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Mythos: „Die Energiewende macht den Strom unbezahlbar.“

Mythos 1: „Die erneuerbaren Energien sind an den gestiegenen Stromkosten schuld.“

Die Fakten: Nur ein Drittel der Strompreissteigerungen seit dem Jahr 2000 gehen auf die Förderung der erneuerbaren Energien zurück. Deutlich stärker fallen die gestiegenen Kosten der konventionellen Stromerzeugung, des Vertriebs und der Margen der Energieversorger ins Gewicht.

Mythos 2„ Die EEG-Umlage wächst stark, weil die erneuerbaren Energien so teuer sind.“

Die geförderte Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Gerade die Solarstromerzeugung ist massiv ausgebaut worden, eine vergleichsweise teure Technologie, aber mit extrem hohem Kostensenkungspotenzial (in den letzten 4 Jahren allein sind die Erzeugungskosten um über 50 Prozent gefallen).

Regine Günther: Nur ein Drittel der Strompreissteigerungen seit 2000 gehen auf die Förderung der erneuerbaren Energien zurück.
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Gleichzeitig sind die Fördersätze deutlich reduziert worden, besonders massiv für die Photovoltaik. Dies hat die EEG-Umlage erheblich gedämpft und macht zukünftig erneuerbare Energien deutlich preiswerter verfügbar.

Immer weiter ausgedehnte Privilegien für die energieintensive Industrie haben die EEG- Umlage für die anderen Verbraucher jedoch erheblich nach oben getrieben. Der Börsenpreiseffekt verzerrt das Bild zusätzlich, die geförderten EEG-Anlagen reduzieren den Großhandelspreis für Strom, die EEG-Umlage aber steigt. Ohne diese beiden Sondereffekte wäre die EEG-Umlage um weit über einen Cent, d. h. mehr als ein Drittel, niedriger.

Mythos 3 „ Würde man die Förderung der erneuerbaren Energien beenden, würden die Strompreise nicht steigen.“

Die Fakten: Es müsste in jedem Fall investiert werden, denn viele Kraftwerke sind überaltert. Hohe und steigende Kosten für die Brennstoffe Kohle und Gas sowie höhere Material- und Baukosten für neue konventionelle Kraftwerke würden den Strompreis auch ohne den Ausbau der erneuerbaren Energien steigen lassen. Im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken und deren Brennstoffen sinken die spezifischen Kosten für Strom aus Sonne und Wind jedoch kontinuierlich und deutlich, und für diese Entwicklung ist kein Ende abzusehen.

 

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