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Stand: 27.05.2015

G7-Gipfel und Klimaschutz

Am 7. und 8. Juni 2015 ist Deutschland Gastgeber des G7-Gipfels. Bundeskanzlerin Merkel lädt die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Schloss Elmau, südlich von München, ein. Dort wird neben anderen das Thema Klimaschutz oben auf der Agenda stehen. Der WWF möchte mit konkreten Vorschlägen dazu beitragen, dass der Gipfel unter deutscher Präsidentschaft zu greifbaren Ergebnissen führt.

Im Jahr 2015 werden wichtige Weichen in der Klimapolitik gestellt:

  • In Deutschland wird über die Umsetzung des Klimaschutzpaketes 2020 und das Design des Strommarktes entschieden
  • die EU wird über die Zukunft des europäischen Emissionshandels entscheiden
  • auf internationaler Bühne soll im Dezember in Paris auf der Weltklimakonferenz COP 21 ein neues internationales UN-Klimaabkommen geschlossen werden.

Entscheidungen im Rahmen des UN-Klimaprozesses haben weltweit große Ausstrahlungskraft. Sie signalisieren vor allem Investoren, dass ein Weg im globalen Klimaschutz eingeschlagen wurde, der unumkehrbar ist, und geben so Planungssicherheit für Wirtschaft und Politik.

Während seiner letzten G8-Präsidentschaft (damals noch mit Russland) hatte Deutschland durchgesetzt, dass sich alle G8-Staaten im Abschlussdokument auf eine Obergrenze von 2 Grad Celsius für die globale Erwärmung geeinigt haben. Dies war wegweisend. Es ist mit Blick auf die kommende Klimaschutzkonferenz in Paris besonders wichtig, dass sich die G7-Staaten zu weiteren Konkretisierungen bekennen:

  • Aufbauend auf den Beschlüssen von L'Aquila des Jahres 2009 sollte ein deutlich ambitioniertes globales Langfristziel bis 2050 zur Verminderung der Treibhausgasemissionen im Abkommen von Paris verankert werden.
  • Darüber hinaus ist ein starkes Bekenntnis der G7-Staaten zentral wichtig:
    1. zur Klimafinanzierung durch die Umsetzung der für die Zeit ab 2020 jährlich zugesagten 100 Mrd. US-Dollar des Kopenhagen-Agreements und eines verlässlichen Aufwuchspfades (jährliche Steigerung der Beiträge) damit das 100 Mrd. US-Dollar-Ziel bis bis 2020 erreicht wird, sowie
    2. zur Sicherstellung von „Klimaresilienz für alle“. Das bedeutet, dass die besonders verletzlichen Staaten ausreichend Unterstützung erhalten sollten, damit sie ihre Bevölkerung, Wirtschaft und Infrastruktur gegen Klimarisiken schützen können.

Darüber hinaus sollten die G7-Länder auch durch sehr konkrete Projekte und Initiativen den globalen Transformationsprozess beschleunigen und das Vertrauen zwischen Entwicklungs- und Industrieländern stärken. Dafür sollten sie:

 

  • neue vielfältige bi- oder multilaterale Initiativen mit Entwicklungsländern(-gruppen) starten, um den Ausbau der erneuerbaren Energien gemeinsam voranzubringen
  • die Anstrengungen zur Reduzierung der fossilen Subventionen beschleunigen
  • eine einheitliche Positionierung ihrer Entwicklungsbanken zur „Nicht-Finanzierung“ von Kohle und der damit verbundenen Infrastruktur formulieren.
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