WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 14.12.2015

UN-Klimakonferenz COP 21 in Paris

Um die durchschnittliche globale Erderwärmung noch auf unter 1,5°-/ 2°Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzen und somit die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden, müssen effektive politische Rahmenbedingungen zur Dekarbonisierung der Gesellschaft und zum Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen werden.

Es gilt die Anstrengungen der internationalen Staatengemeinschaft im Rahmen der UN unter einem Dach zu bündeln und zu forcieren. Auch deshalb engagiert sich der WWF aktiv für eine ambitionierte Ausgestaltung und Umsetzung eines Nachfolgeabkommens für das Kyoto-Protokoll, welches im Dezember 2015 auf der COP 21 in Paris verabschiedet werden soll.

In Bezug auf die drei zentralen inhaltlichen Säulen der Paris-Konferenz im Dezember fordert der WWF:

Emissionsminderungen

  • Ein Langfristziel bis 2050, das die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf weit unter 2°C möglichst aber 1,5°C garantiert. Die Staaten müssen sich dazu verpflichten, bis spätestens 2050 aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas auszusteigen und ihre Energieversorgung zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energieträgern zu bestreiten.
  • Im Jahr 2020 soll der Höchststand der globalen Emissionen sein.
  • Ambitionierte Treibhausgas-Emissionsreduktionen und eine periodische Verschärfung der Minderungen: Die Ziele müssen alle fünf Jahre im Rahmen eines neu zu etablierenden sogenannten Ambitionsmechanismus nach oben korrigiert werden.
  • Die Bundesregierung muss bereits jetzt verstärkt bi-und multilaterale Partnerschaften zur globalen Energiewende anstreben, die nach Paris dazu beitragen, die Lücke bei den in den Pariser Minimalzielen festgelegten Treibhausgasemissionsminderungen zum 1,5°C-2°C-Limit zu schließen.
Forderungen des WWF zur UN-Klimakonferenz COP 21 in Paris © Saxoprint
Forderungen des WWF zur UN-Klimakonferenz COP 21 in Paris © Saxoprint

Transparenz und Rechenschaftslegung

  • Für die Erreichung des gemeinsamen Langfristziels, müssen anspruchsvolle Transparenzregeln für das Monitoring, das Reporting und die Überprüfung für alle Staaten verbindlich vereinbart werden. Länder mit niedrigem Einkommen sollten hierbei Unterstützung und Übergangsregeln gewährt werden. Auch für diese muss es verbindliche Transparenzregeln geben. 

Gerechtigkeit

  • Länder des globalen Südens müssen sowohl beim Klimaschutz, bei Anpassung und der Schadensbewältigung unterstützt werden. Deutschland und andere Industriestaaten, die bisher am meisten CO2 Emissionen ausgestoßen haben, sind besonders gefordert, technische und finanzielle Unterstützung zu leisten. Zunehmend sind aber auch Ölländer und die reicheren Schwellenländer gefragt, sich zu beteiligen.
  • Der Pariser Klimavertrag muss Wege aufzeigen, wie die zugesagten 100 Mrd US-Dollar für Entwicklungsländer bis 2020 jährlich zur Verfügung gestellt werden. Deutschland hat mit der Ankündigung der Verdoppelung seiner öffentlichen Klimafinanzierung dafür ein wichtiges Signal gesetzt. Nach 2020 müssen Gelder mindestens in dieser Größenordnung jährlich zugesichert werden.
  • Neben dem Langfristziel 2050 für Klimaschutz bedarf es im Abkommen auch eines Resilienzziels, in dem die Staaten eine gemeinsame Verpflichtung übernehmen, die Anpassung und Schadensbewältigung in den besonders betroffenen Regionen und Ländern angemessen zu unterstützen. Finanzierung und Kooperation bei Technologien und Kapazitätsaufbau sollte - wie die Klimaziele - im 5-Jahresrhythmus angepasst werden, um die globalen Ziele für Klimaschutz und Resilienz zu erreichen

Landsektor

Zudem fordert der WWF, dass das die Rolle des Landsektors in dem neuen Abkommen besondere Berücksichtigung findet. Dies ist insoweit wichtig als dass nach dem letzten IPCC Sachstandsbericht von diesem Sektor (Landnutzung im Agrar- und Forstbereich) rund ein Viertel aller globalen Emissionen herrühren. 

Erfolge und Herausforderungen der Internationalen Klimapolitik

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Unterstützen Sie
den WWF
Unterstützen Sie
den WWF