten oder Grundwasser, die unsere Versorgungssicherheit garantieren, sind ebenfalls notwendig.“ Der WWF wird auch in diesem Jahr mit einem internationalen Team vor Ort in Stockholm an der Weltwasserwoche teilnehmen. Der WWF Deutschland wird durch Martin Geiger, Leiter Fachbereich Süßwasser, in Stockholm vertreten.

 

Weltwasserwoche: Seit 1991 ein wichtiges Forum für Experten

Die Weltwasserwoche findet seit 1991 jedes Jahr statt und wird vom Stockholm International Water Institute (SIWI) organisiert. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen treffen sich, um gemeinsam globale Lösungsansätze im Wassersektor zu erarbeiten. Obwohl dort keine völkerrechtlich verbindlichen Abkommen oder Verträge abgeschlossen werden, gilt die Weltwasserwoche inzwischen als bedeutendes internationales Forum. Die verschiedenen Interessenvertreter nutzen die Möglichkeit, dort gemeinsam Erfahrungen auszutauschen, effizientere und nachhaltige politische Instrumente zu erarbeiten, neue Partnerschaften aufzubauen und wichtige neue Projekte und Initiativen ins Leben zu rufen.

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